Revanche für den „Hitchcock-Super-G von PyeongChang“ in Crans-Montana

Wir blicken auf den Samstag, 17. Februar 2018 an den Olympischen Spielen im südkoreanischen PyeongChang zurück:

Lara Gut donnert mit der Startnummer 5 die Super-G-Piste von Jeongseong hinunter, geht in Führung. Sie ist nicht ganz zufrieden. Die Liechtensteinerin Tina Weirather mit Startnummer 7 verdrängt Lara um eine Hundertstelsekunde auf den zweiten Platz. Wahnsinn. Letztere weint bei ihrem Vater Pauli bittere Tränen. Hat sie die so ersehnte Olympia-Goldmedaille um diesen winzigen, unglücklichen Hundertstel vergeben? Nein! Es wird noch dramatischer: Mit Nummer 13 ist Sofia Goggia unterwegs, doch sie scheitert bei ihrem zu wilden Ritt an die Spitze. Die Österreicherin Anna Veith, Startnummer 15 - Gewinnerin des Olympia Super-G in Sochi 2014 - übernimmt mit einer beherzten Fahrt den Lead. Österreich visiert eine nächste Goldmedaille an. Nur wenig später verliert Michelle Gisin mit der Startnummer 16 und einer Superfahrt Medaillenchancen auf den letzten Metern. Die Skifans sind sich sicher: Gold für Veith, Silber für Weirather und Bronze für Gut. Doch es ist nicht zu Ende, die Spannung steigt auf den Siedepunkt als die Nummer 26 auf der Piste ist. Die Tschechien Ester Ledecka, notabene zweifache Snowboard- Weltmeisterin (!), rast den Berg hinunter und entthront Anna Veith um…..eine Hundertstelsekunde. Ledecka kann es zuerst gar nicht glauben, dass sie Olympiasiegerin ist. Eine der grössten Sensationen im alpinen Skirennsport! Nun verbleibt Anna Veith die Silber- und Tina Weirather die Bronzemedaille. Und Lara Gut? Sie verpasst Bronze um eine Hundertstelsekunde und Michelle Gisin (9. Rang) das Olympiadiplom um einen Platz. Das ist nicht möglich! Das ist unglaublich. Drama pur (Quelle: Blick). – Die Ränge der weitern Schweizerinnen: 17. Corinne Suter. 27. Jasmine Flury.

Nun, Treffpunkt am Samstag, 3. März, zur Spektakel versprechenden Olympiarevanche im Weltcup- Super-G um 10.30 Uhr auf der anforderungsreichen Piste Mont Lachaux in Crans-Montana. Auf dem Walliser Hochplateau freut man sich riesig über die Rückkehr des «Weissen Zirkus».