Shiffrin-Comeback wertet den Slalom von Crans-Montana auf

Wenigstens in einer Beziehung hat Crans-Montana Glück und wird für seinen Millionenaufwand belohnt: Slalom-Königin Mikaela Shiffrin kehrt nach zweimonatiger Verletzungspause in den Ski-Weltcup zurück und kreiert damit weltweites Interesse für das Rennen vom Montag, 15. Februar (10:00/13:00 Uhr).

Der achte Saisonslalom der Frauen wäre ein ganz normales Rennen gewesen. Doch urplötzlich wurde der Ersatz für Maribor markant aufgewertet. Die 20jährige Mikaela Shiffrin greift nach ausgheilter Knieverletzung wieder ins Geschehen ein. Und viele vermuten: Sie wird dort anknüpfen, wo sie aufgehört hat. Ganz vorn. In Aspen gewann die US-Amerikanerin die beiden ersten Slaloms der Saison mit 3,07 respektive 2,65 Sekunden Vorsprung. Dann passierte in Are im Training der Unfall mit Riss des inneren Seitenbandes und Knochenprellung des rechten Knies. Shiffrin verpasste fünf Rennen. Das erleichterte Veronika Velez Zuzulova (zweimal), Petra Vlhova, Nina Loeseth und Frida Hansdotter das Siegen.

Jetzt ist das US-Sweetheart wieder da und zieht aller Augen auf sich. Das Interesse an ihrer Person ist riesig. Auf ihre geschätzte natürliche, unbekümmerte Art wurde sie dem gerecht, stellte sich am Samstag den Medien mehr als eine Stunde zur Verfügung und liess keine Frage unbeantwortet. Fazit: Die zweifache Weltmeisterin und Olympiasiegerin hat keine Schmerzen mehr, ist nach der intensiven Rehabilitation bereit. Anfänglich sei sie nach dem Unfall sehr frustriert gewesen, „aber  dann habe ich es akzeptiert und viel gelernt.“ Nun sei sie nervös wie vor dem Saisonstart, räumte sie ein, „denn ich weiss nach dem Training auf harten, ruppigen Pisten in Garmisch und Österreich nicht genau, wo ich stehe.“

Shifrin hat während der Zwangspause fast alle Rennen geschaut, erzählte sie, die besten Rivalinnen hätten sie beeindruckt. Sie zählte einige Namen auf, auch den von Wendy Holdener, der sie viel zutraut. „Ich freue mich, wieder Teil des Weltcups zu sein und mich mit den Besten messen zu können.“ Den Slalom-Weltcup kann die amerikanische Überfliegerin bei drei ausstehenden Rennen diese Saison noch nicht zum vierten Mal gewinnen. Aber das hat Zeit, sie wird am 13. März ja erst 21jährig!