4 Jun

Ski-WM-Kandidatur 2025 Crans-Montana/Wallis tritt in konkrete Phase

Im Rahmen der kürzlichen Kalender Meetings des Internationalen Ski-Verbands FIS im kroatischen Dubrovnik-Cavtat fand auch die erste Informationssitzung für die Kandidaten der Weltmeisterschaften 2025 in diversen Disziplinen statt. Im alpinen Bereich sind es bekanntlich Garmisch-Partenkirchen/GER, Saalbach-Hinterglemm/AUT und Crans-Montana. Das Kandidaturkomitee von letzterem wurde durch Dr. Urs Lehmann, Präsident Swiss-Ski und den beiden Exekutiv-Verantwortlichen Marius Robyr und Hugo Steinegger vertreten (Auftaktfoto).

Jedes Kandidaturkomitee erhielt von der FIS einen 80seitigen Fragebogen mit rund 20 Themen. So u.a. betreffend die finanzielle Unterstützung der Kandidatur, die Infrastrukturen vor Ort, Unterkunftskapazitäten, Transport, Marketing, TV/Medienbelange, Human Resources, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Die Frist für die Einreichung des sehr viele Details verlangende Dokument bei der FIS ist der 1. September 2019. Nach Prüfung des Fragebogens besucht eine Evaluationskommission der FIS die WM-Kandidaten, die im Verlaufe des Winters noch allfällig erwünschte Verbesserungen im Dossier vornehmen können. Die Wahl des WM-Ortes 2025 erfolgt durch den FIS-Vorstand während des nächstjährigen FIS-Kongress (17. bis 23. Mai) am 20. Mai im thailändischen Pattaya.

Das Kandidaturkomitee 2025 Crans-Montana/Wallis hat zur Bearbeitung des Fragebogens eine Reihe von Experten zugezogen. Unter Leitung von Marius Robyr, Exekutivdirektor des Kandidaturkomitees, fand im Zielgebäude des Stadions eine erste Sitzung mit den Experten statt. Die Kandidatur für den grossen Challenge «Ski-Weltmeisterschaften Crans-Montana/Wallis» tritt in die konkrete Phase.

Video (nur in französische Sprache): Johan Tachet, SkiActu

 

7 Mai

Exhibition Nachtslalom Männer zusätzlich zu den Weltcup- und Europacup-Rennen 2020 in Crans-Montana

Zu den nächstjährigen Ski-Weltcuprennen der Frauen in Crans-Montana mit einer Abfahrt (22. Februar) und einer Alpinen Kombination (23.2.) sowie von zwei Europacup-Abfahrten der Frauen (15./16.2.) gesellt sich ein Männer Event. Zwischen den beiden Ski-Weltcuprennen Adelboden und Wengen wird am Mittwoch, 15. Januar 2020 durch das Organisationskomitee der alpinen FIS Skirennen Crans-Montana in enger Zusammenarbeit mit den Bergbahnen CMA sowie Swiss-Ski ein Exhibition Nachtslalom in zwei Läufen organisiert.

 Eingeladen werden 25 von den besten nationalen und internationalen Weltcup-Slalomfahrern, denen auf dem spektakulären Slalomhang der Pisten Mont Lachaux und Nationale eine interessante Startmöglichkeit geboten wird. Das Preisgeld für die Aktiven wird 40´000 Schweizer Franken betragen. Vor dem Renntag am Mittwoch, 15.1. kann am Dienstag trainiert werden. Es ist das Ziel der Organisatoren, den Skifans neben den alljährlichen FIS Weltcup- und Europacuprennen auf dem Walliser Hochplateau einen weitern alpinen Top-Anlass zu bieten. Der Exhibition Slalom ist mit Blick auf die anvisierten Ski-Weltmeisterschaften Crans-Montana/Wallis ein richtungsweisender Test bezüglich Nachtrennen. Ein solcher fand als Première dieses Jahr am 16.1.2019 statt.

DEPREZphoto, cransmontana

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Das Siegerpodest bei der Première des Exhibition Nachtslaloms Männer 2019 in Crans-Montana: 1. Clément Noël (FRA), 2. Dave Ryding (GBR), 3. Julien Lizeroux (FRA), 4. Andre Myhrer (SWE), 5. Marc Rochat (SUI).

 

1 Mai

FIS Ski-WM 2025: Crans-Montana/Wallis, Garmisch-Partenkirchen und Saalbach-Hinterglemm die drei Kandidaten

Gestern Mittwoch um 24:00 Uhr war beim Internationalen Ski-Verband FIS Eingabeschluss für die Kandidaturen für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2025. Mit Crans-Montana/Wallis, Garmisch-Partenkirchen/Deutschland und Saalbach-Hinterglemm/Österreich kämpfen drei renommierte Skistationen, dass sie die prestigereichen Weltmeisterschaften im 2025 ausrichten dürfen. Dies nach den WM 2021 in Cortina d’Ampezzo und den WM 2023 in Courchevel-Méribel.

Garmisch-Partenkirchen trug in der Geschichte des alpinen Skirennsportes die Weltmeisterschaften bereits zwei Mal aus (1978 und 2011), Crans-Montana (1987) und Saalbach-Hinterglemm (1991) je einmal. Marius Robyr, Exekutiv-Direktor der WM-Kandidatur Crans-Montana/Wallis weist darauf hin, dass die Schweiz eines der traditionsreichsten Alpin-Länder ist und sich hier Crans-Montana mit den zahlreichen erfolgreich durchgeführten Rennen aller Stufen einen sehr guten Namen geschaffen hat. «Ungeachtet dass es bei WM-Vergaben politische Komponenten und die Zyklen von Ländern sowie Kontinenten gibt, wird Crans-Montana mit Unterstützung von Swiss-Ski, der Eidgenossenschaft, des Kantons Wallis, der Gemeindevereinigung ACCM und der Bergbahnen Crans-Montana CMA alles geben, damit wir diesen Gross-Event nach dem grandiosen, unvergesslichen WM-Skifest 1987 wieder erhalten», sagt der dynamische Brigadier aus Chermignon.

Die 48. Alpine Ski-Weltmeisterschaft wird 2020 beim FIS-Kongress (17. bis 23. Mai) im thailändischen Pattaya durch den FIS Council vergeben. Am 21. Mai um ca. 18:00 Uhr gibt FIS-Präsident Gian Franco Kasper das Wahlergebnis bekannt…

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9. April 2019: Übergabe der WM-Kandidatur 2025 Crans-Montana/Wallis an FIS-Präsident Gian Franco Kasper und -Generalsekretärin Sarah Lewis (Foto mitte).
11 Apr

Top News: Oesch’s die Dritten beim Ski-Weltcup 2020 Crans-Montana dabei!

Die Volksmusikfreunde dürfen sich freuen: OK-Präsident Marius Robyr und seinem Vizepräsidenten Hugo Steinegger ist es gelungen, die populärste Schweizer Volksmusikgruppe Oesch´s die Dritten zur 3. Weltcup-Party am Samstag, 22. Februar 2020 in der Tennishalle Le Régent in Crans-Montana zu verpflichten (Foto mit den Oesch’s in Champéry, ohne Mike und Urs).

Die so sympathischen Berner Oberländer Musiker reisten in diesem Frühjahr vom 16. Februar bis zum 14. April mit Riesenerfolg mit der «Wäutenbummler»-Tournée durch die Schweiz. Dies überall mit ausgebuchten Sälen. Melanie Oesch: «Das Motto «Wäutebummler» gab uns musikalisch und erzählerisch die nötigen Freiheiten. Wir lieben es, in unsere Konzerte persönliche Geschichten und Erlebnisse einfliessen zu lassen und dem Publikum vom Unterwegssein zu erzählen».

Fragt man die Fans der Oesch’s, was sie als Volksmusikgruppe so besonders und beliebt macht, so sagen sie: die Eigenart, die Vielseitigkeit, der unverkennbare Sound, das Miteinander als Familie und als Band und der nie fehlende Humor auf der Bühne.

Die Oesch’s freuen sich riesig auf den Auftritt am 22. Februar 2020 in Crans-Montana. Melanie Oesch: «Wir sind begeisterte Skifans und so ist ein Auftritt im Rahmen der Frauen Weltcuprennen etwas ganz besonderes für uns. Und dass wir am Sonntag, 23. Februar nach dem Samstagskonzert wie vor zwei Jahren kurz vor dem Super-G mit Marius Robyr die tolle Mont Lachaux-Piste runter fahren dürfen, ist einmalig und bleibt unvergesslich bei all unsern vielen nationalen und internationalen Auftritten. Im Konzert in der Tennishalle Le Régent werden wir alles geben»!

Hugo Steinegger, Manager der Weltcup-Party, empfiehlt wärmstens den Montag, 4. November 2019 im Kalender rot anzustreichen. Dann beginnt der Ticketsverkauf bei Crans-Montana Tourismus und online auf der Weltcup-Website skicm-cransmontana.ch

Ein grandioser Abend in einer bumsvollen Halle ist garantiert!

Hier der Link für einen kleinen Video-Ausschnitt aus dem Tournee-Programm „Wäutebummler“:
https://www.youtube.com/watch?v=gVWeA2QNgvY

 

Hugo et Oesch's

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8 Apr

Crans-Montana/Wallis nun offizieller Kandidat für die Ski-WM 2025

Eine Delegation von Swiss-Ski und Crans-Montana im Verbund mit dem Kanton Wallis hat am Dienstagnachmittag am Sitz des Weltverbands FIS in Oberhofen die Kandidatur des Walliser Skiorts für die alpine Ski-WM 2025 eingereicht.

Mit der Übergabe der Einstiegsgebühr (Entry Fee) und der zusätzlichen Zusicherung für 200 gesponserte Trainingstage auf dem Walliser Hochplateau, welche die FIS in der Saison 2019/20 kleineren Nationen anbieten wird, ist die WM-Kandidatur 2025 von Swiss-Ski mit Crans-Montana/Wallis als Organisator offizialisiert worden. Dazu gehören die Unterstützungsbriefe der Eidgenossenschaft, des Kantons Wallis, der Gemeindevereinigung Crans-Montana ACCM und der Bergbahnen Crans-Montana CMA.

Anwesend waren im Berner Oberland neben dem Walliser Staatsrat Frédéric Favre auch Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport, welcher die Eidgenossenschaft repräsentierte, und Yves-Roger Rey, der Generalsekretär des Gemeindevereinigung Crans-Montana. Swiss-Ski als Partner von Crans-Montana wurde repräsentiert durch Dr. Urs Lehmann, Präsident und Markus Wolf, CEO.

"Die Schweiz ist eines der traditionsreichsten Alpin-Länder. Wir kämpfen dafür, dass wir die WM schon 2025 wieder ausrichten dürfen“, so Dr. Urs Lehmann, der zugleich Vizepräsident des WM-Kandidaturkomitees ist. Dessen Exekutiv-Direktor Marius Robyr und Exekutiv-Vizedirektor Hugo Steinegger waren beim Übergabeakt in Oberhofen ebenfalls dabei. Seitens der FIS empfingen Präsident Gian Franco Kasper und Generalsekretärin Sarah Lewis mit Freude die Delegation und akzeptierten die Kandidatur.

Die Promotoren der Walliser Kandidatur haben nun drei Monate Zeit, um der FIS einen sehr ins Detail gehenden Fragebogen mit über 20 Themen zu retournieren. Im Herbst wird eine FIS-Evaluationskommission die Angaben vor Ort in Crans-Montana begutachten und überprüfen. Danach bleibt für Marius Robyr und sein Team einige Monate Zeit, um noch offene Punkte und Fragen zu klären. Im Frühjahr 2020 erfolgt schliesslich durch die Evaluationskommission die Empfehlung an das Wahlgremium, den 17 Mitglieder umfassenden FIS-Vorstand.

"Wir haben uns einen guten Namen geschaffen"

Die Zusprache der WM im Februar 2025 an Crans-Montana ist nur acht Jahre nach den Titelkämpfen in St. Moritz trotz der Vorzüge der Walliser Kandidatur eine grosse Herausforderung. Die 48. alpine Ski-WM wird Ende Mai 2020 beim FIS-Kongress im thailändischen Pattaya vergeben. Saalbach-Hinterglemm ist neben Crans-Montana der weitere Kandidat. Die Salzburger kandidieren zum zweiten Mal. Für die Austragung der WM 2023 unterlagen sie letztes Jahr der französischen Bewerbung Courchevel-Méribel. Wie Crans-Montana, wo 1987 ein grandioses Skifest mit überwältigenden Schweizer Erfolgen stattfand,war auch Saalbach-Hinterglemm schon einmal WM-Organisator (1991). Die letzten alpinen Weltmeisterschaften in Österreich fanden 2013 in Schladming statt. 

„Bei Vergaben gibt es natürlich diese politische Komponente. Nimmt man die Zeitachse und die Zyklen von Ländern und Kontinenten, die zu berücksichtigen sind, so hat Österreich die bessere Ausgangslage“, sagt Dr. Urs Lehmann. Marius Robyr ist Optimist: „Wir haben uns bei der FIS einen guten Namen geschaffen und geben alles, damit wir diesen Gross-Event erhalten. Wenn nicht 2025, dann halt 2027."

Der Walliser erwähnt den grossen Erfahrungsschatz seiner Skistation, mit den seit 2008 fast jährlich ausgetragenen Weltcup- und Europacuprennen sowie der reibungslosen Durchführung der Europacup-Finals (2009) und der Junioren-Weltmeisterschaften (2011). Mit der Piste Nationale und Mont-Lachaux, die in den letzten Jahren umfassend renoviert, ausgebaut und homologiert worden sind, gibt es zudem separate Strecken für die Männer- und Frauenrennen, die in einem gemeinsamen (und noch zu bauenden) Zielstadion enden. - Fotos: SkiActu/Keystone-sda

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Von links nach rechts: Yves-Roger Rey, Generalsekretär der Gemeindevereinigung Crans-Montana, Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport, Frédéric Favre, Walliser Staatsrat, Gian Franco Kasper, Präsident FIS, Sarah Lewis, Generalsekretärin FIS, Dr. Urs Lehmann, Präsident Swiss-Ski, Markus Wolf, CEO Swiss-Ski, Marius Robyr, Exekutivdirektor der Kandidatur Crans-Montana/Wallis und Hugo Steinegger, Vize-Exekutivdirektor.

 

Video (nur in französischer Sprache): Johan Tachet, SkiActu

 

 

24 Feb

Federica Brignone gewinnt packende Kombination vor Roni Remme und Wendy Holdener

Federica Brignone macht Azzurri-Festspiele von Crans-Montana perfekt: Am Tag nach Sofia Goggias grandiosem Erfolg in der Abfahrt doppelte ihre 28jährige Teamkollegin nach und entschied einen ausserordentlich spannenden Kombinationswettkampf, der einzige im Weltcup der Frauen in diesem Winter, 0,38 Sekunden vor der kanadischen WM-Entdeckung Roni Remme (22) und 1,04 vor Weltmeisterin Wendy Holdener für sich.

Mit ihrem dritten Kombinationssieg in Crans-Montana nach 2017 und 2018 feierte Brignone ihren insgesamt zehnten Weltcupsieg. Entsprechend glücklich äusserte sich die „Miss Crans-Montana“, die mit 132 Punkten und 47’400 Franken erfolgreichste Fahrerin des sonnigen, mit total 31'470 Schaulustigen sehr gut besuchten Wochenendes im Wallis. Ihre Freude war entsprechend gross. Mit strahlendem Gesicht meinte sie: „Ich liebe es hier, der Hang gefällt mir, der ungewöhnliche Schnee auch. Die technisch schwierige Piste enthält alles. Und der Slalom ist steil. Das kommt mir auch entgegen.“ Roni Remme, ihre grosse Herausforderin an diesem Tag, hatte auch nur Lob für die Station und alles rundum. „Ich liebe solchen Frühlingsschnee und vor allem eine solche Atmosphäre. Das hat mich richtig gepuscht“, sagte sie, die nebenher ein Universitätsstudium absolviert. 

Brignone reichte als finaler Fahrerin im Slalom die achtbeste Zeit, um die mit einer überragenden Fahrt zu Slalombestzeit in Führung liegende Roni Remme abzufangen. Die Basis hatte sie als Schnellste der Abfahrt gelegt, als sie Weltmeisterin Holdener (11.) um 1,47 Sekunden distanzierte. Das vermochte die stark umjubelte Schweizerin nicht wettzumachen. Erstaunlicherweise musste sich die Slalomspezialistin in ihrer Disziplin sogar mit der nur viertbesten Zeit hinter Remme, Nevena Ignatovic (Serbien) und Patrizia Dorsch (GER) bescheiden. Sie meinte, die Abfahrt verunsichere sie und im Slalom habe sie Mühe bekundet, nicht in Rücklage zu geraten. „Deshalb schätze ich mich glücklich mit dem Podestplatz“, sagte die Innerschweizerin, die Sotschi auslässt und eine Erholungspause einlegt.

Noch zufriedener als die geschlagene Weltmeisterin, die ihr insgesamt 30. Weltcup-Podest erreichte, konnte Rahel Kopp sein. Die 24jährige Flumserbergerin verbesserte ihr bisher bestes Karriereergebnis von einem fünften Platz in Soldeu auf den vierten Rang. Der 17. nach der Abfahrt fehlte am Ende dank fünfter Slalomzeit nur eine halbe Sekunde auf die zweifache Weltmeisterin. Wie Kopp erreichten auch Priska Nufer (8.) und Nathalie Gröbli (16.) ihre besten Weltcupresultate.

OK-Präsident zieht positive Bilanz

Als Gewinner darf sich nach stimmungsvollen Tagen mit total 31'470 Zuschauern, davon 13'000 am Samstag und 11'800 am Sonntag auf der Piste Mont Lachaux und 6'670 Personen bei den Side-Events, auch Crans-Montana fühlen. Einige Abstriche gabs wegen der für Athletinnen, Publikum und OK ärgerlichen Zeitmessungsprobleme, doch dem mochte Marius Robyr am Ende nicht mehr allzu grosse Bedeutung beimessen. „Das war eine der besten Ausgaben unter der Walliser Sonne. Es gibt nur Positives“, erklärte der OK-Präsident, „ich persönlich wüsste nicht, was wir hätten ändern können, um es besser zu machen.“ Ein besonderes Kränzchen wand der zufriedene Robyr dem Publikum: „Es hat überall eine ausserordentlich gute Stimmung produziert. Auf Wiedersehen am 22. und 23. Februr 2020 zu Abfahrt und Super-G.“

Video: Johan Tachet/Laurent Morel, SkiActu

 Fotos: DEPREZphoto, cransmontana - Agence Zoom

 

23 Feb

Die JUZI und die GENDERBÜEBU bringen die Weltcup-Party zum Kochen

Für Hunderttausende Fans sind sie ganz einfach die JUZI, „Die Jungen Zillertaler“, die mitten in ihrem 25-Bühnenjahr stehen und 35mal im Musikantenstadel und den Folgesendungen aufgetreten sind. Nachdem die Österreicher auf der Eisbahn Ycoor im Rahmen der Zeremonie mit der Preisverteilung für die Stars der Abfahrt und der Auslosung der Kombination (Abfahrt am Sonntag um 10:30 Uhr, Slalom um 13:30) ein stark bejubeltes Müsterchen ihres Könnens abgegeben hatten, liefen Die Jungen Zillertaler am Abend in der vollen Tennishalle „Le Regent“ zur Hochform auf. Die Österreicher, die in Europas Volksmusik zu den populärsten Gruppen zählen, trieben die Party-Stimmung nach der euphorisch applaudierten Vorarbeit ihrer Walliser Kollegen Genderbüebu weiter in die Höhe. Dieses Schwyzerörgeli-Quartett ist stark im Kommen; kürzlich hatten sie in der SRF1-Volksmusiksendung Viva den goldenen Award erhalten. Angesichts des durchschlagenden Erfolgs meinte Weltcup-Party-Manager Hugo Steinegger: „Volksmusik gehört zum alpinen Skizirkus. Das müssen wir weiter im Weltcup-Programm haben; Vortsetzung folgt.“ 

Video: Johan Tachet/Laurent Morel, SkiActu

Eine Zuschrift eines Weltcup-Partybesuchers, welche die Organisatoren freut

Volksmusik verbindet: Genderbüebu mit Die Jungen Zillertaler

Skirennen gehören zum Kulturgut unseres Landes. Wengen und Adelboden sind seit Jahrzehnten an der Spitze der Weltcuprennen in der Schweiz. Crans-Montana hat es geschafft, sich im Weissen Zirkus der Frauen zu etablieren. Rund um den Skisport existiert eine fantastische Volksambiance, die Jung und Alt verbindet. Ein Beispiel dafür: die Präsenz und der Erfolg der Oberwalliser Genderbüebu und der österreichischen Jungen Zillertaler bei der Ski-Weltcup-Party im frankophonen Crans-Montana.

Hugo Steinegger, als Vize-Präsident des Organisationskomitees der Weltcuprennen und Manager der Weltcup-Party hat es gewagt. Nach dem letztjährigen Erfolg mit den Oesch’s die Dritten, einem vorwiegend Französisch sprechenden Publikum eine Show anzubieten, wie sie Die Jungen Zillertaler präsentieren, ist eine echte kulturelle Herausforderung. Die Skiwelt lebt stark von der starken germanischen Präsenz. Die drei Konzerte, welche die Genderbüebu und die „JUZI“ im Kongress-zentrum Le Régent in der Weltcup-Party, im Ski Village Les Violettes und vor der Preiszeremonie auf der Eisbahn Ycoor boten, waren mitreissend.  Dies verspricht viel für das eidgenössische Volksmusikfest, das Crans-Montana im September 2019 organisiert. Die Munder Musikanten beeindruckten mit ihrer sehr kreativen Interpretation der Walliser Hymne. Die Jungen Zillertaler liessen beispielsweise das sprachgemischte Publikum beim aktuellen Hit „Der kleine Haifisch“ mitmachen. Der zweisprachige Präsentator Patrice Clivaz halfen bei solchen Momenten mit willkommenen lustigen Übersetzungen mit. - C.P.

Fotos: Luciano Miglionico

 

23 Feb

Topfavoritin Sofia Goggia siegt in grandioser Manier vor Joana Hählen und Lara Gut-Behrami

Die Italienerin Sofia Goggia, die mit Nummer 13 lange auf den Start warten musste, überwand an diesem strahlenden Frühlingsskitag alle besonderen Vorkommnisse und entschied die siebente Saisonabfahrt vor den beiden Schweizerinnen Joana Hählen und Lara Gut-Behrami für sich. Die positiv überraschende Hählen (0,36 zurück) und Gut-Behrami (0,46), die das sehr starke Heimteam anführten, mussten lange warten, bis sie wussten, was ihre Topleistungen in Zahlen wirklich wert waren. Bei ihnen lief die Uhr nach der Zieldurchfahrt weiter. Hählen erfuhr erst nach langer Verzögerung, dass sie mit Nr. 6 vor der Österreicherin Nicole Schmidhofer (Nr. 5/0,52 zurück) in Führung gegangen war. Die Tessinerin, die als Vierte im Klassement erschienen war, rückte erst nach der Siegerehrung und allen Interviews mit um 0,10 Sekunden korrigierter Zeit aufs Podest vor.  

Nach zwei Trainingsbestzeiten klar favorisiert, steigerte die 26-Jährige aus Bergamo ihre bisherige Bestmarke auf der technisch anspruchsvollen Piste Mont-Lachaux um 0,25 Sekunden auf 1:29,77 Minuten. Ihre Siegpremiere in diesem Winter (sie hatte wegen einer Verletzung die erste Saisonhälfte verpasst), ihr insgesamt sechster Weltcupsieg, war kein Selbstläufer, denn die zeitraubenden Unterbrechungen wegen des Sturzes von Weltmeisterin Ilka Stuhec (Nr. 1/Fahrfehler nach rund 50 Sekunden; beste erste Zwischenzeit) und dann Problemen der Zeitmessung machten die Piste angesichts der hohen Temperaturen sicher nicht schneller. Goggia meinte, die Leistung sei nicht die allerbeste der Woche gewesen, „aber was soll’s, Hauptsache ich habe den Sieg holen können.“ Und selbstbewusst kündigte sie gleich an, sie werde auch in den nächsten Speedrennen wieder „explodieren“ und „schnell Ski fahren“. 

Ihr strahlendstes Gesicht zeigte auch Joana Hählen. Die 27-jährige Berner Oberländerin aus der Lenk erlebte emotionalste Momente. Weil die laufende Uhr nicht anhielt, musste sie bange warten, bis sie erfuhr, dass sie die Abfahrtsweltcup führende Schmidhofer hinter sich gelassen hatte. Als es bekannt wurde, brach tosender Jubel aus. Das Warten auf den ersten Podestplatz ihrer Karriere in ihrem 68. Weltcuprennen dauerte dann freilich noch sehr lange („es standen ja noch viele Favoritinnen oben“). Ihrer Genugtuung tat’s keinen Abbruch. „Hier ist ein spezieller Ort“, meinte Hählen, die letzten April die letzte von mehreren Knieverletzungen erlitten hatte, abschliessend, „hier holte ich 2011 bei den Juniorinnen meine erste WM-Medaille und hier fuhr ich erstmals in die Top 15.“ 

Lara Gut-Behrami war schon im Hotel, als sie von der Korrektur erfuhr und ins Zielgelände zur Dopingkontrolle zurück musste. „Eine komische Situation“, lächelte sie, „das möchte ich auch nicht wieder erleben. Aber ob Dritte oder Vierte oder Fünfte, die offizielle Siegerehrung ist ja erst um 18 Uhr... – ich kann nur wiederholen, was ich gleich nach dem Rennen gesagt habe. Ich bin glücklich mit meiner Fahrt, sie ist mir zu 80 Prozent gelungen. Ich stand besser auf den Ski als zuletzt.“

Statement from Longines and Swiss Timing regarding World Cup Crans-Montana ladies' downhill

DEPREZphoto, cransmontana
Agence Zoom

 

23 Feb