Gutes Timing für die alpine FIS WM-Kandidatur Crans-Montana/Wallis

Haben Sie vielleicht auch gestaunt? Da unterstützt die DV von Swiss-Ski am 28. Juni 2014 die Kandidatur von Crans-Montana/Wallis zur Durchführung einer alpinen FIS Ski-WM, dabei geht es noch zweieinhalb Jahre, bis erst Mal die WM in St.Moritz über die Bühne geht. Crans-Montana steht früh in den Startblöcken, und bis das Wallis eine Ski-WM hoffentlich dereinst auch zugesprochen erhält, werden noch einige Jahre vergehen. Trotzdem macht das Timing Sinn.

Gegenstimmen gab es keine. Die Delegiertenversammlung stellte sich in Langnau geschlossen hinter die WM-Pläne von Crans-Montana/Wallis. Obwohl eine entsprechende Kandidatur frühestens zwei Jahre nach der letzten WM im kandidierenden Land eingereicht werden kann. Es handelt sich also um ein langfristiges Projekt, das dem Internationalen Ski-Verband FIS nicht vor 2019 unterbreitet werden kann. Aber dieser frühe Entscheid der Delegierten von Swiss-Ski zu Gunsten von Crans-Montana/Wallis, bringt dort Planungssicherheit.

Im Wallis weiss man jetzt, dass man eine Perspektive hat, die über Europa- und Weltcuprennen hinaus geht. Nötige Investitionen wie eine Slalom-Beleuchtung auf der Piste Mont Lachaux oder die Erweiterung der Zielraum-Infrastrukturen können vor einem ganz anderen Hintergrund in Angriff genommen werden. Man hat jetzt auch genügend Zeit, um ein Kandidaturkomitee mit den richtigen, international vernetzten Personen zu besetzen. Und um genügend Geld für eine seriöse und erfolgversprechende Kandidatur zu generieren.

Wenn zwei Jahre nach der WM in St.Moritz die neuerliche Schweizer Kandidatur bei der FIS eingereicht wird, kann frühestens ein weiteres Jahr später, also 2020, der Entscheid für oder gegen Crans-Montana/Wallis fallen. Und selbst, wenn die Walliser bereits im ersten Anlauf erfolgreich sein sollten, womit man vorsichtshalber eher nicht rechnen sollte, ginge es dabei um die WM 2025. Ein zweiter Anlauf beträfe dann bereits die WM 2027. Es werden also noch viele Jahre ins Land ziehen, bis dann tatsächlich irgendwann auf dem Hochplateau um WM-Medaillen gefahren wird. Falls überhaupt. Denn eine Garantie für den Zuschlag durch den Internationalen Skiverband gibt es nicht.

Eine Gewissheit allerdings hat man im Wallis jetzt: Wenn die Ski-WM acht, zehn oder zwölf Jahre nach St.Moritz wieder in die Schweiz vergeben wird, dann nach Crans-Montana. Und das ist eben schon viel. Damit kann man planen, kann investieren, kann sich in vielen Rennen weiterhin bewähren. Und dann findet hoffentlich seinen konkreten Niederschlag, was so erstaunlich früh schon per Entscheid der Delegiertenversammlung unterstützt wurde: Weltmeisterschaften in Crans-Montana/Wallis, zum zweiten Mal nach den unvergesslichen WM im 1987 mit 14 Schweizer Medaillen!