News saison 2019/20

Jasmina Suter siegt vor Nadine Fest und Rahel Kopp 

16.02.2020  -  „Ich hoffe, den Schwung in die nächsten Rennen mitnehmen zu können“, hatte Jasmina Suter am Samstag nach ihrem ersten Abfahrtspodest im Europacup vorausgeblickt. Und wie sie das tat: In dem die insgesamt gut gelungenen Europacuprennen abschliessenden, trotz seiner Kürze anspruchsvollen Super-G feierte die 24jährige Innerschweizerin vom Stoos ihren ersten Europacupsieg.

Mit einer beherzten Fahrt unterstrich Jasmina Suter ihre Hochform und unterbot mit Startnummer 12 die von Seriensiegerin Nadine Fest (Nr. 6) vorgelegte Zeit knapp um 0,04 Sekunden. Als Ditte mit ihr und der Österreicherin zum zweiten Mal aufs Podest steigen durfte Rahel Kopp (0,44 zurück). „Fehlerfrei war mein Lauf nicht“, räumte die Siegerin ein, „aber das gehört zum Super-G, da muss man manchmal improvisieren und auch riskieren.“

Für die Überraschungssiegerin Jasmina Suter und Rahel Kopp („im oberen Teil musste man auch taktisch fahren“) sowie ihre Kolleginnen geht es nach einem kurzen Stopp daheim im Südtirol (Sarntal) mit zwei Super-G und einer Kombination Super-G/Slalom weiter. Dann wird entschieden, wer neben Kopp für die Weltcup-Kombination vom nächsten Sonntag, 23. Februar nach Crans-Montana zurückkehrt. Das sei auch in ihrem Fall noch offen, sagte die knapp geschlagene Europacupleaderin Fest, für die sich die Reise in die Schweiz mit drei Podestplätzen lohnte wie für keine andere. „Für ein solches Ergebnis hätte ich sofort unterschrieben“, so die zufriedene 21-Jährige.

Wie sie in ein sehr positives Fazit zog auch OK-Präsident Marius Robyr. Die dem Nachwuchs zugute kommende Hauptprobe sei auch für das ganze Organisationsteam eine gute Vorbereitung für das bevorstehende Weltcup-Rendez-vous auf dem Walliser Hoch-Plateau mit drei Rennen vom 21. bis 23. Februar.

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Besuch von olympia-sieger didier défago

15.2.2020 - Crans-Montana statt China: Weil die vorolympischen Männer-Weltcuprennen in Yanqing wegen des Coronavirus abgesagt wurden, hatte Didier Défago plötzlich freie Zeit zur Verfügung. Der 42jährige Pistenarchitekt aus Morgins in Diensten der FIS nutzte die Gelegenheit zu einem Talwechsel und verfolgte am Samstag mit Interesse die zweite Europacup-Abfahrt der Frauen. Crans-Montana freute sich über den prominenten Besucher– exakt am 10. Jahrestag seines Triumphs in der Abfahrt der Olympischen Winterspiele Vancouver 2010. Didier Défago äusserte sich in einem Video-Interview sehr positiv über die Weltmeisterschafts-Kandidatur von Crans-Montana/Wallis 2025.

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Didier Défago


Austria-Doppelsieg – mutige Jasmina Suter Dritte 

15.2.2020 - Zweimal Österreich, einmal Schweiz: Fahrerinnen der gleichen zwei Nationen besetzten in der zweiten Europacup-Abfahrt der Frauen in Crans-Montana das Podest. Die Österreicherinnen Rosina Schneeberger, am Donnerstag Dritte, und Nadine Fest, die erste Siegerin, feierten einen Doppelsieg, und die Schweizerin Jasmina Suter übernahm von Rahel Kopp (4.) die Rolle der besten Einheimischen.

Die fünfte Saisonabfahrt, die letzte, wenn ein in Pila ausgefallenes Rennen nicht doch noch nachgeholt werden kann, förderte an der Spitze riesige Unterschiede zutage. Grund hierfür war die sehr gute, harte, jedoch etwas ruppigere Pistenbeschaffenheit. Viele Fahrerinnen liessen sich davon überraschen, ja einschüchtern. Das passierte im Zielhang sogar Seriensiegerin Nadine Fest, die auf dem letzten Abschnitt 0,8 Sekunden verlor und selbstkritisch meinte, „es war turbulent, unten bin ich ohne Überzeugung gefahren.“ Ganz anders ihre Teamkollegin Rosina Schneeberger, die bis zum Schluss kompromisslos zu Werk ging, ihren ersten Europacup-Abfahrtssieg herausfuhr und entsprechend zufrieden war. „Es war schwierig, vor allem für jüngere Fahrerinnen. Meine Stärke, die saubere Technik, half mir. Ich zog nie zurück.“

Die gleiche Ansicht vertrat Jasmina Suter, die sich riesig über ihr erstes Abfahrtspodest überhaupt freute. „ Es war wichtig,  bis zum Schluss zu kämpfen. Es gelang mir, gut draufzustehen und die bestmögliche Leistung abzurufen“, sagte die 24jährige Innerschweizerin vom Stoos. Ihre drei Jahre jüngere Schwester Juliana Suter dagegen schied schon beim dritten Tor aus. Damit rutschte sie in der Disziplinenwertung aus den Top 3 hinter Rahel Kopp zurück. Die St. Gallerin äusserte zwiespältige Gefühle: „Ich bin mit der Leistung nicht zufrieden, hatte gehofft, mit mehr Überzeugung fahren zu können. Aber wenn ich damit einen Fixplatz im Weltcup schaffte, wäre das eine tolle Sache.“ - Das weitere Programm. Sonntag 9:00 Uhr: Super-G.

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 Video: Johan Tachet/SkiActu

 

 

Viel Schnee, viel Arbeit - zweite Abfahrt um 9:00 Uhr

15. 2. 2020 - Die Entscheidung, die erste von zwei Europacup-Abfahrten der Frauenrennen in Crans-Montana einen Tag vorzuziehen, hat sich auch 24 Stunden später als absolut richtig und zwingend erwiesen. Wegen bis zu 50 Zentimeter nächtlichen Neuschnees wäre am Freitag trotz Sonnenschein kein Rennen möglich gewesen.

Der Tag reichte knapp aus, um die Piste Mont Lachaux in wettkampfbereiten Zustand zurückzubringen. Dank dem Effort des grossen Helferteams von Renndirektor Markus Murmann mit Militär des Geb Inf Bat 85 ist das so gut gelungen, dass einer zweiten einwandfreien Abfahrt am Samstag und dem Super-G am Sonntag nichts im Wege steht. Die fünfte Saisonabfahrt beginnt wegen des angekündigten starken Temperaturanstiegs bereits um 9:00 Uhr.

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Video (nur in französischer Spraache): Laurent Morel/SkiActu

 

Nur Europacup-Leaderin Nadine Fest schlägt die Schweizerin Rahel Kopp

13.2.2020 - Die Favoritinnen machten die 24 Stunden vorgezogene erste von zwei Europacup-Abfahrten der Frauen in Crans-Montana unter sich aus: Die 21jährige Österreicherin Nadine Fest feierte bei guten, schnellen Verhältnissen in 1:14,79 Minuten 0,16 Sekunden vor der Schweizerin Rahel Kopp sowie ihren Teamkolleginnen Rosina Schneeberger (0,34 zurück) und Vanessa Nussbaumer (+0,37) ihren dritten Saisonsieg allein in dieser Disziplin. Sehr gut schnitten mit fünf Athletinnen im ersten Dutzend die Schweizerinnen ab. Am Samstag folgt mit der zweiten Abfahrt eine Revanchegelegenheit.  

Nadine Fest, die überragende Europacupfahrerin dieses Winters, die wegen eines bei ihrem Sturz in Pila lädierten Daumens mit eingeschienter Hand fuhr, erzählte mit strahlenden Augen, wie dankbar und stolz sie sei, dass es ihr in dieser Saison gelinge, dem Druck standzuhalten und die von ihr erwarteten Leistungen in den Rennen abzurufen. Zwei lange Jahre war ihr das nach glorioser Juniorenzeit nicht gelungen. „Ich habe viel gelernt. Es war eine prägende Zeit mit vielen Tränen“, so die Kärntnerin. Nach dem fünften Sieg führt sie im Europacup Gesamt-, Abfahrts-, Super-G und Kombinationswertung an. Fixe Weltcup-Startplätze winken.

Solche haben auch Rahel Kopp und Juliana Suter, als Zweite und Sechste gestern die Besten der mannschaftlich starken Schweizerinnen, im Kopf. Sie belegen im Abfahrtsklassement die Plätze 3 und 4. Alles hängt vom Samstag ab (und eventuell einem Ersatzrennen für die in Pila ausgefallene Prüfung). Suter bedauerte, nach gutem Start im unteren Teil zu vorsichtig ans Werk gegangen zu sein. Kopp zeigte sich sehr zufrieden mit ihrem Resultat, die gute Piste habe ihr geholfen, sich angesichts der etwas schwierigen Sichtverhältnisse zu überwinden. Ein Fixplatz im Weltcup wäre für sie eine Premiere und eine grosse Erleichterung, meinte die Pila-Siegerin, „aber eigentlich nicht in der Abfahrt, denn ich bin im Super-G, Riesenslalom und der Kombination daheim“.

Freitag, freier Tag (kein Training auf der Piste). Das weitere Programm. Samstag 10:00 Uhr: 2. Abfahrt. – Sonntag 10:00 Uhr: Super-G.

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Video (nur in französischer Sprache): Laurent Morel/SkiActu

 

guten morgen!

13.02.2020 - Die heutige Europacup-Abfahrt um 10:00 Uhr auf der bestens präparierten Piste Mont Lachaux ist bestätigt. Wir wünschen ein erfolgreiches, unfallfreies Rennen.

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2020-02-13 Bonjour

Erste Abfahrt auf Donnerstag vorgezogen 

12.2.2020- Die erste von zwei Europacup-Abfahrten der Frauen in Crans-Montana findet 24 Stunden früher als vorgesehen bereits am Donnerstag um 10 Uhr statt. Das hat die Jury aufgrund der Wettersituation entschieden. Die zweite Abfahrt und der Super-G bleiben wie geplant am Samstag und Sonntag programmiert.

Die Programmänderung bedeutet, dass die 49 Abfahrerinnen mit dem einen Trainingslauf vom Mittwoch auskommen müssen. Eine echte Herausforderung, denn die Piste Mont Lachaux ist auch 2020 eine Strecke gespickt mit Schwierigkeiten punkto Linienwahl und Tempokontrolle. Zahlreiche Torfehler zeugen davon, unter anderem von der Schweizer Mitfavoritin Juliana Suter. International weit gefächert und sehr ausgeglichen präsentierte sich am Mittwoch bei einwandfreien Bedingungen die Spitze mit Fahrerinnen aus sechs der elf Nationen in den Top Ten.

Die Bestzeit fixierte die 21jährige Französin Karen Smadja Clement mit 1:17,51 knapp vor der Schwedin Helena Rapaport, der Schweizerin Rahel Kopp und der im Europacup klar führenden Österreicherin Nadine Fest. 14 Fahrerinnen büssten weniger als eine Sekunde auf die Schnellste ein, darunter die 21jährige Walliserin Lindy Etzensperger als hervorragende Sechste mit 0,47 Sekunden Rückstand.


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Die Europacuprennen sind lanciert

11.2.2020 - Ungeachtet der schlechten Wetterverhältnisse ist es Renndirektor Markus Murmann und seinem Team gelungen, eine erstaunlich gut präparierte Piste Mont Lachaux für die am Mittwoch mit dem ersten Abfahrtstraining beginnenden Frauen Europacuprennen „hinzuzaubern“.

An der ersten Mannschaftsführersitzung zeigten sich der FIS Europacup-Frauenchef, der Spanier Jordi Pujol und die Technische Delegierte der FIS, die Französin Fabienne Dheyriat,  sehr zufrieden über die Vorbereitungsarbeiten. Wenn die Startzeit des ersten Trainings von 10h00 Uhr auf 12h00 verschoben wurde, ist dies begründet mit der Erledigung von Detailarbeiten an der Strecke, wie zum Beispiel Sicherheitsnetz-Verbesserungen. Für die Durchführung der zwei Abfahrten am kommenden Freitag- und Samstagmorgen sowie dem Super-G am Sonntag sind die Techniker optimistisch gestimmt.

Parallel zu den Europacup-Vorbereitungen laufen die vielfältigen Aufbauarbeiten für die drei Frauen Weltcuprennen vom 21. bis 23. Februar mit zwei Abfahrten und einer Alpinen Kombination. Ab Mittwoch stehen dem Bauchef Dominique Morard neben dem Zivilschutz zahlreiche Soldaten des Geb Inf Bat 85 zur Verfügung. Eine grosse Herausforderung, aber das universelle Bauteam ist im Plan.

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Mannschaftsführersitzung: Auslosung der Startnummern.
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Von links nach rechts: Jordi Pujol, Fabienne Dheyriat und Marius Robyr.
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In Crans-Montana einen Weltcup-Fixplatz holen

Nach der Schneekontrolle durch die FIS in Crans-Montana steht dem Weltcup-Wochenende der Ski-Frauen vom 21. bis 23. Februar mit zwei Abfahrten und einer Kombination Super-G/Slalom nichts im Weg. Doch schon diese Woche herrscht auf der anspruchsvollen Piste Mont-Lachaux Speed-Hochbetrieb. Dabei stehen vor allem die Europacupfahrerinnen im Fokus, die am Mittwoch und Donnerstag zwei Trainings, Freitag und Samstag die Saison-Abfahrten 4 und 5 (nach zweimal St. Anton/AUT und Pila/IT) und am Sonntag den fünften Super-G (nach je zweimal Kvitfjell/NOR und St. Moritz) vor sich haben. 

In der Disziplin Abfahrt bringen die zwei Europacuprennen auf dem Walliser Hochplateau bereits die Entscheidung, wer als Top 3 der Saisonwertung im nächsten Winter einen fixen Weltcupstartplatz haben wird. Die 21jährige Österreicherin Nadine Fest, Doppelsiegerin in St. Anton, führt mit 200 Punkten vor der Schweizerin Juliana Suter (145) und ihrer Teamkollegin Rosina Schneeberger (136). Rahel Kopp als Überraschungssiegerin in Pila (100 Punkte) und Lindy Etzensperger (58) belegen die Plätze 7 und 15. Nina Fest ist im Europacup nicht nur in der Abfahrt die Nummer 1, sondern auch im Super-G und in der Gesamtwertung.

Gemeldet sind rund 49 Fahrerinnen aus 11 Nationen, darunter einige Weltcupathletinnen wie Tina Weirather (nur für Super-G), Priska Nufer und Nina Ortlieb. Für einige junge Fahrerinnen bietet diese Woche eine willkommene Gelegenheit, für den Weltcup eine Woche später zu trainieren – oder sich für die höhere Aufgabe zu empfehlen. Zur Erinnerung: Die 23jährige Österreicherin Elisabeth Reisinger, die letztes Jahr in Crans-Montana beide Europacup-Rennen gewonnen hat, und ihre Teamkollegin Nina Ortlieb, die zweimal aufs Podest fuhr, haben sich in der Zwischenzeit bereits im Weltcup etabliert.

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