2 Jun

Crans-Montana vor herausfordernder Saison 2020/21

Das Augenmerk von Crans Montana und dem Kanton Wallis richtet sich im alpinen Skirennsport bereits wieder auf die Saison 2020/21. Eine Zeitspanne, die am Samstag, 3. Oktober in Zürich beginnt, wo die infolge des Coronavirus verschobene Wahl des Ausrichters der alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2025 durch den Council des Internationalen Ski-Verbands FIS erfolgt. Crans-Montana/Wallis ist bekanntlich Kandidat, zusammen mit dem österreichischen Saalbach-Hinterglemm (Favorit) und dem deutschen Garmisch-Partenkirchen.

 Zur grossen Freude der Skifans kommt am Dienstag, 29. Dezember auf dem Walliser Hochplateau erneut der Nachtslalom der Männer zur Austragung. In einem noch fest zu legenden Modus werden sich zahlreiche der weltbesten Spezialisten  auf dem spektakulären Slalomhang messen. Es folgen am Wochenende des 16./17. Januars 2021 zwei Europacup-Abfahrten der Frauen und eine Woche später am Samstag/Sonntag, 23./24. Januar die Frauen Weltcup-Klassik mit einer Abfahrt und einer Alpinen Kombination (Super-G/Slalom).

Im Video von Johan Tachet/SkiActu (nur in französischer Sprache) erläutert Marius Robyr, OK-Präsident der Ski-Weltcuprennen und Exekutiv-Direktor der WM-Kandidatur Crans-Montana/Wallis die faszinierenden Herausforderungen der alpinen Saison 2020/21.

Video (in französischer Sprache): Laurent Morel und Johan Tachet/SkiActu

 

27 Mrz

Entscheid über die WM in Crans-Montana/Wallis vertagt

Der vom 17. bis 23. Mai 2020 geplante 52. FIS-Kongress im thailändischen Royal Cliff ist wegen der Coronavirus-Pandemie wie erwartet verschoben worden. Wann und wo der Kongress nachgeholt wird, ist noch offen. Damit steht auch fest, dass Gian-Franco Kasper zumindest ein 23. Präsidialjahr in Angriff nimmt.

Kasper hatte im letzten November angekündigt, nach 45 Jahren bei der FIS vorzeitig aufhören zu wollen. Der Engadiner war im internationalen Skiverband zuerst Generalsekretär und amtet seit Mai 1998 als Präsident. Die Frist für die Bewerbung um den Präsidenten-Job (30 Tage vor den Wahlen) wird demnach neu festgelegt. Urs Lehmann, der Präsident von Swiss-Ski, zählt zum Kandidatenkreis.

In Royal Cliff hätten ebenfalls die alpinen Ski-Weltmeisterschaften von 2025 vergeben werden sollen, für die auch Crans-Montana/Wallis kandidiert. Mitbewerber sind Garmisch-Partenkirchen und Saalbach-Hinterglemm. Marius Robyr, Exekutiv-Direktor des Kandidaturskomitees Crans-Montana/Wallis: «Wir lassen uns durch den Vertagungsentscheid nicht bremsen und führen unsere Vorbereitungsarbeiten fort, wie wenn die Wahl im Mai stattgefunden hätte. Im Vordergrund steht die Verfeinerung der Präsentation und das Lobbying bei den 17 wählenden Mitgliedern des FIS-Council.»

DEPREZphoto sa, cransmontana

Pas Thailande

25 Feb

Urs Lehmann: «Wir gehen an den FIS-Kongress um zu gewinnen»

Urs Lehmann, der Präsident von Swiss-Ski, hat die Rennen des Weltcup-Klassikers der Frauen in Crans-Montana sehr interessiert direkt mitverfolgt. Der Aargauer, höchst angetan von den Superleistungen der Schweizerinnen, hat die Gelegenheit genutzt, um an die WM-Kandidatur von Crans-Montana/Valais 2025 zu erinnern.

Urs Lehmann, die Kandidatur Crans-Montana/Wallis stellt sich am Jahreskongress der FIS im Mai in Thailand in der Absicht vor, den Zuschlag zur Ausrichtung der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften im Jahr 2025 zu erhalten. Wie gross sind die Chancen realistisch betrachtet?
Ich kann versichern, dass wir mit Siegesabsichten an den Kongress reisen. Aber man muss auch realistisch bleiben. Man darf nicht vergessen, dass die FIS politisch funktioniert und da wird es schwierig. Da Saalbach-Hinterglemm die letzte Abstimmung, für die WM 2023, gegen Courchevel/Meribel verlor, sind die Österreicher diesmal Favorit. Das ist zu respektieren. Was auch immer passieren wird, diese Kandidatur hilft uns für 2027. Darauf müssen wir uns konzentrieren. Wir müssen Vertrauen haben und bis zum Schluss kämpfen.

Gibt es für Swiss-Ski keinen Zweifel, dass die nächsten Titelkämpfe in der Schweiz in Crans-Montana organisiert werden?
Vollkommen richtig. 2014 hat sich die Delegiertenversammlung von Swiss-Ski praktisch einstimmig für Crans-Montana ausgesprochen. Die Walliser Station ist für die WM prädestiniert. Das Wichtigste, was noch fehlt, ist ein neues Ziel-Stadion, das die Anforderungen derFIS erfüllt. Es ist vordringlich, dass Crans-Montana dieses Projekt zielstrebig vorantreibt.

Haben Sie Rückmeldungen, wie es um die Kandidatur Crans-Montana/Valais im Kreis der FIS steht?
Wissen Sie, in diesem Milieu ist immer alles sehr geheim. Man spricht nur hinter verschlossenen Türen. Lobbying ist sehr wichtig. Ich kann nur sagen, dass wir eine gute Position erarbeitet haben.

Urs Lehmann

24 Feb

Mont Lachaux - eine absolut WM-würdige Piste

Crans-Montana war am letzten Wochenende einmal mehr der Schauplatz von grossartigem Skirennsport. Die Weltcup-Fahrerinnen zeigten sich von der Piste Mont Lachaux begeistert. Auch dem Organisationskomitee um Präsident Marius Robyr und den wie immer zahlreichen Helfern wurde das Prädikat "WM-würdig" attestiert.

Insbesondere Corinne Suter, schon 2019 Abfahrts-Dritte und am letzten Freitag sowie Samstag zweimal Abfahrts-Zweite in Crans-Montana, war voll des Lobes über die Piste auf dem Walliser Hochplateau. "Sie beinhaltet alles, was eine Abfahrt ausmacht und ist natürlich einer WM würdig», sagte die 25-jährige Schwyzerin. Die mit Abstand konstanteste Abfahrerin der Saison durfte sich am Samstag über den Gewinn der kleinen Kristallkugel freuen.

Lara Gut-Behrami fühlte bei ihrem ersten Antreten auf der Piste Mont Lachaux - 2014 schied sie in der Abfahrt aus - nicht Liebe auf den ersten Blick. Doch spätestens in diesem Jahr, in dem sie innert 24 Stunden gleich beide Weltcup-Abfahrten gewinnen konnte, hat sich dies für die 28-jährige Tessinerin geändert. "Mittlerweile mag ich die Strecke definitiv besser." Sie würde sich freuen, wenn 2025 die WM in Crans-Montana ausgetragen werden würde, so Gut-Behrami weiter.

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Die Italienerin Federica Brignone sprach davon, "dass Crans-Montana für mich ganz einfach ein magischer Ort ist".

Lob für den WM-Kandidaten 2025 gab es auch aus Österreich. "Ich liebe die Rennen in Crans-Montana und ich bin allen Arbeitern auf der Piste wirklich dankbar dafür, was sie geleistet haben. Nur so war es bei diesen hohen Temperaturen möglich, dass ich mit der Nummer 20 noch Dritte werden konnte", bedankte sich die Vorarlbergerin Nina Ortlieb am Samstag bei den Helfern.

Zum nächsten Rendezvous zwischen Crans-Montana und dem Weltcup der Frauen kommt es bereits in elf Monaten. Am 23./24. Januar 2021 wird auf der Mont Lachaux je eine Abfahrt und Alpine Kombination ausgetragen.

 

Ester Ledecká: “Das wird meine Lieblingspiste“

Die Tschechin Ester Ledecká, Dritte der Kombination Super-G/Slalom in Crans-Montana, hat das Können, in Zukunft überall zu reüssieren – und das auf Alpinski und auf dem Snowboard. Interview.

Mit ihrem insgesamt dritten Weltcup-Podestplatz (hinter Federica Brignone und Franziska Gritsch) am Sonntag in Crans-Montana hat Ester Ledecká den „Weissen Zirkus“ ein weiteres Mal überrascht. Die zweifache Olympiasiegerin 2018 im Parallel-Riesenslalom (Snowboard) und Super-G (Ski alpin) in PyeongChang gelingt es anhaltend, ihr enormes Talent vor grossem Publikum auszuspielen. Bis jetzt bekannt als unerschrockene Speedspezialistin, ist es der 24jährigen Athletin gelungen, auch im Slalom eine hervorragende Figur zu machen. Auf der anforderungsreichen Piste Mont Lachaux realisierte sie im Kombinationsslalom die fünftbeste Zeit. Sie wird bis Ende Saison weiter abwechselnd Snowboard und Ski fahren, behält ihr ansteckendes Lächeln und die Motivation, ihre grosse Stärke. Interview nach ihrem Exploit auf dem Walliser Hochplateau.

Ester Ledecká, ist der Podestplatz in der Kombination für Sie selber eine Überraschung?
Alle waren überrascht, sogar meine Trainer, aber es ist eine sehr schöne Überraschung. Um ehrlich zu sein, es ist geradezu magisch. Ich fange an, überall Spass zu haben. Es war eine Herausforderung, denn ich trainiere nie auf einer so steilen Piste und habe nur fünf Tage Slalomtraining in den Beinen.

Es war sehr warm in Crans-Montana. Wie sind Sie mit diesen Verhältnissen umgegangen?
Ich war schon vor vier Jahren hergekommen, konnte wegen ungünstigen Wetters jedoch nur ein Minitraining absolvieren. Ich muss sagen, die Organisatoren haben eine unglaubliche Arbeit geleistet, um für die drei Renntage eine solch ausserordentliche Piste herzurichten. Ich weiss nicht einmal, wie es möglich ist, bei diesen hohen Temperaturen eine Piste in diesen guten Zustand zu bringen. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich von ihrer Arbeit profitieren konnte. 

Werden Sie nächste Saison zurückkehren?
Ja, diese Rennen werde ich ganz sicher in meinen Kalender nehmen. Es scheint ganz so, als dass dies meine Lieblingspiste wird.

Hat Ihnen ihre Snowboard-Erfahrung geholfen?
Ich weiss nicht. Ich habe in diesem Jahr nicht viel Snowboard trainiert. Ich hoffe, dass es auch in die andere Richtung funktioniert, denn ich will am 10. März den Parallel-Slalom in Livigno bestreiten.

Was ziehen Sie vor, Slalom auf Ski oder auf Snowboard?
Das ist sehr unterschiedlich, aber ich habe an beiden Sparten Spass. 

Sie  gewinnen im Ski- und im Snowboardsport. Wie erholen Sie sich?
Ich erhole mich nicht. Ich bin ein Roboter (lacht). Nein, ernsthafter, ich muss schauen, dass ich genügend Öl in meine Mechanik gebe (lacht). Noch ernsthafter: Ich unternehme alles, um mich in den kleinen Pausen zwischen den Rennen auszuruhen, aber das ist nicht immer einfach. Nun, ich praktiziere zwei verschiedene Sportarten, aber viele Fahrerinnen bestreiten alle Ski-Disziplinen. Das ist genauso schwierig, wenn nicht schwieriger. Man ist sechs Monate im Jahr unterwegs. Aber ich liebe das wirklich.

Haben Sie im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2022 Snowboard und Ski alpin im Visier?
Na klar (lächelt). Wie ich jedes Rennen zu gewinnen versuche, an dem ich starte. Doch ich bin nicht die Einzige mit dieser Einstellung. Ich werde alles tun um zu gewinnen, mehr kann ich nicht tun (lächelt). 

Sie brillieren im Snowboard, in den schnellen Skidisziplinen und nun auch im Technikbereich! Wo sind Ihre Grenzen?
Ich habe momentan gar keine Limite (lacht).

 

24 Feb

"In Crans-Montana ist enorm vieles passiert"

Mit Erika Reymond-Hess mischte sich am vergangenen Wochenende auch eine der erfolgreichsten Skirennfahrerinnen der Weltcup-Geschichte unter die wie immer sehr zahlreich erschienenen Zuschauer in Crans-Montana. Sie freue sich jeweils über die Einladung und komme immer sehr gerne zum Mitfiebern an die äusserst stimmungsvollen Rennen an diesen für sie so speziellen Ort, erzählt die gebürtige Nidwaldnerin. "Schliesslich habe ich Crans-Montana nicht vergessen und gleichzeitig hat Crans-Montana auch mich nicht vergessen."

Erika Hess

Erika Reymond-Hess verfolgt den Skirennsport noch immer aufmerksam, auch wenn ihr Mann Jacques und sie im Vorjahr nach drei Jahrzehnten mit der Organisation der "Erika Racing Camps" für Nachwuchs-Skifahrer aufgehört haben. Jedoch das Volksskirennen "Erika Hess Open" mit aktuell drei Rennen jährlich führt das Ehepaar weiterhin durch.

Beim Stichwort 'Crans-Montana' denke sie selber als Erstes immer gleich an die Weltmeisterschaften 1987, sagt Erika. "Damals ist eben sehr vieles passiert, das bei mir immer noch tief verankert ist. Und auch die Skifans kommen im Gespräch mit mir sehr oft auf die Walliser Skidestination zu sprechen."

Kein Wunder, schliesslich gewann sie damals an der Heim-WM sowohl in der Kombination wie auch im Slalom die Goldmedaille. Wenige Wochen später beendete die insgesamt sechsfache Weltmeisterin und zweifache Gesamtweltcupsiegerin im Alter von erst 25 Jahren ihre Karriere. "Mein Entscheid stand schon vor dem Winter fest, dass es meine letzte Saison sein würde."

Von den Rennen auf dem Hochplateau ist die 31-fache Weltcupsiegerin sehr angetan. "Crans-Montana hatte sich zwar ein paar Jahre zurückgezogen vom Rennsport. Doch seit der Rückkehr ist hier sehr viel passiert und ist enorm grosse Arbeit geleistet worden." Über das Ausmass der Anpassungen staunte Erika gerade letzten Samstag wieder, "da waren mein Mann und ich oben auf der Piste - das ist nicht mehr mit früher zu vergleichen".

Sie fände es deshalb definitiv an der Zeit, dass in Crans-Montana baldmöglichst die nächste Ski-WM durchgeführt wird: "38 Jahre sind schon lang. Und sollten es halt 40 Jahre werden, so wäre das immerhin eine runde Sache."

24 Feb

"Was in Crans-Montana geschieht, strahlt ins ganze Wallis aus"

Wie Tausende andere Fans zeigte sich auch Frédéric Favre von der Atmosphäre im "Hexenkessel" von Crans-Montana begeistert. Etwas könne er der FIS versprechen, so der Walliser Staatsrat: "Das Skipublikum hier in Crans-Montana ist immer mit grossem Eifer dabei und sorgt für eine grossartige Ambiance."

Frédéric Favre

Diese Welle der Begeisterung schwappt im Skiort, der sich für die WM 2025 bewirbt, auch auf die Sportlerinnen über. "Alle freuen sich sichtlich, hier in Crans-Montana zu sein", hat Favre bei seinem Besuch auf dem Hochplateau erkannt. Einen warmen Empfang für alle, egal ob aus der Schweiz oder nicht, "das können wir auch für die Weltmeisterschaften garantieren". Der 40-Jährige aus Vétroz, seit März 2019 im Amt, ist überzeugt, "dass das, was hier in Crans-Montana mit dem Skisport passiert, ins ganze Wallis ausstrahlt." Es freut Favre, bei allen Leute so viel Emotionen zu sehen. Ein wichtiger Faktor sei auch die "Leidenschaft. Man spürt bei allen den Wunsch, so etwas Spezielles wie 1987 wieder erleben zu wollen."

Und diese Leidenschaft gilt gemäss Favre "natürlich dem Skirennsport der Frauen, aber genauso auch demjenigen der Männer. Wir Walliser lieben einfach alle Disziplinen, egal ob Slalom, Abfahrt oder Kombination. Ich bin überzeugt, dass es im vollen Interesse der FIS ist, an solchen Orten wie Crans-Montana präsent zu sein."

Was der Kanton Wallis für die WM-Kandidatur und Crans-Montana machen könne? Auch bei der Antwort auf diese Frage zögert Favre nicht: "Das Wichtigste ist sicherlich die politische Unterstützung in allen Bereichen. Es geht darum zu zeigen, dass nicht nur die Skistation, das Organisationskomitee oder die Bergbahnen Lust auf die WM haben, sondern eben der ganze Kanton." Er - ja, das ganze Wallis - gebe gegenüber der FIS das Versprechen ab, "dass wir gemäss unserem Slogan 'Alle zusammen' für diese Kandidatur einstehen". Der Walliser Sportminister ist überzeugt von der Lust der Walliser Bevölkerung, "grossartige und emotionale Momente erleben zu wollen. Deshalb unterstützen wir unsere Sportler und Sportlerinnen an den Rennen. Und unterstützen wir eben auch eine Ski-WM im Wallis."

24 Feb

"Unsere WM-Kandidatur ist beispielhaft"

Unter den rund 7000 (!) Zuschauern, die am Freitag in Crans-Montana das erste von drei Rennen live mitverfolgten und dank Lara Gut-Behrami und Corinne Suter einen Schweizer Abfahrts-Doppelsieg bejubelten, befand sich auch Nicolas Féraud. Der Gemeindepräsident von Crans-Montana und Präsident der WM-Kandidatur 2025 zeigte sich "überwältigt, dass so viele Leute frei genommen haben und hierher gekommen sind. Einfach genial!"

Féraud sprach des weiteren davon, dass "wer den Rennsport liebt, dem gefällt diese Ambiance und der muss auch Crans-Montana als Austragungsort ganz einfach lieben". Diese grossartige Stimmung sei das eine, doch für Féraud ist nicht weniger wichtig, dass Crans-Montana alle drei Rennen erfolgreich durchführen kann: "So zeigen wir nicht zuletzt der FIS, was wir können und zu was wir fähig sind."

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Diese Kompetenz als Ausrichter von exzellenten Weltcuprennen eignete sich Crans-Montana innert kurzer Zeit an. Erst rund 15 Jahre sei es her, dass in der Bevölkerung und der Politik der Willen spürbar geworden sei, dass auf dem Hochplateau wieder Rennen ausgetragen werden sollen, so erinnert sich Nicolas Féraud. "Schliesslich haben wir hier, ja wir im gesamten Wallis, den Skisport in den Genen." Auch sei man in Crans-Montana getrieben davon, "das eigene Skigebiet einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen. Zudem wollen wir diese Leute gut empfangen und wollen wir ihnen den Aufenthalt angenehm gestalten."

Die zentrale Persönlichkeit in den letzten 15 Jahren sei dabei Marius Robyr gewesen, so Féraud. "Ohne Marius als Präsident des Organisationskomitees wären wir nie so weit gekommen. Er war es, der die Politiker auf Gemeinde-, Kanton- und gar Bundes-Stufe sowie private Geldgeber von unserer Sache überzeugen konnte. Marius ist eine Persönlichkeit und es gelingt ihm, seine Leidenschaft auf alle zu übertragen."

Genau diese Passion ist unverzichtbar, wenn man neben alljährlichen Weltcuprennen hoffentlich bald auch Weltmeisterschaften austragen darf. Die Fähigkeiten, nach 1987 wieder eine WM durchzuführen, hat man im Wallis. Féraud preist die Kandidatur Crans-Montana/Wallis als "beispielhaft" und "perfekt". Gleichzeitig ist er sich bewusst, dass auch die Konkurrenten in Österreich und Deutschland hart an ihren Dossiers gearbeitet haben. Sollte Saalbach, das schon für die WM 2023 nur knapp unterlag, für 2025 zum Zug kommen, "so hätte das sogar eine gewisse Logik", sagt Féraud. Und verspricht für diesen Fall, "dass wir sofort zurück an die Arbeit gehen und alles für die WM 2027 aufgleisen werden. Wir geben nicht auf!"

24 Feb

"Das Abenteuer geht auf jeden Fall weiter"

Innert kurzer Zeit ist Crans-Montana im Frauen-Weltcup mit der anspruchsvollen Piste Mont Lachaux zum allseits geschätzten Klassiker avanciert. Auch der steile Zielhang, so gesehen beim nächtlichen Exhibition-Slalom der Männer im Januar vor rund 4000 Zuschauern, genügt höchsten Ansprüchen. So wie natürlich auch die seit der WM 1987 - gerade aus Schweizer Sicht - mythische Piste Nationale.

Kein Wunder, strebt man auf dem Walliser Hochplateau nach Höherem. "Wir haben alles, um es gut zu machen", sagt Marius Robyr, der OK-Präsident der Weltcuprennen und Exekutiv-Direktor der WM-Kandidatur 2025 von Crans-Montana/Wallis. Und meint damit die mögliche Austragung der alpinen Weltmeisterschaften in fünf Jahren. Ein grosses Plus der Walliser Bewerbung ist die immense Unterstützung aus der Bevölkerung.

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Diese Zustimmung sei wie 1987 "absolut", so Robyr, und er schätzt nach der Versammlung vom 26. Januar, "dass bei einer Abstimmung wohl 90 Prozent zugunsten einer Ski-WM votierten, denn diese stehen nicht wie Olympische Spiele im Verdacht des Gigantismus". Zudem stehen auf dem Hochplateau auch die zuständigen Leute aus der Politik und dem Tourismus voll hinter Robyr und seinem Team. Deshalb ist für ihn hinsichtlich 2025 klar: "Wir wollen diese WM!"

Obwohl er aktuell während den Europacup- und Weltcuprennen von morgens bis abends immer auf den Schauplätzen präsent ist, findet Robyr noch Zeit, um sich für die Patrouille des Glaciers vorzubereiten. Auf "zwei bis drei Stunden", so beziffert der Unermüdliche seinen täglichen Aufwand, damit er Ende April über den gewünschten Fitnessstand verfügen wird. Auch für dieses Ziel ist der ehemalige Brigadier bereit, früh aufzustehen: "Um fünf Uhr ist Tagwache. Danach geht es mit den Tourenski am Rande der Piste vom Ziel bis zum Start hinauf."

So initiativ und optimistisch er immer ist und so mitreissend er sein kann - auch Robyr weiss, dass Crans-Montana/Wallis bei der Vergabe für die alpinen Titelkämpfe 2025 nicht die Favoritenrolle einnimmt: "Das ist so. Wir haben mit Saalbach und Garmisch zwei exzellente Konkurrenten. Saalbach bewarb sich zudem schon für die WM 2023, und es passiert selten, dass ein Kandidat die WM schon beim ersten Mal erhält."

"Wollen die FIS-Vorstandsmitglieder verführen"

Doch Robyr wäre nicht Robyr, wenn er das schon im Vorfeld der Vergabe am 21. Mai in Royal Cliff einfach so hinnehmen würde. "Wir schauen nicht auf die anderen, sondern konzentrieren uns darauf, was wir können." Bei der Präsentation des umfangreichen Bewerbungsdossiers vor dem zuständigen FIS-Komitee spürte der Exekutiv-Direktor des Kandidatur viel Wohlwollen, so Robyr. Und bei der entscheidenden Präsentation in drei Monaten in Thailand gehe es darum, "das bestmögliche Bild von Crans-Montana und dem Wallis nach aussen zu transportieren. Aber wohlverstanden: Dabei wollen wir uns selbst bleiben und das präsentieren, was realistisch ist."

Sein Team und er müssten versuchen, "die 17 FIS-Vorstandsmitglieder zu verführen, sodass sie uns ihr Vertrauen schenken und damit auch ihre Stimme geben werden. Sie sollen Lust verspüren, um nach Crans-Montana zu kommen." Wenn noch nicht 2025, so halt zwei Jahre später. "Wir werden auch für 2027 wieder am Start sein. Oder notfalls sogar ein drittes Mal", plaudert Robyr kein Geheimnis aus. "Das Abenteuer geht auf jeden Fall weiter", verspricht er.

22 Jan

Grosse Zustimmung für das WM-Projekt 2025 Crans-Montana/Wallis

Marius Robyr als treibende Kraft der Kandidatur für die alpinen FIS Ski-Weltmeisterschaften 2025 Crans-Montana/Wallis rief – und mehr als 300 Personen folgten der Einladung zur Informationsveranstaltung vom 22. Januar im Kongressgebäude Le Régent auf dem Walliser Hochplateau.

Ski-Weltmeisterschaften als enorme Herausforderung

Nach der Begrüssung durch David Bagnoud, Präsident der Gemeindevereinigung Crans-Montana ACCM und Gemeindepräsident von Lens, war die Reihe an Marius Robyr als Exekutiv-Direktor der Kandidatur, das Grossprojekt „Alpine Ski-Weltmeisterschaften Crans-Montana/Wallis“ in seiner ganzen Dimension vorzustellen. Marius Robyr und Vizedirektor Hugo Steinegger sowie ihren Mitstreitern ist es eine Herzensangelegenheit, die Walliser Bevölkerung informiert zu wissen und zu begeistern.

Das scheint Marius Robyr mit seiner engagierten Präsentation vollauf gelungen zu sein. Das jedenfalls lässt sich aus spontanen Reaktionen und dem Applaus danach schliessen. Starken Eindruck machten insbesondere auch die Bilder und diverse Videos auf Grossbildschirmen zu Schlüsselwörtern wie Lage der Ski-Destination Crans-Montana, alpine Renn-Tradition seit 1911 (!), Stimmung, Stolz auf den unvergesslichen Erfolg der WM 1987, Zusammenhalt, Pisten Nationale und Mont Lachaux, geplante Modernisierung des Ziel- und Barzettes-Gelände mit multifunktionalem Stadion, neuer Hotel-Infrastruktur, Vergrösserung des Parkhauses, Erhöhung der Kapazität der Bergbahn Violettes und so weiter.

Ausgeglichenes Budget

Das macht auch das (ausgeglichene) Budget von 77 Millionen Franken plausibel. Die Grössenordnung unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens für das Hochplateau, den Kanton und den Schweizer Sport insgesamt. Es sei nicht unerwähnt, dass Swiss-Ski stark in die Kandidatur eingebunden ist; dessen Präsident Urs Lehmann amtiert als Vize-Vorsitzender des Kandidaturkomitees.

Ein langer Weg

Exekutiv-Direktor Marius Robyr blieb am Informationsabend nichts schuldig. Sein inneres Feuer für eine neue alpine Ski-WM in Crans-Montana trübt seinen Sinn für die Realitäten nicht. Er räumt freimütig ein, mit der Einreichung der offiziellen Bewerbung beim Welt-Skiverband FIS sei eigentlich erst der Anfang gemacht. Es sei ein noch langer Weg und beim diesjährigen FIS-Kongress vom 18. bis 23. Mai in Thailand sei man krasser Ausseneiter gegen Saalbach (und Garmisch-Partenkirchen). Das ist auch Hugo Steinegger, Vizedirektor der Kandidatur, voll bewusst. Nichtsdestotrotz setzt er als Koordinator der Delegation Crans-Montana/Wallis alles daran, dass die Präsentation der Kandidatur in Royal Cliff minutiös vorbereitet und mit grossem Engagement beim FIS-Council vorgetragen wird.

Starke Unterstützung

Viel versprechen er und seine Mitstreiter sich vom allgemeinen Sukkurs, den wie einleitend David Bagnoud auch Exponenten wie Philippe P. Magistretti, VR-Präsident der Bergbahnen CMA, Staatsrat Frédéric Favre, Sandra Felix, Vizedirektorin des Bundesamtes für Sport, Crans-Montana-Gemeindepräsident Nicolas Féraud (sowie Vorsitzender des Kandidaturkomitees 2025) und Philippe P. Magistretti, VR-Präsident der Bergbahnen CMA, zusicherten.

DEPREZphoto, cransmontana

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Marius Robyr, Exekutiv-Direktor der WM-Kandidatur
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David Bagnoud, Präsident der Gemeindevereinigung ACCM und Gemeindepräsident von Lens
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 Das zahlreiche Publikum, rund 300 Personen
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Philippe P. Magistretti, VR-Präsident der Bergbahnen CMA
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Frédéric Favre, Staatsrat Kanton Wallis
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Sandra Felix, Vizedirektorin des Bundesamtes für Sport
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Nicolas Féraud, Gemeindepräsident von Crans-Montana und Vorsitzender des Kandidaturkomitees
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Alle miteinander: von links Claude-Alain Schmidhalter, Vizepräsident Swiss-Ski, Marius Robyr, Frédéric Favre, Sandra Felix und Nicolas Féraud
(fehlen David Bagnoud und Philippe P. Magistretti, die beide nach dem Info-Abend noch eine andere Verpflichtung haten).

 

 Video (nur in französischer Sprache): Johan Tachet/SkiActu

 Video (nur in französischer Sprache): Keystone-sda

 

 

6 Okt

Engagiertes und motiviertes Kandidaturkomitee Alpine FIS Ski-Weltmeisterschaften 2025 Crans-Montana/Wallis

Etappe für Etappe arbeitet sich das Kandidaturkomitee Crans-Montana/Wallis für die Alpinen FIS Ski-Weltmeisterschaften 2025 engagiert und motiviert zur Wahlentscheidung durch den FIS Council am 21. Mai des kommenden Jahres anlässlich des Kongresses des Internationalen Ski-Verbands im thailändischen Royal Cliff durch. Dies in enger Zusammenarbeit mit Swiss-Ski.

Anfangs September erfolgte fristgemäss die Einreichung des 180-seitigen Kandidaturdossiers mit zahlreichen technischen Plänen (Beispiel, Foto) bei der FIS. Dann gab es eine mehrtägige  Koordinationssitzung der FIS mit den drei alpinen WM-Kandidaten 2025 Saalbach-Hinterglemm/Österreich, Garmisch-Partenkirchen/Deutschland und Crans-Montana sowie mit den weitern Kandidaten Trondheim/Norwegen (Nordische Ski-WM 2025), Harrachov/Tschechien(Skiflug-WM 2024) und Krasnoyarsk/
Russland (Freestyle Ski- und Snowboard-WM 2025). Anlässlich der traditionellen FIS-Herbstmeetings in der ersten Oktober-woche in Zürich gab es für alle Weltmeisterschafts-Kandidaten einen Präsentationstest. In einer Stunde mussten die Kandidaten die wichtigsten Themen ihrer Bewerbung einer Expertengruppe der FIS, angeführt von Generalsekretärin Sarah Lewis, darlegen.

Die Delegation Crans-Montana/Wallis war sehr gut vorbereitet und gefiel mit einer animierten Präsentation, die von folgenden Repräsentanten (Foto von links) bestritten wurde: Bruno Huggler, Kurdirektor Crans-Montana; Nicolas Féraud, Gemeindepräsident Crans-Montana und Vorsitzender Kandidatur-Strategiekomitee; Dr. Urs Lehmann, Präsident Swiss-Ski und Vizepräsident Kandidatur-Strategiekomitee; Marius Robyr, Direktor Kandidaturkomitee; Sophie Genoud, Sekretärin; Hugo Steinegger, Vizedirektor; Markus Murmann, Verantwortlicher Sportressort.

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