news saison 2020/21

Die Reaktionen von Jasmine Flury und Noémie Kolly  

14.1.2021 - Die beiden Schweizer Podestfahrerinnen Jasmine Flury und Noémie Kolly hatten nach der ersten von zwei Europacup-Abfahrten im Zielraum gut Lachen. Ihre Reaktionen unmittelbar nach dem bei letztlich ausgezeichneten Bedingungen auf der Piste Mont Lachaux ausgetragenen Rennen.  

Video: SkiActu

 

Jasmine Flury und Noémie Kolly brillieren an turbulentem Tag  

16.1.2021 - Die Einheimischen Jasmine Flury als Siegerin und Noémie Kolly als Dritte hinter Lisa Grill/AUT sorgten in der ersten von zwei Europacup-Abfahrten in Crans-Montana für ein hervorragendes Schweizer Ergebnis an diesem unglaublich turbulenten Samstag.  

Die 27jährige Davoserin Jasmine Flury, die im Dezember 2017 überraschend den Weltcup-Super-G von St. Moritz gewonnen hat, triumphierte in 1:14,54 Minuten 15 Hundertstelsekunden vor der im Europacup nun wieder führenden 20jährigen Österreicherin Lisa Grill. Flury machte den Unterschied auf den ersten 50 Fahrsekunden, wo sie 0,80 Sekunden und mehr auf die Konkurrenz herausholte, derweil Grill nach nur 25. erster Zwischenzeit grandios aufholte. Regelmässiger fuhr die 22jährige Greyerzerin Noémie Kolly (La Berra), die mit 0,32 Sekunden Rückstand minime 0,05 vor Laura Gauche/FRA ihr zweites Europcaup-Podest (nach Val di Fassa 2017) eroberte. Sie liess damit auch die mitfavorisierten, im Weltcup schon in die Top 10 gefahrenen Kajsa Vickhoff Lie/NOR (6./4. Weltcup-Abfahrt Val d’Isère) und Anja Rädler/AUT (7./7. Super-G-Weltcup St. Anton; 2018 zweifache Europacup-Abfahrtssiegerin in Crans-Montana) hinter sich. Insgesamt brachte Swiss-Ski sieben Athletinnen in die Punkte, genau gleich wie Ski Austria.  

Insgesamt wars ein sehr langer Tag auf der Piste Mont-Lachaux, da am Vormittag ein Training nötig war, um die Abfahrtspremiere im Europacup überhaupt starten zu  können. Und dieses Training musste wegen hartnäckigen Nebels nach 19 Nummern unterbrochen werden. Nachdem ein Notfall-Szenario mit einem Sprint in zwei Läufen in Erwägung gezogen wurde, konnte nach einer Wetterbesserung doch das ursprüngliche Programm durchgezogen werden. Allerdings auch nicht zu 100 Prozent. Nach Nummer 56 musste abgebrochen werden, die letzten 7 Fahrerinnen, hatten sich vergeblich an den Start bemüht. Bleibt zu hoffen, dass am Sonntag bei der Reprise den ganzen Tag einwandfreie Bedingungen herrschen. Renndirektor Markus Murmann und Pistenchef Patrice Morisod und ihr stark gefordertes Team hätten es wie die Athletinnen mehr als verdient. Sie verdienen ein großes Kompliment für ihre Flexibilität.

DEPREZphoto sa, cransmontana

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Das Podium: 1. Jasmine Flury/SUI. 2. Lisa Grill/AUT. 3. Noémie Kolly/SUI. 4. Laura Gauché/FRA. 5. Vanessa Nussbaumer/AUT
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Jasmine Flury
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Lisa Grill
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Noémie Kolly
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Yeah!

 

Los! Der Europacup ist lanciert.

16.01.2021 - Mehrere Schweizerinnen werden auf der Piste Mont Lachaux versuchen, bei beiden Europacup-Rennen zu glänzen, die auf dem Programm stehen. Am Vorabend traf sich Charlotte Chable mit Jasmina Suter, Noémie Kolly und Stephanie Jenal, um sich über ihre Form zu informieren. Entdecken sie hier die Interviews.

Video: SkiActu

 

Die Piste Mont Lachaux im Sonntagskleid  

15.1.2021 - Die über 120 Zentimeter Schnee, die in den letzten Stunden gefallen sind, komplizieren in erster Linie die Vorbereitungsarbeiten auf der Piste Mont Lachaux, auf welcher an diesem Wochenende die ersten zwei Frauen-Europacup-Abfahrten dieses Winters 20/21 angesagt sind, gefolgt vom Weltcup-Klassiker der Frauen nächste Woche mit zwei Abfahrten und einem Super-G.

Wieviel Schnee es auch gegeben hat, Pistenchef Patrice Morisod erschrickt nicht so schnell. Mit der von Renndirektor Markus Murmann geführten Equipe, zu der auch 120 Militärpersonen gehören, wird alles vorgekehrt, damit die Sicherheit der Athletinnen auf der Rennstrecke garantiert ist. Reportage.

Video (nur in fanzösischer Sprache): SkiActu

DEPREZphoto sa, cransmontana 

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Der Schnee – eine gewaltige Herausforderung  

14.01.2021 - Die enormen Schneemengen, die Crans-Montana in den letzten Stunden eindeckten, erschweren die ohnehin grosse Aufgabe derjenigen, welche die Piste Mont Lachaux für den Europacup an diesem und den Weltcup am nächsten Wochenende vorbereiten. Die Landschaft präsentiert sich zwar in wunderbar hochwinterlicher Pracht, doch das hat im Hinblick auf reguläre Abfahrtsrennen einen hohen Preis. Die Piste muss mit riesigem Aufwand von der dicken Neuschneedecke befreit werden. Dabei hätte die Covid-19-Pandemie allein schon genügend Mehraufwand verursacht, wie OK-Präsident Marius Robyr vor den Abfahrten am Samstag und Sonntag herausstreicht.   

Video (nur in französischer Sprache): SkiActu

 

Programm Änderung

14.1.2021 - Folgender Entscheid wurde durch die Jury und das Organisationskomitee heute morgen früh getroffen:

Die Abfahrtstrainings im Programm von Donnerstag und Freitag sind aus meteorologischen Gründen anulliert. 

Samstag, 16.1.
Training am Vormittag und 1. Abfahrt am Nachmittag (genaues Programm wird heute Abend festgelegt)

Sonntag, 17.1
2. Abfahrt (Zeit tbd)

Neuschnee verursacht Herkulesarbeit auf der Piste Mont Lachaux

13. 1.2021 - Als hätte all der zusätzliche enorme organisatorische Aufwand wegen der Covid-19-Schutzmassnahmen nicht genügt: Jetzt kamen rund 60 Zentimeter Neuschnee dazu, welche die zuvor bereits ausgezeichnet präparierte Piste Mont Lachaux in Crans-Montana bedeckten. Um die Strecke für die beiden Europacup-Abfahrten der Frauen vom Wochenende erneut in einen rennfertigen Zustand zu bringen, sind Renndirektor Markus Murmann und Pistenchef Patrice Morisod, ihre Sektorenchefs und ihre Teams praktisch rund um die Uhr gefordert. Glücklicherweise standen das Militär des Gewehrbataillons 14 - Einheit des Kantons Genf (Bataillon carabiniers 14 - Unité du canton de Genève) mit 170 Mann starkem Aufgebot, davon 120 auf der Piste, und gegen 30 Zivilschützer wie die freiwilligen Helfer zeitig zur Verfügung. Anders hätte der an sich willkommene, aber im dümmsten Moment gefallene Schnee nicht bewältigt werden können. Sehr nützlich sind dabei die vier Kässbohrer-Pistenfahrzeuge versehen mit modernster Technologie.

Trotz der Herkulesarbeit, die anhaltend geleistet wird, konnte beim Einnachten am Mittwoch noch nicht genau abgeschätzt werden, wie es mit Training und Rennen weitergeht. Die Jury versammelt sich am Donnerstag in der Früh und entscheidet mit den Organisatoren über das weitere Programm.  

DEPREZphoto sa, cransmontana

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Abfahrts-Premiere der Frauen in Crans-Montana

12.1.2021 – Wer hätte gedacht, die Saison-Premiere im Abfahrts-Europacup der Frauen findet Samstag/Sonntag, 16./17. Januar in Crans-Montana statt! Im letzten Winter, als die Rennen im späten Februar im Kalender standen, war nach den Siegen von Nadine Fest/AUT und Rosina Schneeberger/AUT in den Abfahrten sowie Jasmina Suter/SUI im Super-G für die Speedfahrerinnen wegen Covid-19 Schluss gewesen. Diesmal bewirkt die Corona-Pandemie „nur“ noch den Ausschluss der Fans. 

Österreich und Schweiz dominieren bis anhin den Super-G

Wo sie in der Abfahrt in dieser Saison steht, kann die Speed-Fraktion des Nachwuchses noch nicht genau wissen. Über erste Erkenntnisse verfügen die Europacup-Athletinnen allerdings. In den zwei Super-G von Anfang Januar in Zinal (Ersatz für St. Moritz) setzten sich zuerst die Schweizerinnen (Doppelsieg durch Stephanie Jenal vor Jasmina Suter; 6 in den Top 10) und bei der Revanche die Österreicherinnen (Doppelsieg durch Lisa Grill vor Christina Ager; 6 in den Top 10) gross in Szene. Folgerichtig dominieren AUT und SUI das Disziplinenklassement. In der Gesamtwertung liegt nach dem Slalom-Weekend in Vaujany/FRA eine Torläuferin vorn. Die 23jährige Slowenin Andreja Slokar, am letzten Weekend Zweite und Erste der Slaloms in Vaujany/FRA, führt mit 30 Punkten vor Lisa Grill. Als Sechste beste Schweizerin ist die Super-G-Zweite Stephanie Jenal mit 150 Punkten. Achte Camille Rast mit 148 Punkten.

Generalprobe für die drei Weltcuprennen

Nun geht es für Grill, Jenal & Co. auf einer herausfordernden Strecke zur Sache. Auf der Piste Mont Lachaux steigt traditionsgemäss die Generalprobe für den Weltcup-Klassiker der Frauen eine Woche später mit diesmal zwei Abfahrten und einem Super-G. Gemeldet sind rund 90 Athletinnen aus 17 Nationen. Darunter befinden sich einige Top-Speedfahrerinnen, die sonst Pause hätten, da im Weltcup Slalom und Riesenslalom in Kranjska Gora anstehen. Auf der Liste figurieren unter anderen Breezy Johnson/USA, Kira Weidle/GER, Ilka Stuhec/SLO und Kajsa Vickhoff Lie/NOR. Wer tatsächlich zu den Trainings und Rennen antritt, wird sich weisen. Die Hoffnungen der Schweizerinnen ruhen in erster Linie auf Stephanie Jenal, Jasmina Suter, Rahel Kopp und Noemie Kolly, derweil der Winter für die Nachwuchs-Spitzenkräfte Juliana Suter und Luana Flütsch wegen Verletzungen bereits vorbei ist.

2021-01-10 Stephanie Jenal
Stephanie Jenal
2021-01-10 Jasmina Suter
 Jasmina Suter

 

Wieder ein Europacup-Podest für Camille Rast 

10.1.2021 – Am Wochenende vor den Europacup-Speedrennen in Crans-Montana fuhr Camille Rast einen weiteren Podestplatz heraus. Die 21jährige Schweizerin aus Vetroz belegte im ersten von zwei Slaloms in Vaujany/FRA den 3. Platz, schied tags darauf im Final aber aus. Mit Lorina Zelger (Gams/17. im 1. Rennen, 25. im 2.), Selina Egloff (Scuol/22. Im 2. Rennen) und Nicole Good (Pfaefers/24. am Sonntag) holten drei weitere Schweizerinnen Punkte. Gewonnen wurden die Rennen von Elsa Fermbaeck/SWE und der 23jährigen Slowenin Andreja Slokar, der neuen Führenden in der Europacup-Gesamtwertung.

Europacup-Podest für Dionys Kippel

6.1.2021 - Der Walliser Dionys Kippel hat sich an seinem 23. Geburtstag das beste Geschenk gleich selber gemacht: Der Slalomspezialist, der am Nacht-Slalom in Crans-Montana erst im 3. Lauf gescheitert war, musste beim Europacup-Slalom in Val Cenis/FRA nur Sieger Laurie Taylor (Grossbritannien) um 0,34 Sekunden den Vortritt lassen. Pech beklagte Nocturne-Überraschungsmann Noel von Grünigen (Schönried), der nach Bestzeit im 1. Lauf vor Theo Letitre/FRA im Final ausschied. Ebenfalls in die Punkteränge fuhr der beim Nacht-Slalom in der 2. Runde eliminierte Lars Kuonen (Brigerberg) als 28. 

Austria-Team schlägt zurück

5.1.2021 - Am Tag nach dem grandiosen Schweizer Doppelsieg durch Stephanie Jenal und Jasmina Suter dominierten im zweiten Europacup-Super-G der Frauen die Österreicherinnen: Die 20jährige Lisa Grill, am Vortag Dritte, siegte in 1:10,83 Minuten 0,34 Sekunden vor der 25jährigen Christina Ager. Dahinter folgten auf dem Podest Rahel Kopp (Flusmerberg) und als Vierte Vortagessiegerin Stephanie Jenal (Samnau). Die beiden besten von drei Top-Ten-Schweizerinnen (6. Jasmina Suter) verloren bei der Revanche 0,58 respektive 0,60 Sekunden. Das Rennen war geprägt von vielen Ausfällen (nur 67 von 82 klassiert). Zu den Opfern der Bedingungen und ihres Risikoverhaltens wurde mit Luana Flütsch, Delia Durrer und Juliane Suter auch ein Trio aus dem Top-ten-Sextett des ersten Rennens. Das gleiche Schicksal erlitt die 18jährige Walliserin Delphine Darbellay (Champex-Ferret), die am Montag mit Nummer 53 auf Rang 20 vorgefahren war. Ihr taten es am Dienstag mit hohen Startnummern die 19jährige Julie Trummer (Gsteig-Feutersoey) und die 20jährige Melanie Michel (Davos) mit den Plätzen 29 und 30 nach.

Schweizer Doppelsieg in Zinal 

4.1.2021 – Starker Auftritt der Swiss-Ski-Fahrerinnen in Zinal: Im ersten von zwei Europacup-Super-G der Frauen, welche die Anfang Saison in St. Moritz abgesagten Rennen ersetzen, feierten die Schweizerinnen durch Stephanie Jenal und Jasmina Suter einen Doppelsieg. Die 21jährige Bündnerin Jenal aus Samnaun distanzierte mit 1:11,30 Minuten ihre 25jährige Teamkollegin vom Stoos SZ um die Winzigkeit von 0,02 Sekunden. 0,20 Sekunden hinter der Siegerin folgte mit Lisa Grill die stärkste von vier Österreicherinnen in den Top 10. Swiss-Ski brachte sogar ein Sextett in die ersten 10. Neben den Podestfahrerinnen waren dies Luana Flütsch, Delia Durrer, Rahel Kopp und Juliana Suter auf den Plätzen 7 bis 10. Sechs weitere holten mit Rängen in den top 30 Europacuppunkte.

Camille Rast brilliert

21.12.2020 -  Die 21jährige Schweizerin Camille Rast aus Vetroz musste in Andalo/ITA im dritten Europacup-Riesenslalom der Frauen nur der Weltcup-Spitzenfahrerin Mina Fürst Holtmann/NOR um 0,59 Sekunden den Vortritt lassen. Den 3. Platz belegte mit 1,00 Sekunden Rückstand die Französin Coralie Frasse Sombet. Mit Simone Wild (11./Flumserberg) und Lorina Zelger (29./Gams) holten zwei weitere Schweizerinnen Punkte. – Das am Montag vorgesehene zweite Rennen musste abgesagt werden.

Simone Wild Zehnte und Sechste 

17.12.2020 - Im österreichischen Hippach dominierte Maryna Gasienica-Daniel die zweite Etappe des Frauen-Europacups, der am 16./17. Januar mit zwei Abfahrten in Crans-Montana gastieren wird, fast nach Belieben.

Die 26jährige Polin gewann beide Riesenslaloms, am Mittwoch 1,22 Sekunden vor der Österreicherin Elisa Mörzinger, am Donnerstag 0,75 Sekunden vor der Norwegerin Maria Theres Tviberg. Simone Wild (Flumserberg) als zweimal beste Schweizerin landete auf den Plätzen 10 am ersten Tag (1,75 zurück) und 6 am zweiten (1,22 zurück). Wenige Punkte sicherten sich auch Leana Barmettler (Engelberg) als 15. am Mittwoch sowie Camille Rast (Vétroz) und Viviane Härri (Giswil) als 23. respektive 29. am Donnerstag.

Nächste Europacup-Chancen bieten sich in Andalo/ITA, wo die Riesenslaloms 3 und 4 dieser Saison programmiert sind.

Europacup 2020/21 der Frauen lanciert

14.12.2020 - Endlich konnten auch die Europacup-Fahrerinnen in die Saison einsteigen. Nach Absagen in St. Moritz (zu viel Schnee) und Livigno (Corona) erfolgte die Premiere in Ahrntal-Klausberg/ITA mit zwei Slaloms.

Das erste Rennen am Samstag, den 12. Dezember gewann die 21jährige Italienerin Lara Della Mea 0,37 Sekunden vor der 23jährigen Deutschen Jessica Hilzinger und 0,40 vor ihrer gleichaltrigen Teamkollegin Marta Rossetti. Die Neuauflage am Sonntag entschied die 28jährige Tschechin Martina Dubrovska, die Vortagesvierte, mit 0,16 Sekunden Vorsprung auf Della Mea und 0,31 vor der 24jährigen Marie-Therese Sporer/AUT für sich.

Beste Schweizerin war mit den Rängen 15 und 13 zweimal die 19jährige Bündnerin Selina Egloff aus Scuol. Ebenfalls zweimal in die Punkteränge fuhr als 25. und 28. die 24jährige Carole Bissig (Beckenried-Klewenalp). -Weiter geht es am 16./17. Dezember mit den Riesenslaloms in Hippach/AUT.

 

Das Sprungbrett in den Weltcup

11.12.2020 - Der Europacup ist im alpinen Skirennsport ein nicht wegzudenkendes Element. Kaum jemand hat den Aufstieg in den Weltcup ohne Auftritt auf dieser zwischen FIS- und Weltcuprennen angesiedelten zweithöchsten Stufe geschafft. Doch nicht nur Athletinnen und Athleten nehmen hier Anlauf. Auch Veranstalter können profitieren, ihre Organisation und die Abläufe – gerade zu Corona-Zeiten wichtig – testen, sich im Europacup profilieren. 

Corona fordert Opfer

In Crans-Montana hat das Engagement im Europacup Tradition. Wenn immer möglich, werden eine Woche vor der Weltcup-Classique der Frauen Rennen durchgeführt. Diesmal stehen vom 14. bis 17. Januar 2021 zwei Trainings und zwei Abfahrten auf dem Programm. Zu hoffen ist, dass die Verhältnisse die Prüfungen auch zulassen. Zu Saisonbeginn war der Tross der Frauen vom Glück verlassen. In St. Moritz verunmöglichten Schneemassen wie im Weltcup die Durchführung. Wegen der Covid-Pandemie sind von den 17 Stationen, die ursprünglich im Programm der Frauen standen, Livigno/ITA, Val di Fassa/ITA und Gstaad Saanenland/SUI bereits gestrichen.

Besser hatten es bis jetzt die Männer, die in Gurgl/AUT und Zinal/SUI schon fünf Rennen absolvieren konnten. Dabei gab es fünf verschiedene Sieger, zuletzt Cyprien Sarrazin/FRA in Zinal. Beim Auftakt in den Riesenslaloms von Gurgl hatten Raphael Haaser/AUT vor Stefan Luitz/GER und Julian Rauchfuss/GER vor Haaser, dem letztjährigen Gesamtzweiten hinter dem Norweger Atle Lie Mcgrath, triumphiert. Im Wallis brillierten in den ersten zwei von drei Rennen erfreulicherweise die Schweizer mit zwei Siegen und insgesamt fünf Podestplätzen. Ralph Weber gewann den Super-G, Joel Lütolf dank Slalombestzeit die Kombination, dritte Plätze fuhren Nils Mani, Urs Kryenbühl und Crans-Montana-Botschafter Luca Aerni heraus. Dazu war Justin Murisier Schnellster im Super-G als Teil 1 der Kombination.

Beispiel Nina Ortlieb

Müssen sich die Frauen noch gedulden, so lohnt sich der Blick auf den letzten Winter. Da triumphierte in der Gesamtwertung Nadine Fest/AUT (1. Abfahrt, 1. Super-G und 1. Kombination) überlegen vor Landsfrau Rosina Schneeberger. Für den Beweis ihrer Leistungsstärke im Weltcup war noch wenig Gelegenheit. Aber Nina Ortlieb und Elisabeth Reisinger, Crans-Montana-Siegerinnen 2019 und 2020, haben sich im Weltcup etabliert. Man darf gar sagen, Nina Ortliebs Stern habe im Wallis so richtig zu leuchten begonnen. Hier feierte sie im Februar 2020 nach Trainingsbestzeit in der zweiten Abfahrt als Ditte hinter Lara Gut-Behrami und Corinne Suter ihr erstes Weltcuppodest, eine Woche später im Super-G in La Thuile/ITA ihre Sieg-Premiere. In den Weltcup-Startranglisten belegt sie anfangs Saison 20/21 die Plätze 7 in der Abfahrt und 6 im Super-G. Auch Schweizerinnen nutzten letzte Saison die zweithöchste Stufe: Rahel Kopp (3. Abfahrtswertung) und Jasmina Suter (3. Super-G) holten sich fixe Weltcup-Startplätze.
Der Europacup als Sprungbrett in den Weltcup funktioniert!

DEPREZphoto sa, cransmontana

2020-12-11 Rahel Kopp
Dank dem 3. Rang im Abfahrts-Gesamtklassement Europacup 2019/20, holte sich die Schweizerin Rahel Kopp einen Fixplatz im Weltcup 2020/21.