Topfavoritin Ilka Stuhec feiert sechsten Saisonsieg

In Abwesenheit der verletzten dreifachen Saisonsiegerin Lara Gut feierte Ilka Stuhec in Crans-Montana im fünften Super-G des Winters einen deutlichen Sieg. Die slowenische Abfahrtsweltmeisterin verwies Elena Curtoni (ITA) und Stephanie Venier (AUT) um 0,50 respektive 1,09 Sekunden auf die Ehrenplätze und triumphierte in stimmungsvoller, sonniger Kulisse mit 10'000 Zuschauern zum sechsten Mal, das achte Podest. Für die 26jährige Italienerin war es erst das dritte Podium der Karriere nach zwei dritten Plätzen im 2016 (Abfahrt St. Moritz und Super-G Val d’Isère). Venier, die 23jährige WM-Silbergewinnerin in der Abfahrt, war zuvor sogar einzig in Garmisch-Partenkirchen auf ein Weltcup-Podium gestiegen.

Das Podest knapp verpasst haben die Liechtensteinerin Tina Weirather, die 1,26 einbüsste, und die Kombinationssiegerin vom Vortag, Federica Brignone (1,35 zurück). Weirathers 4. Rang reichte jedoch aus, um Trainingskollegin Gut an der Spitze der Disziplin abzulösen. Bei zwei ausstehenden Rennen (in Südkorea und Aspen) führt die WM-Dritte im Super-G nun 6 Punkte vor der Schweizerin und 16 vor Stuhec.

Mit der wieder grossartigen Leistung schraubte Stuhec ihr Crans-Montana-Preisgeld um 45’000 auf 65'000 Franken und rückte im Gesamtweltcup näher zur Spitze auf. Sie liegt noch 256 Punkte hinter der führenden Mikaela Shiffrin, die sich gestern trotz der vorteilhaften Startnummer 2 mit dem 13. Platz begnügen musste. Immerhin kam die US-Amerikanerin, die sich am Vortag vom Rennen zurückgezogen hatte, ohne allzu grosse Schwierigkeiten durch. Das gelang, angefangen bei Victoria Rebensburg, Sofia Goggia und Lindsey Vonn etwas mehr als einem Drittel der 61 Gestarteten nicht. Auf der ohnehin selektiven Piste Mont Lachaux taten sich bei frühlingshaft warmen Bedingungen und weicher Unterlage insbesondere mit Ahtletinnen mit höheren Nummern schwer. Tiffany Gauthier (FRA/Nr. 38) und Marie-Michele Gagnon (CAN/42) zeigten bei zwei Sekunden Rückstand und den Rängen 10 und 12 indes, dass die Aufgabe aber durchaus bis zum Schluss lösbar war. 

Zu den Abgeworfenen gehörten mit Fabienne Suter und Jasmine Flury leider auch die zwei aussichtsreichsten Schweizerinnen, die bis zum Zielschuss auf Top-10-Kurs am besten im Rennen lagen. Die Ehre der besten Einheimischen blieb damit Corinne Suter auf Rang 14.  - Beat Caspar

DEPREZphoto SA, Crans-Montana/Agence Zoom

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