Dank von Swiss-Ski für Europacup-Engagement von Crans-Montana

Marte Monsen (Norwegen) und Maximilian Lahnsteiner (Österreich) heissen die Europacupsieger 2020/21 bei den Frauen und den Männern. Die 21jährige Norwegerin ist Slalomspezialistin, der 24jährige Österreicher ist Speedfahrer.  

Die besten Schweizer Platzierungen in den Europacup-Gesamtwertungen holten Ralph Weber (4.) respektive Simone Wild (9.) beim weiblichen Geschlecht heraus. Wichtiger aber ist, was Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski in den einzelnen Disziplinen erreichten. Drei Schweizerinnen und vier Schweizer sicherten sich dank Top-3-Schlussklassierungen für die Olympiasaison 2021/22 fixe persönliche Startplätze im nächsten Weltcup. Geschafft haben dies: Die 25jährige Jasmina Suter, die 23jährige Stephanie Jenal (1. und 2. im Super-G) und die 27jährige Simone Wild (2. Riesenslalom) bei den Frauen sowie der 26jährige Stefan Rogentin, der 27jährige Ralph Weber (1. und 2. im Super-G), der 23jährige Semyel Bissig (2. Riesenslalom) und der 28jährige Marc Rochat (3. Slalom) bei den Männern.  

Sieben Fixplätze ergeben eine sehr erfreuliche, überdurchschnittlich gute Bilanz. Im Vorjahr waren es nur drei Fixplätze gewesen (Rahel Kopp  Abfahrt, Jasmina Suter Super-G und Semyel Bissig Kombination). Auch wenn anzumerken bleibt, dass alle des genannten Septetts bereits in den Weltcup-Startlisten unter den Top-60 figurieren (was massgebend ist für die Anzahl Startplätze, die Swiss-Ski zur Verfügung stehen), sind im Europacup eroberte Fixplätze sehr wertvoll. Denn: sie sind zusätzlich – und deshalb wichtig, auch wenn sie keine neuen Namen aus dem Nachwuchsbereich betreffen.

Swiss-Ski-Alpin-Direktor Walter Reusser jedenfalls ist sehr zufrieden mit der Ausbeute und sagt: „Zwei Plätze mehr hilft extrem. Gerade im Super-G, wo wir sehr erfolgreich sind und kein Platz für Junge ist, gibt das Luft. Es schafft Einsatzmöglichkeiten für jüngere Athletinnen und Athleten.“  

Der Europacup, diese zweithöchste Stufe des alpinen Rennsports, umfasste im Winter 20/21 insgesamt 56 Rennen, 30 für die Männer und 26 für die Frauen. Davon fanden 13 in der Schweiz statt (Zinal 8, Meiringen-Hasliberg 2, Melchsee-Frutt 2, Crans-Montana 1 (die zweite Abfahrt musste konnte in Folge von zu viel Neuschnee nicht durchgeführt werden)

Derweil die Männer ein recht ausgeglichenes Programm hatten (6 Abfahrten, 7 Super-G, je 8 Riesenslaloms und Slaloms, 1 Kombination), war der Kalender der Frauen bei nur 3 Abfahrten und 4 Super-G, jedoch 10 Riesenslaloms und 9 Slaloms, extrem Technik lastig. So trat umso klarer zutage, dass Swiss-Ski im Torlauf Nachholbedarf hat. Alpin-Direktor Reusser: „In den technischen Disziplinen ist die Dichte geringer. Daran arbeiten wir intensiv. Der Plan ist, in allen Disziplinen starke Teams zu haben. Nur so hat man Chancen, den Nationencup gewinnen.“ Total zehn Europacup-Rennsiege feiern durften drei Schweizerinnen (Stephanie Jenal, Jasmine Flury, Jasmina Suter) und sieben Schweizer (Justin Murisier, Ralph Weber, Joel Lütolf, Lars Rösti, Josua Mettler, Semyel Bissig, Stefan Rogentin). Sieben dieser Siege resultierten auf Schweizer Pisten (sechs in Zinal, einer in Crans-Montana).  

Die Stärke der Schweiz im Speedbereich hängt nach Ansicht von Walter Reusser direkt mit dem Einsatz der Schweizer Ski-Stationen zusammen. Er lobt, „es ist sehr erfreulich, viele Europacuprennen in der Schweiz zu haben. Das schafft Plattformen für die nächste Generation. Crans-Montana als Veranstalter von Weltcup, Europacup und Trainings gebührt grosser Dank. Swiss-Ski schätzt enorm, dass Crans-Montana seit seiner im 2008 begonnenen neuen Weltcup-Ärea alljährlich Europacuprennen organisiert und 2009 mit großem Erfolg auch die Europacup-Finals.»

DEPREZphoto sa, cransmontana

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Dank ihres Abfahrtssieges in Crans-Montana wurde die Bündnerin Jasmine Flury Fünfte im Abfahrts-Europacup 2020/21


Die Top-3 im Europacup 2020/21 (plus beste SchweizerInnen)
  

Frauen  

Gesamt (26 Rennen): 1. Marte Monsen NOR  591. 2. Andreja Slokar SLO  553. 3. Jessica Hilzinger GER  522. – 9. Simone Wild 382.  

Abfahrt (3): 1. Lisa Grill AUT  280. 2. Nadine Fest AUT   160. 3. Vanessa Nussbaumer AUT  114. – 5. Jasmine Flury 100. 8. Stephanie Jenal 84. 9. Noémie Kolly 79. 10. Rahel Kopp 76. 14. Katja Grossmann 51. 15. Delia Durrer 50.  

Super-G (4): 1. Jasmina Suter SUI  252. 2. Stephanie Jenal SUI  250. 3. Julia Pleshkova  RUS  180. – 5. Rahel Kopp 149. 13. Delia Durrer 80.  

Riesenslalom (10): 1. Marte Monsen NOR  553. 2. Simone Wild SUI 382. 3. Hilma Loevblom SWE  350. – 23. Vanessa Kasper 107. 24. Selina Egloff 106. 26. Viviane Haerri 102. 27. Camille Rast 88.  

Slalom (9): 1. Andreja Slokar SLO  465. 2. Lara Della Mea ITA  341. 3. Sara Rask SWE 297. – 22. Selina Egloff 111. 35. Camille Rast 60.  

Männer  

Gesamt (30): 1. Maximilian Lahnsteiner AUT  692. 2. Raphael Haaser AUT  668. 3. Dominik Raschner AUT   570. – 4. Ralph Weber 496. 5. Stefan Rogentin 429. 9. Lars Rösti 360.  

Abfahrt (6): 1. Victor Schuller FRA  334. 2. Maximilian Lahnsteiner AUT  319. 3. Erik Arvidsson USA  285. – 6. Yannick Chabloz 175. 7. Ralph Weber 160. 8. Lars Rösti und Gilles Roulin je 147.  

Super-G (7): Stefan Rogentin SUI  328. 2. Ralph Weber SUI  325. 3. Roy Piccard  FRA 305. – 6. Lars Rösti 213. 7. Nils Mani 179. 8. Arnaud Boisset 164. 11. Josua Mettler 136. 14. Alexis Monney 128.  

Riesenslalom (8): 1. Dominik Raschner AUT  353. 2. Semyel Bissig SUI  301. 3. Timon Haugen NOR  300. – 20. Cédric Noger 104.  

Slalom (8): 1. Billy Major GBR  258. 2. Anton Tremmell GER  248. 3. Marc Rochat  SUI  237. – 14. Dionys Kippel 149. 15. Noel von Grünigen 143. 17. Joel Lütolf 126.  

Kombination (1): 1. Joel Lütolf SUI  100. 2. Florian Loriot FRA  80. 3. Luca Aerni SUI 60.