25 Jan

Ein grosser DANK an alle!

Inserat "Remerciements" im Le Nouvelliste vom 26.1.2021

2021-01-25 Remerciements

25 Jan

Urs Lehmann: "100 Punkte für WM-Kandidat Crans-Montana"

In der Woche vor Crans-Montana hatte Swiss-Ski die Absage der Lauberhorn-Rennen in Wengen verkraften müssen. Verbandspräsident Urs Lehmann fiel deshalb ein Stein vom Herzen, dass der Frauen-Klassiker am Mont Lachaux in den vergangenen Tagen wie geplant stattfinden konnte. 

"Darüber bin ich ebenso glücklich wie dankbar. Wir allen wissen, dass wir uns momentan in einem Grenzbereich bewegen. Auch in der Schweiz kommt vieles zum Stillstand. Doch wir geniessen das Privileg, dass wir unseren Sport weiter ausüben dürfen. Danke Crans-Montana, dass ihr das so gut hingebracht habt", so Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann erleichtert.

Top-Einsatz vom OK-Präsident bis zum Rutscher

Der ehemalige Abfahrts-Weltmeister aus dem Aargau, der seit 2008 an der Verbandsspitze steht, hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Doch am Samstagmittag, unter strahlend blauem Himmel auf dem Walliser Hochplateau und nach einem tollen Abfahrts-Rennen mit starken Schweizer Athletinnen, zeigte sich Lehmann regelrecht enthusiastisch: "Die Siegerin, also Sofia Goggia, erhielt für ihre Top-Fahrt 100 Punkte. Aber heute hat sich insbesondere auch Crans-Montana für den geleisteten Effort 100 Punkte verdient. Der Einsatz von allen, angefangen beim OK-Präsidenten Marius Robyr bis hin zu den enorm vielen und motivierten Helfern und Rutschern, war ganz einfach top." 

An schwierigen Tagen wie diesen stelle sich auch heraus, ob ein Organisator einer WM würdig sei, bemerkt Lehmann. Da gebe es für ihn, so fügt der Swiss-Ski-Boss an, in Bezug auf die Walliser Kandidatur für die Titelkämpfe 2027 keine zwei Meinungen: "Crans-Montana hat ein weiteres Mal seine eindrücklichen Fähigkeiten gezeigt und für die WM 2027 seine Visitenkarte abgegeben." 

Nächster Schritt: WM-Kandidatur 2027 offizialisieren

Enorm sympathisch sei es, so Marius Robyr, "von Urs Lehmann solch nette Worte zu hören. Wir geben immer unser Bestes. Schön, wenn dann die Reaktionen so positiv ausfallen." Diesen Schwung will der OK-Präsident der Weltcuprennen, der zugleich auch Exekutiv-Direktor der WM-Kandidatur ist, nutzen.In wenigen Wochen soll die bereits lancierte Kandidatur für 2027 offiziell beim Weltverband FIS und dessen Präsidenten Gian Franco Kasper deponiert werden. Die Vergabe der WM, es wäre die zweite in Crans-Montana nach 1987, soll am FIS-Kongress im Mai 2022 in Portugal erfolgen.

Video: SkiActu

 

24 Jan

Marius Robyr: "sehr positive Bilanz"

Trotz den keineswegs idealen Wetter-Bedingungen konnten alle drei geplanten Weltcup-Speedrennen in Crans-Montana stattfinden. "Wenn man mir das vor einer Woche gesagt hätte, dann hätte ich das kaum geglaubt. Ich hätte sogar mit jedem eine Wette dagegen abgeschlossen", gibt OK-Präsident Marius Robyr zu.

Man habe, so der Patron des Frauen-Klassikers in Crans-Montana, wie "verrückt gearbeitet, um diese drei Rennen zu ermöglichen". Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weltcup-Woche mit dem Super-G zeigt sich Robyr deshalb umso glücklicher: "Meine Bilanz fällt extrem positiv aus. Darob vergisst man fast die grosse Müdigkeit, die sich angesammelt hat."

Super Rennen als Belohnung für nächtlichen Effort

Ein Tag der diesjährigen Austragung blieb ihm besonders in Erinnerung. Robyr nennt den Samstag als exemplarischen Tag, um die hervorragende Arbeit seines ganzen Teams zu illustrieren: "Tagwache war um 03.00 Uhr. Eine Stunde später waren 180 Personen am Berg im Einsatz. Zunächst wurde die Piste vom Neuschnee befreit, danach präpariert." Dieser nächtliche Effort lohnte sich, so Robyr, "denn wir hatten eine super Abfahrt, bei welcher sich sogar noch die Sonne zeigte."

An diesem Samstag hätten sich auch klar die gemachten Fortschritte in der Organisation gezeigt, streicht der immer voller Energie wirkende Brigadier heraus. "Wir haben nun ein aussergewöhnliches Team, das hart arbeitet, und ein Organisationskomitee, das richtig gut zusammengewachsen ist und am gleichen Strick zieht. Wenn ich das Resultat sehe, so könnte ich nicht zufriedener sein."

Robyrs Dank an alle Partner und Helfer

Robyrs Dank geht aber insbesondere auch an "Armee und Zivilschutz, denn ohne sie wäre es ganz, ganz schwierig, Weltcuprennen austragen zu können". Ein zentraler Partner im ganzen Gefüge seien natürlich auch die Bergbahnen. "Wenn ich bei der CMA anrufe und sage, wir brauchen um 04.00 Uhr morgens den Lift und noch weitere Hilfe, dann heissts: 'Kein Problem.' Ein Bravo also auch ihnen!"

Und der OK-Präsident vergisst auch nicht, "der Gemeinde-Vereinigung ACCM, die voll hinter uns steht und uns finanziell stark unterstützt" zu danken. Bemerkenswerte Unterstützung erfahren die Weltcuprennen in Crans-Montana zudem "durch den Kanton Wallis mit der Wirtschaftsförderung, dem Sport-Fonds und der Lotterie Romande. Ein grosses Merci auch an Swiss-Ski, die FIS, den Hostbroadcaster RTS, die treuen Partner und Sponsoren sowie die Medien.

Video: SkiActu

 

DEPREZphoto sa, cransmontana

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24 Jan

Lara Gut-Behrami setzt tollen Schlusspunkt

Krönender Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Crans-Montana: Bei Sonnenschein und perfekten Pistenbedingungen lieferte Lara Gut-Behrami im Super-G eine brillante Leistung ab. Die Schweizerin siegte in 1:15,63 Minuten 0,93 Sekunden vor Tamara Tippler/AUT und 1,02 vor Federica Brignone/ITA. Sehr gut in Szene setzten sich auch Priska Nufer (6.), Corinne Suter (9.), Joana Hählen (11.) und Noémie Kolly (12.).  

Was hatte Mitfavoritin Lara Gut-Behrami nach ihrem famosen zweiten Rang in der zweiten Abfahrt doch über Rückenschmerzen geklagt! Sie könne nicht normal gehen, brauche dringend physiotherapeutische Hilfe. Am strahlend schönen Sonntag war von den körperlichen Problemen nichts mehr zu sehen. Die Schweizerin fuhr am Mont Lachaux von Start bis Ziel mit maximalem Engagement, mit Mut und Köpfchen. Sie konnte die Beschwerden ausblenden. Eine gewisse Angst blieb selbst nach dem Sieg, sie müsse das totale Vertrauen in ihren Körper erst wieder finden, meinte die glückliche Siegerin.   

Gut-Behrami riskierte ohne zu driften viel, aber nirgends zuviel. Das war der grosse Unterschied zu vielen ihrer schärfsten Rivalinnen. Von den ersten Vier der Startliste erreichte nur Michelle Gisin das Ziel. Am Ende blieb der Engelbergerin aber nur der 29. Rang, womit sie auf die ausgeschiedene Weltcup-Führende Petra Vlhova nur zwei Punkte gutmachen konnte. Zu den Ausgeschiedenen gehörten auch die Italienerinnen Sofia Goggia und Elena Curtoni, die am Samstag mit Gut-Behrami das Podest bestiegen hatten. Die Siegerin war fast überall die Schnellste und feierte überlegen ihren insgesamt 28. Weltcupsieg, den 14. im Super-G. Sie ist die Erfolgreichste unter den Aktiven und baute die Führung im Super-G-Weltcup deutlich aus.   

Die 29-jährige Tessinerin führte ein mehr als solides, starkes Swiss-Ski-Team an, das zu fünft in den Top 15 vertreten war. Die bemerkenswertesten Fahrten gelangen dabei nicht der nach wie vor etwas verunsicherten Corinne Suter (9.), sondern Priska Nufer (6.) und vor allem der jungen Greyerzerin Noémie Kolly, die mit Nummer 44 auf Rang 12 vorfuhr. Sie zeigte – wie die Österreicherin Christine Scheyer (5. mit Nr. 33) – was auf der dank viel Nachtarbeit hervorragenden Piste bis zum Schluss möglich war und der Organisation das beste Zeugnis ausstellte.

Acht Schweizer Fahrerinnen holten 579 Punkte  

Zahlen sind Fakten: Nachdem Lara Gut-Behrami mit ihrer brillanten Siegesfahrt im Super-G des Frauen-Klassikers in Crans-Montana für den würdigen Abschluss eines grossartigen Weltcup-Wochenendes gesorgt hatte, ist Raum für ein paar Zahlenspiele.  

• Swiss-Ski holte in den drei Rennen (zwei Abfahrten + Super-G) total 579 Punkte (138+216+225). Besser war nur Italien mit 622 (3. Österreich 406). Damit behauptete SUI mit nun 2842 Punkten im Nationencup der Frauen die Führung, auch wenn sie gegenüber ITA – vor dem Riesenslalom am Dienstag in Kronplatz – auf 242 Punkte schmolz.   

• In jedem der drei Rennen punkteten jeweils sieben Swiss-Ski-Fahrerinnen.  

• Die Rangliste der insgesamt acht am Punktesegen beteiligten Athletinnen:  

1. Lara Gut-Behrami* 195. 2. Priska Nufer* 94. 3. Corinne Suter* 79. 4. Jasmine Flury 63. 5. Jasmina Suter* 55. 6. Joana Hählen 33. 7. Noémie Kolly* 32. 8. Michelle Gisin 28. (* = punkteten je dreimal).  

• In der Abfahrt (5 Rennen) führt Italien mit 996 Punkten klar vor der Schweiz (839) und Austria (559). Im Super-G (3 Rennen) liegt die Schweiz mit 658 Punkten ebenso klar voran; Italien (498) und Österreich (435) folgen.  

• Und noch etwas: Das Weekend ergab mit Flury in der Abfahrt, Nufer in Abfahrt und Super-G und Jasmina Suter im Super-G vier erstmals erfüllte WM-Selektionswerte.  

 Photos: Agence Zoom & DEPREZphoto sa, cransmontana

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 1. Lara Gut/SUI
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 2. Tamara Tippler/AUT
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3. Federica Brignone/ITA 
 podium
 Das Podium.

 

Vidéo: SkiActu

 

 

24 Jan

Frédéric Favre: "Wir unterstützen die WM-Kandidatur proaktiv"

Staatsrat Frédéic Favre tauchte in den vergangenen Jahren immer gerne direkt vor Ort in die tolle Ambiance der Weltcuprennen in Crans-Montana ein. Die Emotionen der Zuschauer und aller Beteiligten zu spüren, wäre ihm heuer ebenfalls wichtig gewesen. Da aber der Frauen-Klassiker am Mont Lachaux dieses Mal ganz ohne Zuschauer stattfand, wurde auch der Walliser Sportminister zum neugierigen TV-Konsument.

"Ich schaute vor allem die Abfahrt am Freitag, die aus Schweizer Sicht etwas enttäuschend verlief. Doch am Samstag kam ja dann die erfreuliche Reaktion", so Frédéric Favre, der im gleichen Atemzug auch das "enorme Engagement der Organisatoren und ihrer Helfer" lobend erwähnte. Dass mitten in der Nacht 170 Leute aufstehen und die verschneite Piste wieder in Ordnung bringen, "steht exemplarisch für die Begeisterung in Crans-Montana für diese Rennen", so der äusserst sport-affine Walliser.

"Das Wallis ist fähig, diese WM zu organisieren"

"Das Organisationskomitee um Präsident Marius Robyr bewältigt und adaptiert jede Situation mit Schwung. Genau das braucht es, wenn man Weltcuprennen oder eben sogar eine Weltmeisterschaft austragen will." Mit dieser Aussage liefert Favre gleich selber das nächste Stichwort: die WM-Kandidatur von Crans-Montana/Wallis für das Jahr 2027. "Der Kanton Wallis ist fähig, diese Titelkämpfe zu organisieren. Da mache ich mir absolut keine Sorgen. Mit einer Ski-WM erhielte das Wallis weltweit beste Werbung."

Herr Favre, in welcher Rolle sehen Sie also den Kanton Wallis? "Ganz klar als Unterstützer des Organisationskomitees. Da geht es einerseits um finanzielle Zuwendungen, die zu bewilligen in der Kompetenz des Staatsrats liegen. Andrerseits geht es auch um die Förderung von zukunftsgerichteter und nachhaltiger Sport-Infrastruktur."

Das in der jetzigen Legislatur in Kraft gesetzte Walliser Sportgesetz erlaube bei Projekten wie zum Beispiel der geplanten multifunktionalen Zielarena im Gebiet Les Barzettes eine Beteiligung des Kantons von 20 bis 30 Prozent, sagt Favre. "Die Abklärungen dazu sind im Gange."

Ganz wichtig ist die politische Unterstützung

Und keinesfalls zu unterschätzen, das habe er in Gesprächen mit Vertretern von internationalen Sportverbänden immer wieder bemerkt, sei bei Kandidaturen für solche Gross-Events die politische Unterstützung, betont Favre. "Um dem OK zu helfen, habe ich als Sportminister den FIS-Vertretern unsere proaktive Unterstützung gerne kundgetan."

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Flashback Ski-WM 2019 Åre: Blumen für Kombi-Weltmeisterin Wendy Holdener überreicht durch Staatsrat Frédéric Favre.

 

24 Jan

Effizientes Pisten-Team!

Das technische Team des Weltcup-Organisationskomitees ist nicht zu beneiden: zum x-ten mal in den letzten zwei Wochen gab es auch in der Nacht von gestern Samstag auf heute Sonntag Neuschnee (am Berg gut 20 cm). Wiederum beorderte OK-Präsident Marius Robyr die ganze Truppe mit rund 180 Personen – Soldaten des Schüzenbataillons 14/Einheit Genf und der Einsatzkompanie des Kommandos der Patrouille des Glaciers, die Rutscher sowie freiwilligen Helfer auf die Piste Mont Lachaux. Weil die Startzeit des von St. Moritz übernommenen Super-G erst um 12 Uhr angesetzt ist, begann die vielfältige Pistenpräparierung nicht wie gestern um 4 Uhr, sondern um 6 Uhr. Der Einsatz war erneut sehr groß und beispielhaft.

Das ganze Organisationskomitee der alpinen Skirennen Crans-Montana hat sich mit der hochgeschätzten Unterstützung der Armee und des Zivilschutzes sowie im Verbund mit den Bergbahnen CMA in den letzten Jahren auf allen Ebenen stark verbessert und Swiss-Ski und sowie der FIS bewiesen, dass sie zu großen Leistungen, insbesondere auch bei schwierigen Wetterbedingungen fähig sind. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der WM-Kandidatur 2027. Der Präsident von Swiss-Ski, Urs Lehman, sagte: «Bei den Weltcuprennen erhält der Sieger resp. Siegerin 100 Punkte. Das Organisationskomitee von Crans-Montana verdient auch 100 Punkte»!

Fotos: DEPREZphoto sa, cransmontana & Patrice Clivaz

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23 Jan

Philippe Magistretti: Die WM 2027 als grosses Ziel

Wer wie OK-Präsident Marius Robyr und sein Team erfolgreich Ski-Weltcuprennen durchführen will, der braucht neben einem geeigneten Berg mit einer tollen Piste - wie es die "Mont-Lachaux" in Perfektion ist - den Bergbahnbetreiber hinter sich.

Für diesen so unabdingbaren wie geschätzten Rückhalt und Support zu Gunsten der Weltcuprennen steht auf dem Hochplateau Philippe Magistretti. Der Walliser Financier präsidiert die Unternehmensgruppe Crans-Montana-Aminona (CMA) seit 2009. Auch in dieser Zeit - genauer: ein Jahr früher - fand der Weltcup nach einem Jahrzehnt Unterbruch den Weg zurück nach Crans-Montana.

"Marius und ich sind immer voller Energie"

Für dieses Comeback, das mittlerweile zu einer neuen Ära geführt hat, seien Marius Robyr und er massgebend gewesen, sagt Philippe Magistretti. Nicht alle seien von Anfang mit der gleichen Begeisterung dabei gewesen, so der CMA-Verwaltungsratspräsident. "Doch Marius, den ich schätze und der wie ich ein Macher und immer voller Energie ist, und ich wollten unbedingt den Weltcup in unsere Region zurückholen." Gesagt, getan. Crans-Montana ist mittlerweile aus dem Weltcup-Kalender nicht mehr wegzudenken.

Magistretti betont, dass die Austragung der Rennen seine Firma einiges koste. "Die Höhe ist vor allem vom Wetter abhängig und unter anderem davon, wie viel künstlich beschneit werden muss. Ein grosser Teil der Kosten wird allerdings von den Gemeinden rückvergütet. «Dazu darf man natürlich die grossartige Werbung am TV für unsere tolle Region nicht vergessen», sagt Philippe Magistretti.

Nachhaltigkeit als Credo

Mit Marius Robyr eint Philippe Magistretti das Streben nach Höherem. "Die Ski-WM 2027 ist natürlich unser grosses Ziel. Dann wären es genau 40 Jahre her seit den unvergessenen Titelkämpfen von 1987." Zentral bei der schon lancierten Kandidatur für 2027 ist das Projekt des neuen Zielstadions. Mit Einbezug des ganzen Quartiers Barzettes sei das Ziel aller Involvierten, bei der Infrastruktur etwas "Nachhaltiges" zu schaffen, führt Magistretti aus. "Wir wollen ganz klar in etwas investieren, das nicht nur für zwei Wochen an Wettkämpfen, sondern von allen Beteiligten möglichst das ganze Jahr durch sinnvoll nutzbar ist."

DEPREZphoto sa, cransmontana

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23 Jan

Entfesselte Sofia Goggia setzt Siegesserie fort

Lara Gut-Behrami musste sich in der zweiten Abfahrt des Weltcup-Klassikers in Crans-Montana knapp um 0,27 Sekunden geschlagen geben. Aber die Doppelsiegerin vom Vorjahr hat eine absolut würdige Nachfolgerin. Sofia Goggia gewann nach dem ersten auch das zweite Rennen und feierte damit ihren vierten Abfahrtssieg in Folge. Als Dritte untermauerte Elena Curtoni die Teamstärke der Italienerinnen.  

Goggias Vorgängerin blieb die Genugtuung, hervorragend auf den Vortag, als sie als 16. sehr enttäuscht war, reagiert zu haben. Dabei waren die Voraussetzungen für sie persönlich gar nicht gut gewesen. Sie fuhr mit Rückenschmerzen. „Ich kann kaum gehen und muss hoffen, dass die Physios etwas ausrichten können.“ Im Hinblick auf den Super-G vom Sonntag 10 Uhr wäre das für sie entscheidend, da startet Lara Gut-Behrami als Nummer 1 der Disziplin in das dritte Saisonrennen.  

Ob verkürzte Windlotterie, ob reguläre Abfahrt auf der Originalstrecke Mont Lachaux, Sofia Goggia ist das Mass aller Dinge. Seit der Saisonpremiere in Val d’Isère, wo Corinne Suter triumphierte, ist die Italienerin ungeschlagen. Bei guten, für die hinteren Nummern sogar noch etwas besseren Bedingungen fuhr die 28-Jährige aus Bergamo einmal mehr wie entfesselt. „Ich bin sehr glücklich mit meiner Leistung. Ich nahm den Sieg vom Freitag als Training und habe so Energie gespart“, meinte die Seriensiegerin. Im Abfahrts-Weltcup weist sie nun 195 Punkte Vorsprung auf Breezy Johnson/USA auf, deren Serie von vier Podestplätzen mit Platz 5 gestern riss.  

Grossartige Jasmina Suter  

Direkt hinter der Amerikanerin klassierte sich die zweitbeste Schweizerin, eine Suter, überraschend aber nicht Corinne (als 8. gegenüber Freitag verbessert, aber noch nicht zufrieden), sondern Jasmina Suter. Die 25-Jährige vom Stoos nutzte ihre Streckenkenntnisse vom Europacup (Super-G-Sieg und Abfahrt-3. 2020) und lieferte als Sechste ihr bis dato klar bestes Weltcupresultat. Damit erfüllte sie wie tags zuvor Jasmine Flury und Priska Nufer, die beiden diesmal ex-aequo 14., die WM-Selektionslimite. Sie freute sich riesig: „Ich bin selber überrascht, weiss fast nicht was sagen. Ich fuhr schon öfter gute Abschnittszeiten. Diesmal ists aufgegangen. Das zeigt, dass die Spitze eng beieinander ist. An einem guten Tag ist viel möglich.“  

Das durfte auch Michelle Gisin sagen, die dank verbesserter Einstellung auf den 10. Platz fuhr und damit im grossen Duell um den Gesamt-Weltcup den Schaden gegenüber Petra Vlhova (7.) in Grenzen hielt. In den zwei Abfahrten zusammengerechnet verlor die Schweizerin 60 Punkte auf die Slowakin.  

Video: SkiActu

 

Photos:Agence-Zoom

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1. Sofia Goggia/ITA
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2. Lara Gut-Behrami/SUI
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3. Elena Curtoni/ITA
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Das Podium mit einem italienischen Akzent!

 

23 Jan

Piste bereit : super Einsatz der Helfer und des Militärs!

Kurz nach drei Uhr an diesem Morgen kam von OK-Präsident das Kommando: alle Soldaten, technischen Helfer und Rutscher um vier Uhr auf die Mont Lachaux zur möglichst perfekten Vorbereitung der Piste. Unter den Anweisungen von Renndirektor Markus Murmann, Pistenchef Patrice Morisod sowie den Sektorenchefs begannen rund 170 Personen motiviert ihre vielfältigen Arbeiten. Dazu kamen fünf Pistenfahrzeuge. Obwohl es in der Nacht nur wenig geschneit hatte, ist dieser Einsatz von großem Nutzen. Es kann den Fahrerinnen unter den aktuell herrschenden Wetterbedingungen um 10 Uhr eine wirklich rennbereite Piste präsentiert werden. Alle Mitwirkenden verdienen ein großes Lob und Dankeschön. Auch die Bergbahnen CMA, die den Transport der Leute mitten in der Nacht ermöglichten.

 

DEPREZphoto sa, cransmontana

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22 Jan

Favoritin Sofia Goggia trotzt dem Wind

Die Italienerin Sofia Goggia gewann die erste von zwei Abfahrten des Weltcup-Klassikers in Crans-Montana in 1:10, 10 Minuten 0,20 Sekunden vor der Tschechin Ester Ledecka und 0,57 vor der US-Amerikanerin Breezy Johnson. Die besten Schweizerinnen Jasmine Flury (0,95 zurück) und Priska Nufer (1,05) fuhren mit den Startnummern 27 und 29 auf die Ränge 5 und 7 vor.  

Böiger Wind beeinträchtigte die wegen nächtlichen Schneefalls schon früh um gut drei Stunden hinausgeschobene vierte Saisonabfahrt der Frauen. Nicht nur musste der Start rund 20 Fahrsekunden tiefer gelegt werden, er blies auch sehr unterschiedlich. Viele liessen sich stören, nicht so Sofia Goggia. Die Trainingsschnellste landete ihren dritten Saisonsieg, den siebenten in einer Weltcup-Abfahrt, den zehnten der Karriere insgesamt. Mit Nummer 9 ins Ziel gekommen, rätselte die 28-Jährige aus Bergamo noch, was die Zeit wohl wert sein könnte. „Es war ein ständiger Kampf ich gegen den Wind. Ich versuchte mich möglichst klein zu machen“, schilderte die Siegerin ihr Rezept.  

Welchen Einfluss der Wind genau hatte, kann nie eruiert werden. Tatsache ist, dass nur Topfahrerinnen aufs Podest stiegen. Neben der dominierenden Goggia gelang dies erstmals diesen Winter Ester Ledecka (4. der Disziplin) und – zum vierten Mal in Serie! – Breezy Johnson. Damit verdrängt die Amerikanerin im Abfahrts-Weltcup Corinne Suter vom 2. Platz. Die als 14. klar geschlagene Titelverteidigerin schien wie die im Vorjahr zweifache Siegerin Lara Gut-Behrami (16.) vom Wind besonders behelligt. Uneingeschränkt freuen konnte sich Jasmine Flury. Sechs Tage nach ihrem Europacupsieg auf der gleichen Strecke nutzte die Davoserin ihre Chance. „Anfang Saison fiel es mir schwer, in Rennen meine Leistung abzurufen. Ich bin froh, dass ich nun Spass und Lockerheit gefunden habe.“ 

In der Windlotterie ebenfalls Pech hatte Michelle Gisin (33.), welche das jüngste Duell im Kampf um den Gesamt-Weltcup geradezu krass mit 0:55 Punkte verlor. Petra Vlhova egalisierte als Vierte ihr bestes Abfahrtsresultat – vom Vorjahr in Crans-Montana! Gisin machte gute Miene zum für sie bösen Spiel: „Unser Sport findet draussen statt. Das ist das schönste daran.“ Die Engelbergerin hofft wie alle „Geschädigten“, dass bei der Neuauflage am Samstag 10 Uhr regelmässigere Bedingungen herrschen und von oben gefahren werden kann.  

Vidéo: SkiActu

 

Fotos: Agence-Zoom/DEPREZphoto sa, cransmontana

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1. Sofia Goggia/ITA
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2. Ester Ledecka/CZE
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3. Breezy Johnson/USA
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4. Petra Vlhova/SVK
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5. Jasmine Flury/SUI
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Dass Podium. Herzliche Gratulation!