2 Apr

Ski-Weltcup 2022 Crans-Montana: optimistische Organisatoren mit Melanie Oesch

Die Organisatoren der Ski-Weltcuprennen 2022 in Crans-Montana hoffen sehr, dass der Event am 26./27. Februar wieder mit Zuschauern durchgeführt werden kann. Die drei Geisterrennen im letzten Januar waren betreffend Ausrichtung sowie den nationalen und internationalen TV-Ratings zwar ein beachtlicher Erfolg, doch die Ambiance mit den Skifans und dem traditionellen vielseitigen Rahmenprogramm fehlte enorm.

Bezüglich letzteres wird erfreulicherweise am Samstag, 26. Februar 2022 die populärste Schweizer Volksmusikgruppe Oesch’s die Dritten bei der Weltcup-Party in der Tennishalle ihre vielversprechende neue Show präsentieren. Selbstredend vorausgesetzt, dass Covid nicht ein Veto einlegt.

Melanie Oesch und Weltcup-Party-Organisator Hugo Steinegger (Auftaktfoto) zeigen sich nach der Vertrags-Unterzeichnung mit den Oesch’s optimistisch gestimmt für das tolle Skifest. Die auch in der Westschweiz so beliebten Musiker aus dem Berner Oberland bieten übrigens ihren Fans eine sehr sympathische Oster-Überraschung an.

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22 Mrz

Dank von Swiss-Ski für Europacup-Engagement von Crans-Montana

Marte Monsen (Norwegen) und Maximilian Lahnsteiner (Österreich) heissen die Europacupsieger 2020/21 bei den Frauen und den Männern. Die 21jährige Norwegerin ist Slalomspezialistin, der 24jährige Österreicher ist Speedfahrer.  

Die besten Schweizer Platzierungen in den Europacup-Gesamtwertungen holten Ralph Weber (4.) respektive Simone Wild (9.) beim weiblichen Geschlecht heraus. Wichtiger aber ist, was Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski in den einzelnen Disziplinen erreichten. Drei Schweizerinnen und vier Schweizer sicherten sich dank Top-3-Schlussklassierungen für die Olympiasaison 2021/22 fixe persönliche Startplätze im nächsten Weltcup. Geschafft haben dies: Die 25jährige Jasmina Suter, die 23jährige Stephanie Jenal (1. und 2. im Super-G) und die 27jährige Simone Wild (2. Riesenslalom) bei den Frauen sowie der 26jährige Stefan Rogentin, der 27jährige Ralph Weber (1. und 2. im Super-G), der 23jährige Semyel Bissig (2. Riesenslalom) und der 28jährige Marc Rochat (3. Slalom) bei den Männern.  

Sieben Fixplätze ergeben eine sehr erfreuliche, überdurchschnittlich gute Bilanz. Im Vorjahr waren es nur drei Fixplätze gewesen (Rahel Kopp  Abfahrt, Jasmina Suter Super-G und Semyel Bissig Kombination). Auch wenn anzumerken bleibt, dass alle des genannten Septetts bereits in den Weltcup-Startlisten unter den Top-60 figurieren (was massgebend ist für die Anzahl Startplätze, die Swiss-Ski zur Verfügung stehen), sind im Europacup eroberte Fixplätze sehr wertvoll. Denn: sie sind zusätzlich – und deshalb wichtig, auch wenn sie keine neuen Namen aus dem Nachwuchsbereich betreffen.

Swiss-Ski-Alpin-Direktor Walter Reusser jedenfalls ist sehr zufrieden mit der Ausbeute und sagt: „Zwei Plätze mehr hilft extrem. Gerade im Super-G, wo wir sehr erfolgreich sind und kein Platz für Junge ist, gibt das Luft. Es schafft Einsatzmöglichkeiten für jüngere Athletinnen und Athleten.“  

Der Europacup, diese zweithöchste Stufe des alpinen Rennsports, umfasste im Winter 20/21 insgesamt 56 Rennen, 30 für die Männer und 26 für die Frauen. Davon fanden 13 in der Schweiz statt (Zinal 8, Meiringen-Hasliberg 2, Melchsee-Frutt 2, Crans-Montana 1 (die zweite Abfahrt musste konnte in Folge von zu viel Neuschnee nicht durchgeführt werden)

Derweil die Männer ein recht ausgeglichenes Programm hatten (6 Abfahrten, 7 Super-G, je 8 Riesenslaloms und Slaloms, 1 Kombination), war der Kalender der Frauen bei nur 3 Abfahrten und 4 Super-G, jedoch 10 Riesenslaloms und 9 Slaloms, extrem Technik lastig. So trat umso klarer zutage, dass Swiss-Ski im Torlauf Nachholbedarf hat. Alpin-Direktor Reusser: „In den technischen Disziplinen ist die Dichte geringer. Daran arbeiten wir intensiv. Der Plan ist, in allen Disziplinen starke Teams zu haben. Nur so hat man Chancen, den Nationencup gewinnen.“ Total zehn Europacup-Rennsiege feiern durften drei Schweizerinnen (Stephanie Jenal, Jasmine Flury, Jasmina Suter) und sieben Schweizer (Justin Murisier, Ralph Weber, Joel Lütolf, Lars Rösti, Josua Mettler, Semyel Bissig, Stefan Rogentin). Sieben dieser Siege resultierten auf Schweizer Pisten (sechs in Zinal, einer in Crans-Montana).  

Die Stärke der Schweiz im Speedbereich hängt nach Ansicht von Walter Reusser direkt mit dem Einsatz der Schweizer Ski-Stationen zusammen. Er lobt, „es ist sehr erfreulich, viele Europacuprennen in der Schweiz zu haben. Das schafft Plattformen für die nächste Generation. Crans-Montana als Veranstalter von Weltcup, Europacup und Trainings gebührt grosser Dank. Swiss-Ski schätzt enorm, dass Crans-Montana seit seiner im 2008 begonnenen neuen Weltcup-Ärea alljährlich Europacuprennen organisiert und 2009 mit großem Erfolg auch die Europacup-Finals.»

DEPREZphoto sa, cransmontana

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Dank ihres Abfahrtssieges in Crans-Montana wurde die Bündnerin Jasmine Flury Fünfte im Abfahrts-Europacup 2020/21


Die Top-3 im Europacup 2020/21 (plus beste SchweizerInnen)
  

Frauen  

Gesamt (26 Rennen): 1. Marte Monsen NOR  591. 2. Andreja Slokar SLO  553. 3. Jessica Hilzinger GER  522. – 9. Simone Wild 382.  

Abfahrt (3): 1. Lisa Grill AUT  280. 2. Nadine Fest AUT   160. 3. Vanessa Nussbaumer AUT  114. – 5. Jasmine Flury 100. 8. Stephanie Jenal 84. 9. Noémie Kolly 79. 10. Rahel Kopp 76. 14. Katja Grossmann 51. 15. Delia Durrer 50.  

Super-G (4): 1. Jasmina Suter SUI  252. 2. Stephanie Jenal SUI  250. 3. Julia Pleshkova  RUS  180. – 5. Rahel Kopp 149. 13. Delia Durrer 80.  

Riesenslalom (10): 1. Marte Monsen NOR  553. 2. Simone Wild SUI 382. 3. Hilma Loevblom SWE  350. – 23. Vanessa Kasper 107. 24. Selina Egloff 106. 26. Viviane Haerri 102. 27. Camille Rast 88.  

Slalom (9): 1. Andreja Slokar SLO  465. 2. Lara Della Mea ITA  341. 3. Sara Rask SWE 297. – 22. Selina Egloff 111. 35. Camille Rast 60.  

Männer  

Gesamt (30): 1. Maximilian Lahnsteiner AUT  692. 2. Raphael Haaser AUT  668. 3. Dominik Raschner AUT   570. – 4. Ralph Weber 496. 5. Stefan Rogentin 429. 9. Lars Rösti 360.  

Abfahrt (6): 1. Victor Schuller FRA  334. 2. Maximilian Lahnsteiner AUT  319. 3. Erik Arvidsson USA  285. – 6. Yannick Chabloz 175. 7. Ralph Weber 160. 8. Lars Rösti und Gilles Roulin je 147.  

Super-G (7): Stefan Rogentin SUI  328. 2. Ralph Weber SUI  325. 3. Roy Piccard  FRA 305. – 6. Lars Rösti 213. 7. Nils Mani 179. 8. Arnaud Boisset 164. 11. Josua Mettler 136. 14. Alexis Monney 128.  

Riesenslalom (8): 1. Dominik Raschner AUT  353. 2. Semyel Bissig SUI  301. 3. Timon Haugen NOR  300. – 20. Cédric Noger 104.  

Slalom (8): 1. Billy Major GBR  258. 2. Anton Tremmell GER  248. 3. Marc Rochat  SUI  237. – 14. Dionys Kippel 149. 15. Noel von Grünigen 143. 17. Joel Lütolf 126.  

Kombination (1): 1. Joel Lütolf SUI  100. 2. Florian Loriot FRA  80. 3. Luca Aerni SUI 60.   

21 Mrz

Unsere Botschafterin Michelle Gisin: „Einer meiner grössten Träume“

Die Dritte im Gesamt-Weltcup, die so charismatische und geschätzte Botschafterin der WM-Kandidatur 2027 von Crans-Montana, hat diesen Winter weitere Fortschritte erzielt. Sie brilliert in allen Disziplinen. Ihre Zukunft ist verheissungsvoll.   

Beim Zeremoniell für die Gesamtbesten steigt Michelle Gisin an diesem den Weltcup abschliessenden Sonntag in Lenzerheide mit starken Emotionen auf die dritte Stufe. Obwohl mittlerweile ans Protokoll von Ehrungen gewöhnt, will die Obwaldnerin versehentlich zuerst auf das zweite Treppchen. Das ist vielleicht nur die Zukunft vorweggenommen – so stetig führt ihr Weg seit Jahren nach oben. Lange hat sie diesen Winter mit Petra Vlhova um die Spitzenposition gekämpft, ehe sie die Slowakin enteilen und die im Endspurt phänomenale Lara Gut-Behrami vorbeiziehen lassen musste.  

Zumindest im Weltcup ist es nichtsdestotrotz die bisher beste Saison von „Micken“. Mit ihrem sympathischen, entwaffnenden Lächeln enthüllt sie, „auf dieses Podest zu steigen, löst sehr starke Gefühle aus. Seit meiner frühen Kindheit träume ich davon. Als ich den Riesenslalom beendet hatte, empfand ich sehr viel, gerade auch, weil ich den Moment mit meiner Familie teilen konnte. Auf diesem Podest zu stehen, dazu Vierte im Slalom und Riesenslalom zu sein, macht mich stolz. Das ist wirklich schön.“ 

Trotz Müdigkeit brillant  

Nach einem schwierigen Abstecher nach Åre gelang es Michelle Gisin, die finale Woche im Bündnerland mit zwei guten Ergebnissen zu beenden. Im Slalom stieg sie – zum sechsten Mal in dieser Saison! – aufs Podest, den Riesenslalom schloss sie als Fünfte ab. Sie verspüre eine gewaltige Müdigkeit, gab die Engelbergerin unumwunden zu, „das war eine unglaubliche Saison, die mit einem schönen Resultat zu Ende geht. Ich musste richtig kämpfen, die Verhältnisse am Sonntag waren so intensiv, so schwierig. Schon der Samstag war sehr speziell gewesen, ich bin erstmals in der Schweiz im Slalom aufs Podest gefahren. Das ist wunderbar.“   

Es ist in der Tat schwierig, im Gespräch mit der Schwester von Dominique und Marc Gisin etwas Negatives auszumachen. „Mir ist diesen Winter im Riesenslalom mit den ersten Podiums ein grosser Schritt nach vorn gelungen und im Slalom viermal aufs Podest zu fahren, hat grossen Wert“, freut sie sich. „Zudem habe ich im Speed ein ausgezeichnetes Gefühl und das Vertrauen wiedergefunden. Das ist genial, denn jedes Mal am Start konnte ich mir sagen, du kannst etwas Gutes schaffen. Das ist ein ausserordentliches Gefühl.“   

Die grosse Kugel im Visier?  

Michelle Gisin immer präsent zu sehen, und das in allen Disziplinen, dafür hätte man vor einem Jahr sofort unterschrieben – und zwingt auch zur Gratulation an Denis Wicki, ihren Trainer. Sie hat wirklich starke Leistungen aneinandergereiht. Das erlaubt es, nächsten Winter vom grossen Kristall zu träumen. „Es ist wichtig, dass ich weiter Fortschritte erziele“, bestätigt Michelle Gisin, „dabei denke ich nicht primär an Resultate, sondern an Leistungen.“  

Denis Wickis Plan für den Gipfelsturm sieht vor, mehr Siege einzufahren. „Hier gibt es einen Unterschied zu den zwei Besten“, räumt die Kombinations-Olympiasiegerin ein. „Man muss auch im Speed ein gutes Niveau aufweisen. Aber wie ich es oft wiederhole: die grosse Kugel ist kein Ziel, viel eher ein Traum. Es gibt zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen, als dass man sagen könnte, ich werde das erreichen. Ich will einfach auf meinem höchsten Niveau Ski fahren.“  

Denis Wicki präzisiert seine Sicht: „Michelle muss in den Disziplinen gewinnen, die sie am besten kann, derzeit Riesenslalom und Slalom. Da muss sie mehrmals siegen und dann Speedrennen bestreiten, wenn es die Umstände erlauben. Erst dann hat sie das Gesamtpaket, um die grosse Kugel zu holen, nicht vorher. Die Zielvorgabe für das nächste Jahr ist da. Wir haben bereits davon gesprochen. Wir wissen, wohin wir gehen.“  

Übrigens: Um die nächste Saison vorzubereiten ist im Sommer eine Argentinienreise nach Cerro Castor, nahe bei Ushuaïa, mit verschiedenen Schweizer Athletinnen bereits vorgesehen. Wenn es die Corona-Pandemie denn erlaubt.  

Fotos: Agence Zoom

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25 Jan

Ein grosser DANK an alle!

Inserat "Remerciements" im Le Nouvelliste vom 26.1.2021

2021-01-25 Remerciements

25 Jan

Urs Lehmann: "100 Punkte für WM-Kandidat Crans-Montana"

In der Woche vor Crans-Montana hatte Swiss-Ski die Absage der Lauberhorn-Rennen in Wengen verkraften müssen. Verbandspräsident Urs Lehmann fiel deshalb ein Stein vom Herzen, dass der Frauen-Klassiker am Mont Lachaux in den vergangenen Tagen wie geplant stattfinden konnte. 

"Darüber bin ich ebenso glücklich wie dankbar. Wir allen wissen, dass wir uns momentan in einem Grenzbereich bewegen. Auch in der Schweiz kommt vieles zum Stillstand. Doch wir geniessen das Privileg, dass wir unseren Sport weiter ausüben dürfen. Danke Crans-Montana, dass ihr das so gut hingebracht habt", so Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann erleichtert.

Top-Einsatz vom OK-Präsident bis zum Rutscher

Der ehemalige Abfahrts-Weltmeister aus dem Aargau, der seit 2008 an der Verbandsspitze steht, hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Doch am Samstagmittag, unter strahlend blauem Himmel auf dem Walliser Hochplateau und nach einem tollen Abfahrts-Rennen mit starken Schweizer Athletinnen, zeigte sich Lehmann regelrecht enthusiastisch: "Die Siegerin, also Sofia Goggia, erhielt für ihre Top-Fahrt 100 Punkte. Aber heute hat sich insbesondere auch Crans-Montana für den geleisteten Effort 100 Punkte verdient. Der Einsatz von allen, angefangen beim OK-Präsidenten Marius Robyr bis hin zu den enorm vielen und motivierten Helfern und Rutschern, war ganz einfach top." 

An schwierigen Tagen wie diesen stelle sich auch heraus, ob ein Organisator einer WM würdig sei, bemerkt Lehmann. Da gebe es für ihn, so fügt der Swiss-Ski-Boss an, in Bezug auf die Walliser Kandidatur für die Titelkämpfe 2027 keine zwei Meinungen: "Crans-Montana hat ein weiteres Mal seine eindrücklichen Fähigkeiten gezeigt und für die WM 2027 seine Visitenkarte abgegeben." 

Nächster Schritt: WM-Kandidatur 2027 offizialisieren

Enorm sympathisch sei es, so Marius Robyr, "von Urs Lehmann solch nette Worte zu hören. Wir geben immer unser Bestes. Schön, wenn dann die Reaktionen so positiv ausfallen." Diesen Schwung will der OK-Präsident der Weltcuprennen, der zugleich auch Exekutiv-Direktor der WM-Kandidatur ist, nutzen.In wenigen Wochen soll die bereits lancierte Kandidatur für 2027 offiziell beim Weltverband FIS und dessen Präsidenten Gian Franco Kasper deponiert werden. Die Vergabe der WM, es wäre die zweite in Crans-Montana nach 1987, soll am FIS-Kongress im Mai 2022 in Portugal erfolgen.

Video: SkiActu

 

24 Jan

Marius Robyr: "sehr positive Bilanz"

Trotz den keineswegs idealen Wetter-Bedingungen konnten alle drei geplanten Weltcup-Speedrennen in Crans-Montana stattfinden. "Wenn man mir das vor einer Woche gesagt hätte, dann hätte ich das kaum geglaubt. Ich hätte sogar mit jedem eine Wette dagegen abgeschlossen", gibt OK-Präsident Marius Robyr zu.

Man habe, so der Patron des Frauen-Klassikers in Crans-Montana, wie "verrückt gearbeitet, um diese drei Rennen zu ermöglichen". Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weltcup-Woche mit dem Super-G zeigt sich Robyr deshalb umso glücklicher: "Meine Bilanz fällt extrem positiv aus. Darob vergisst man fast die grosse Müdigkeit, die sich angesammelt hat."

Super Rennen als Belohnung für nächtlichen Effort

Ein Tag der diesjährigen Austragung blieb ihm besonders in Erinnerung. Robyr nennt den Samstag als exemplarischen Tag, um die hervorragende Arbeit seines ganzen Teams zu illustrieren: "Tagwache war um 03.00 Uhr. Eine Stunde später waren 180 Personen am Berg im Einsatz. Zunächst wurde die Piste vom Neuschnee befreit, danach präpariert." Dieser nächtliche Effort lohnte sich, so Robyr, "denn wir hatten eine super Abfahrt, bei welcher sich sogar noch die Sonne zeigte."

An diesem Samstag hätten sich auch klar die gemachten Fortschritte in der Organisation gezeigt, streicht der immer voller Energie wirkende Brigadier heraus. "Wir haben nun ein aussergewöhnliches Team, das hart arbeitet, und ein Organisationskomitee, das richtig gut zusammengewachsen ist und am gleichen Strick zieht. Wenn ich das Resultat sehe, so könnte ich nicht zufriedener sein."

Robyrs Dank an alle Partner und Helfer

Robyrs Dank geht aber insbesondere auch an "Armee und Zivilschutz, denn ohne sie wäre es ganz, ganz schwierig, Weltcuprennen austragen zu können". Ein zentraler Partner im ganzen Gefüge seien natürlich auch die Bergbahnen. "Wenn ich bei der CMA anrufe und sage, wir brauchen um 04.00 Uhr morgens den Lift und noch weitere Hilfe, dann heissts: 'Kein Problem.' Ein Bravo also auch ihnen!"

Und der OK-Präsident vergisst auch nicht, "der Gemeinde-Vereinigung ACCM, die voll hinter uns steht und uns finanziell stark unterstützt" zu danken. Bemerkenswerte Unterstützung erfahren die Weltcuprennen in Crans-Montana zudem "durch den Kanton Wallis mit der Wirtschaftsförderung, dem Sport-Fonds und der Lotterie Romande. Ein grosses Merci auch an Swiss-Ski, die FIS, den Hostbroadcaster RTS, die treuen Partner und Sponsoren sowie die Medien.

Video: SkiActu

 

DEPREZphoto sa, cransmontana

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24 Jan

Lara Gut-Behrami setzt tollen Schlusspunkt

Krönender Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Crans-Montana: Bei Sonnenschein und perfekten Pistenbedingungen lieferte Lara Gut-Behrami im Super-G eine brillante Leistung ab. Die Schweizerin siegte in 1:15,63 Minuten 0,93 Sekunden vor Tamara Tippler/AUT und 1,02 vor Federica Brignone/ITA. Sehr gut in Szene setzten sich auch Priska Nufer (6.), Corinne Suter (9.), Joana Hählen (11.) und Noémie Kolly (12.).  

Was hatte Mitfavoritin Lara Gut-Behrami nach ihrem famosen zweiten Rang in der zweiten Abfahrt doch über Rückenschmerzen geklagt! Sie könne nicht normal gehen, brauche dringend physiotherapeutische Hilfe. Am strahlend schönen Sonntag war von den körperlichen Problemen nichts mehr zu sehen. Die Schweizerin fuhr am Mont Lachaux von Start bis Ziel mit maximalem Engagement, mit Mut und Köpfchen. Sie konnte die Beschwerden ausblenden. Eine gewisse Angst blieb selbst nach dem Sieg, sie müsse das totale Vertrauen in ihren Körper erst wieder finden, meinte die glückliche Siegerin.   

Gut-Behrami riskierte ohne zu driften viel, aber nirgends zuviel. Das war der grosse Unterschied zu vielen ihrer schärfsten Rivalinnen. Von den ersten Vier der Startliste erreichte nur Michelle Gisin das Ziel. Am Ende blieb der Engelbergerin aber nur der 29. Rang, womit sie auf die ausgeschiedene Weltcup-Führende Petra Vlhova nur zwei Punkte gutmachen konnte. Zu den Ausgeschiedenen gehörten auch die Italienerinnen Sofia Goggia und Elena Curtoni, die am Samstag mit Gut-Behrami das Podest bestiegen hatten. Die Siegerin war fast überall die Schnellste und feierte überlegen ihren insgesamt 28. Weltcupsieg, den 14. im Super-G. Sie ist die Erfolgreichste unter den Aktiven und baute die Führung im Super-G-Weltcup deutlich aus.   

Die 29-jährige Tessinerin führte ein mehr als solides, starkes Swiss-Ski-Team an, das zu fünft in den Top 15 vertreten war. Die bemerkenswertesten Fahrten gelangen dabei nicht der nach wie vor etwas verunsicherten Corinne Suter (9.), sondern Priska Nufer (6.) und vor allem der jungen Greyerzerin Noémie Kolly, die mit Nummer 44 auf Rang 12 vorfuhr. Sie zeigte – wie die Österreicherin Christine Scheyer (5. mit Nr. 33) – was auf der dank viel Nachtarbeit hervorragenden Piste bis zum Schluss möglich war und der Organisation das beste Zeugnis ausstellte.

Acht Schweizer Fahrerinnen holten 579 Punkte  

Zahlen sind Fakten: Nachdem Lara Gut-Behrami mit ihrer brillanten Siegesfahrt im Super-G des Frauen-Klassikers in Crans-Montana für den würdigen Abschluss eines grossartigen Weltcup-Wochenendes gesorgt hatte, ist Raum für ein paar Zahlenspiele.  

• Swiss-Ski holte in den drei Rennen (zwei Abfahrten + Super-G) total 579 Punkte (138+216+225). Besser war nur Italien mit 622 (3. Österreich 406). Damit behauptete SUI mit nun 2842 Punkten im Nationencup der Frauen die Führung, auch wenn sie gegenüber ITA – vor dem Riesenslalom am Dienstag in Kronplatz – auf 242 Punkte schmolz.   

• In jedem der drei Rennen punkteten jeweils sieben Swiss-Ski-Fahrerinnen.  

• Die Rangliste der insgesamt acht am Punktesegen beteiligten Athletinnen:  

1. Lara Gut-Behrami* 195. 2. Priska Nufer* 94. 3. Corinne Suter* 79. 4. Jasmine Flury 63. 5. Jasmina Suter* 55. 6. Joana Hählen 33. 7. Noémie Kolly* 32. 8. Michelle Gisin 28. (* = punkteten je dreimal).  

• In der Abfahrt (5 Rennen) führt Italien mit 996 Punkten klar vor der Schweiz (839) und Austria (559). Im Super-G (3 Rennen) liegt die Schweiz mit 658 Punkten ebenso klar voran; Italien (498) und Österreich (435) folgen.  

• Und noch etwas: Das Weekend ergab mit Flury in der Abfahrt, Nufer in Abfahrt und Super-G und Jasmina Suter im Super-G vier erstmals erfüllte WM-Selektionswerte.  

 Photos: Agence Zoom & DEPREZphoto sa, cransmontana

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 1. Lara Gut/SUI
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 2. Tamara Tippler/AUT
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3. Federica Brignone/ITA 
 podium
 Das Podium.

 

Vidéo: SkiActu

 

 

24 Jan

Frédéric Favre: "Wir unterstützen die WM-Kandidatur proaktiv"

Staatsrat Frédéic Favre tauchte in den vergangenen Jahren immer gerne direkt vor Ort in die tolle Ambiance der Weltcuprennen in Crans-Montana ein. Die Emotionen der Zuschauer und aller Beteiligten zu spüren, wäre ihm heuer ebenfalls wichtig gewesen. Da aber der Frauen-Klassiker am Mont Lachaux dieses Mal ganz ohne Zuschauer stattfand, wurde auch der Walliser Sportminister zum neugierigen TV-Konsument.

"Ich schaute vor allem die Abfahrt am Freitag, die aus Schweizer Sicht etwas enttäuschend verlief. Doch am Samstag kam ja dann die erfreuliche Reaktion", so Frédéric Favre, der im gleichen Atemzug auch das "enorme Engagement der Organisatoren und ihrer Helfer" lobend erwähnte. Dass mitten in der Nacht 170 Leute aufstehen und die verschneite Piste wieder in Ordnung bringen, "steht exemplarisch für die Begeisterung in Crans-Montana für diese Rennen", so der äusserst sport-affine Walliser.

"Das Wallis ist fähig, diese WM zu organisieren"

"Das Organisationskomitee um Präsident Marius Robyr bewältigt und adaptiert jede Situation mit Schwung. Genau das braucht es, wenn man Weltcuprennen oder eben sogar eine Weltmeisterschaft austragen will." Mit dieser Aussage liefert Favre gleich selber das nächste Stichwort: die WM-Kandidatur von Crans-Montana/Wallis für das Jahr 2027. "Der Kanton Wallis ist fähig, diese Titelkämpfe zu organisieren. Da mache ich mir absolut keine Sorgen. Mit einer Ski-WM erhielte das Wallis weltweit beste Werbung."

Herr Favre, in welcher Rolle sehen Sie also den Kanton Wallis? "Ganz klar als Unterstützer des Organisationskomitees. Da geht es einerseits um finanzielle Zuwendungen, die zu bewilligen in der Kompetenz des Staatsrats liegen. Andrerseits geht es auch um die Förderung von zukunftsgerichteter und nachhaltiger Sport-Infrastruktur."

Das in der jetzigen Legislatur in Kraft gesetzte Walliser Sportgesetz erlaube bei Projekten wie zum Beispiel der geplanten multifunktionalen Zielarena im Gebiet Les Barzettes eine Beteiligung des Kantons von 20 bis 30 Prozent, sagt Favre. "Die Abklärungen dazu sind im Gange."

Ganz wichtig ist die politische Unterstützung

Und keinesfalls zu unterschätzen, das habe er in Gesprächen mit Vertretern von internationalen Sportverbänden immer wieder bemerkt, sei bei Kandidaturen für solche Gross-Events die politische Unterstützung, betont Favre. "Um dem OK zu helfen, habe ich als Sportminister den FIS-Vertretern unsere proaktive Unterstützung gerne kundgetan."

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Flashback Ski-WM 2019 Åre: Blumen für Kombi-Weltmeisterin Wendy Holdener überreicht durch Staatsrat Frédéric Favre.

 

24 Jan

Effizientes Pisten-Team!

Das technische Team des Weltcup-Organisationskomitees ist nicht zu beneiden: zum x-ten mal in den letzten zwei Wochen gab es auch in der Nacht von gestern Samstag auf heute Sonntag Neuschnee (am Berg gut 20 cm). Wiederum beorderte OK-Präsident Marius Robyr die ganze Truppe mit rund 180 Personen – Soldaten des Schüzenbataillons 14/Einheit Genf und der Einsatzkompanie des Kommandos der Patrouille des Glaciers, die Rutscher sowie freiwilligen Helfer auf die Piste Mont Lachaux. Weil die Startzeit des von St. Moritz übernommenen Super-G erst um 12 Uhr angesetzt ist, begann die vielfältige Pistenpräparierung nicht wie gestern um 4 Uhr, sondern um 6 Uhr. Der Einsatz war erneut sehr groß und beispielhaft.

Das ganze Organisationskomitee der alpinen Skirennen Crans-Montana hat sich mit der hochgeschätzten Unterstützung der Armee und des Zivilschutzes sowie im Verbund mit den Bergbahnen CMA in den letzten Jahren auf allen Ebenen stark verbessert und Swiss-Ski und sowie der FIS bewiesen, dass sie zu großen Leistungen, insbesondere auch bei schwierigen Wetterbedingungen fähig sind. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei der WM-Kandidatur 2027. Der Präsident von Swiss-Ski, Urs Lehman, sagte: «Bei den Weltcuprennen erhält der Sieger resp. Siegerin 100 Punkte. Das Organisationskomitee von Crans-Montana verdient auch 100 Punkte»!

Fotos: DEPREZphoto sa, cransmontana & Patrice Clivaz

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23 Jan

Philippe Magistretti: Die WM 2027 als grosses Ziel

Wer wie OK-Präsident Marius Robyr und sein Team erfolgreich Ski-Weltcuprennen durchführen will, der braucht neben einem geeigneten Berg mit einer tollen Piste - wie es die "Mont-Lachaux" in Perfektion ist - den Bergbahnbetreiber hinter sich.

Für diesen so unabdingbaren wie geschätzten Rückhalt und Support zu Gunsten der Weltcuprennen steht auf dem Hochplateau Philippe Magistretti. Der Walliser Financier präsidiert die Unternehmensgruppe Crans-Montana-Aminona (CMA) seit 2009. Auch in dieser Zeit - genauer: ein Jahr früher - fand der Weltcup nach einem Jahrzehnt Unterbruch den Weg zurück nach Crans-Montana.

"Marius und ich sind immer voller Energie"

Für dieses Comeback, das mittlerweile zu einer neuen Ära geführt hat, seien Marius Robyr und er massgebend gewesen, sagt Philippe Magistretti. Nicht alle seien von Anfang mit der gleichen Begeisterung dabei gewesen, so der CMA-Verwaltungsratspräsident. "Doch Marius, den ich schätze und der wie ich ein Macher und immer voller Energie ist, und ich wollten unbedingt den Weltcup in unsere Region zurückholen." Gesagt, getan. Crans-Montana ist mittlerweile aus dem Weltcup-Kalender nicht mehr wegzudenken.

Magistretti betont, dass die Austragung der Rennen seine Firma einiges koste. "Die Höhe ist vor allem vom Wetter abhängig und unter anderem davon, wie viel künstlich beschneit werden muss. Ein grosser Teil der Kosten wird allerdings von den Gemeinden rückvergütet. «Dazu darf man natürlich die grossartige Werbung am TV für unsere tolle Region nicht vergessen», sagt Philippe Magistretti.

Nachhaltigkeit als Credo

Mit Marius Robyr eint Philippe Magistretti das Streben nach Höherem. "Die Ski-WM 2027 ist natürlich unser grosses Ziel. Dann wären es genau 40 Jahre her seit den unvergessenen Titelkämpfen von 1987." Zentral bei der schon lancierten Kandidatur für 2027 ist das Projekt des neuen Zielstadions. Mit Einbezug des ganzen Quartiers Barzettes sei das Ziel aller Involvierten, bei der Infrastruktur etwas "Nachhaltiges" zu schaffen, führt Magistretti aus. "Wir wollen ganz klar in etwas investieren, das nicht nur für zwei Wochen an Wettkämpfen, sondern von allen Beteiligten möglichst das ganze Jahr durch sinnvoll nutzbar ist."

DEPREZphoto sa, cransmontana

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