AGenda Europacup frauen 2018

Samstag, 24. februar
1. Abfahrtstraining

10.00 Uhr 
Piste Mont Lachaux: 1. Abfahrtstraining

sonntag, 25. februar
training abfahrt

10.00 Uhr
Piste Mont Lachaux: 2. Abfahrtstraining

montag, 26. februar
abfahrt

10.00 Uhr
Piste Mont Lachaux: ABFAHRT

DIENSTAG, 27. februar
Abfahrt

10.00 Uhr
Piste Mont Lachaux: ABFAHRT

 

MITTWOCH, 28. februar
SUPER-G

10.00 Uhr
Piste Mont Lachaux: SUPER-G

 

 

 NEWS season 2016/17

Austria-Razzia in Crans-Montana

20.02.2017 - Durchschlagender Erfolg der Österreicherinnen zum Abschluss der Europacuprennen in Crans-Montana: Zuerst entschied die Vortageszweite Sabrina Maier in 1:15,48 Minuten die Abfahrt für sich, dann doppelte Rosina Schneeberger als Siegerin der Alpinen Kombination nach und schliesslich sicherte sich Nadine Fest als Tagesdritte die kleine Kugel für den Gewinn des Kombinations-Europacups.

Im Walliser Sonnenschein jubelten wie schon am Sonntag vor allem die Österreicherinnen. Die 22-jährige Weltcup-erprobte Sabrina Maier entschied die Abfahrtsrevanche mit 0,18 Sekunden Differenz zu Sonntagsiegerin Laura Pirovano (ITA) exakt gleich wie sie gegen die 19jährige Italienerin tags zuvor verloren hatte. Im anschliessenden Kombinationsslalom schied Maier indes genauso aus wie die Abfahrtsdritte Kristin Lysdahl, die im Europacup führende Norwegerin. Als schnellste Slalomfahrerin setzte sich nicht unerwartet die 23jährige WM-Teilnehmerin Rosina Schneeberger in Szene. Damit preschte sie in der dritten und letzten Saison-Kombination vom 16. Platz nach der Abfahrt zum Sieg vor, 0,46 Sekunden vor Federica Sosio (ITA) und 0,69 Sekunden vor Teamkollegin Nadine Fest. Die 18-Jährige, zuletzt Siegerin in Châtel, holte sich damit die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Disziplin Kombination. Getrübt wurde die Freude im Austria-Team einzig durch den Unfall von Bianca Venier (20), die eine schwere Knieverletzung erlitt und mit dem Helikopter ins Spital geflogen werden musste. Die Schweizerinnen hatten wie schon am Sonntag mit der Spitze nichts zu tun. 

 

 

DEPREZphoto SA, Crans-Montana

podium2

 

Stand im Europacup. Gesamt (31/35): 1. Kristin Lysdahl (NOR) 1058. 2. Kristina Riis-Johannessen (NOR) 1038. 3. Nadine Fest (AUT) 799. 4. Laura Pirovano (ITA) 696. Ferner: 13. Camille Rast (SUI) 446. – Abfahrt (6/7): 1. Pirovano (ITA) 345. 3. Maier (AUT) 340. 3. Christina Ager (AUT) 335. 4. Kristin Lysdahl (NOR) 294. 5. Grossmann (SUI) 234. 6. Kristina Riis-Johannessen (NOR) 218. – Top 45 für finale Abfahrt in Sarntal qualifiziert, darunter auch Gröbli (15.), Kolly (21.), Gerber (23.) und Dayer (42.). – Schlussklassement Kombination (3/3): 1. Nadine Fest (AUT) . 2. Rosina Schneeberger (AUT) 180. 3. Kristina Riis-Johannessen (NOR) 164. Ferner: 7. Rahel Kopp (SUI) 82. 15. Katja Grossmann (SUI) 43.

Laura Pirovano: knapper Sieg in der Europacup-Abfahrt in Crans-Montana

19.02.2017 - Die Italienerin Laura Pirovano hat in Crans-Montana bei traumhaften Bedingungen auf der klassischen Piste „Mont Lachaux“ ihre erste Europacup-Abfahrt in 1:15,80 Minuten mit knappem Vorsprung gewonnen. Die 19-Jährige aus Madonna di Campiglio siegte 0,18 Sekunden vor der Weltcup-erprobten Österreicherin Sabrina Maier. Pirovano feierte damit ihren zweiten Europacuperfolg nach jenem in einem Riesenslalom in Kvitfjell im Dezember 2015. Mit dem gestrigen Sieg verbesserte sie sich in der Disziplin Abfahrt auf den 2. Platz hinter Christina Ager, die arg enttäuschte und als 26. nur Zehntbeste des überragenden Teams Austria wurde, das gleich sieben seiner zwölf Fahrerinnen in die Top 10 brachte.

Weit von dieser mannschaftlichen Stärke entfernt blieben die neun Schweizerinnen. Katja Grossmann als beste einheimische Fahrerin landete mit 0,66 Sekunden Rückstand auf dem 7. Platz. Die aus Brienz stammende Maturandin am Sportgymnasium Engelberg fiel damit in der Europacup-Abfahrtswertung vom 3. auf den 5. Platz zurück. Vor dem grossen Finale in Sarntal nächste Woche erhält sie bereits morgen Montag Gelegenheit zur Verbesserung.

Am Montag, 20. Februar, findet in Crans-Montana eine zweite Europacup-Abfahrt statt (9:00 Uhr), die mit einem Slalom (11:30 Uhr) zusammen auch die dritte (und letzte) Alpine Kombination dieser Saison ergibt. Die ersten Kombinationen gingen an Riis-Joahnnessen (NOR) und Nadine Fest (AUT). - Die Europacup-Abfahrtsresultate: LINK

Stand im Europacup. Gesamt: 1. Kristin Lysdahl (NOR) 998. 2. Kristina Riis-Johannessen (NOR) 948. 3. Nadine Fest (AUT) 694. 4. Laura Pirovano (ITA) 594. Ferner: 11. Camille Rast (SUI) 446. – Abfahrt: 1. Christina Ager (AUT) 335. 2. Pirovano (ITA) 265. 3. Maier (AUT) 240. 4. Lysdahl (NOR) 234. 5. Grossmann (SUI) 210.

DEPREZphoto SA, Crans-Montana

1 2 3
1. Laura Pirovano ITA 2. Sabrina Maier AUT 3. Dajana Dengscherz AUT
  4  

Viel Lob für die „Mont Lachaux“

18.02.2017 - Nach dem zweiten und abschliessenden Abfahrtstraining für die Frauen-Europacuprennen in Crans-Montana waren Fahrerinnen und Trainer aus den neun teilnehmenden Nationen voll des Lobs. Die klassische Piste Mont Lachaux präsentierte sich in perfektem Zustand. Die idealen Verhältnisse liessen bis zum Schluss Spitzenzeiten zu. Mit Tagesbestzeit schob sich die Weltcup- und WM-erprobte Norwegerin Kristin Lysdahl in die Favoritenrolle für die Abfahrt vom Sonntag (Start um 9:30 Uhr). Ihre ersten Herausforderinnen stammen aus Österreich, heute mit einem Sextett in den Top 10 vertreten. Die neun Schweizerinnen haben noch viel Steigerungspotenzial. Ihre Leaderin, Katja Grossmann, Dritte der Europacup-Abfahrtswertung hinter Christina Ager (Ö, heute 5.) und Lysdahl, musste sich gestern bei 1,61 Sekunden Rückstand mit dem 20. Platz begnügen. Als zweite Prüfung ist am Montag eine alpine Kombination Abfahrt/Slalom vorgesehen. 
DEPREZphoto SA, Crans-Montana

1re 2e 3w
 1. Kristin Lysdal NOR  2. Sabrina Maier AUT  3. Dajana Dengscherz AUT

 

Der Nachwuchs ist gefordert

17.02.2017 - Das erste Abfahrtstraining der Europacupfahrerinnen in Crans-Montana im Hinblick auf die Abfahrt vom Sonntag und die Kombination Abfahrt/Slalom vom Montag brachte wegen reihenweise ausgelassenen Toren oder gar Stürzen (zum Beispiel die Schweizerin Noemie Kolly, die Schürfungen im Gesicht erlitt und ihre Ski total demolierte) kaum ein konkretes Ergebnis. Fest steht: die „Mont Lachaux“ ist auch vom Super-G-Start ins Ziel in Les Violettes so anspruchsvoll wie immer. Der weibliche Speed-Nachwuchs wird voll gefordert. Das bestätigten auch Athletinnen mit Crans-Montana- oder gar WM-Erfahrung wie die Österreicherin Rosina Schneeberger oder die Norwegerin Kristin Lysdal. Den Schwierigkeitsgrad noch erhöht haben heute unter bedecktem Himmel die Sichtverhältnisse. Am Samstag (9:30 Uhr) ist ein zweites Abfahrtstraining vorgesehen.
DEPREZphoto SA, Crans-Montana

1 2 3
4 5 6
1. Laura Pirovano ITA 2. Rosina Schneeberger AUT 3. Sabrina Maier AUT


programm Änderung

(16.02.2017)
Die auf Montag, 20. Februar geplante Abfahrt wird neu am Sonntag, 19. Februar, 10.00 Uhr (Zeit wird bestätigt) ausgetragen. Die Alpine Kombination (Abfahrt/Slalom) wird am Montag  10.30/13.00 Uhr (Zeit wird bestätigt) durchgeführt.

 

ZWEI FIS EUROPACUP-RENNEN IM VORFELD DER WELTCUPRENNEN 2017 IN CRANS-MONTANA

In Crans-Montana wurden in der Vergangenheit rund 40 FIS Europacup-Rennen auf den Pisten „Nationale“, „Mont Lachaux“ und „Chetzeron“ organisiert. Seit 2008 waren es zwölf Rennen (neun Männer, drei Frauen), dazu ins Konzept passend die sehr erfolgreichen FIS Europacup-Finals 2009 und die FIS Junioren-Weltmeisterschaft 2011. Ab sofort sind unmittelbar vor dem Weltcup-Klassiker der Frauen jeweils Europacup-Prüfungen die Norm. Dieses Jahr stehen auf der Piste Mont Lachaux vor den drei Weltcuprennen (24. bis 26. Februar) am Sonntag, den 19. Februar eine Alpine Kombination mit Abfahrt/Slalom (10.30 und 13.00 Uhr) und am Montag, den 20. Februar eine Abfahrt (10.00 Uhr) auf dem Programm. Die vorangehenden Abfahrtstrainings finden am Freitag, 17. und Samstag, 18. Februar um 10.30 Uhr statt.

Schlagzeilen macht der Europacup höchst selten. Oder wo war zu lesen, dass am Lauberhorn-Weekend 2017 ein 22-jähriger Zürcher namens Gilles Roulin in Kitzbühel am Hahnenkamm auf der „Streif“ die Europacup-Abfahrt gewann? Dabei handelte es sich in 45 Jahren FIS Europacup gar um eine Premiere; nie zuvor hatte der Tiroler Nobelort eine Prüfung der zweithöchsten Kategorie organisiert. Heute ist allen klar, dass die Organisation von Europacups (und FIS-Rennen) eine sehr effiziente, zielführende, nachhaltige Förderung des Rennsports darstellt. Sie gilt als absolute Notwendigkeit. Nirgends sonst erhalten junge Athletinnen und Athleten derart gute Möglichkeiten, um Erfahrungen auf internationaler Ebene zu sammeln und sich an ein höheres Niveau heranzutasten. Vor allem im Speedbereich ist ein grösseres Angebot an Startmöglichkeiten ein Gebot der Stunde.

Seit der Saison 1971/72 gibt es den europäischen Kontinentalcup, seit 1977/78 auch den nordamerikanischen Nor-Am Cup. Die beiden Serien sind als entscheidende Sprosse auf der Leiter in den Weltcup geschaffen worden. Der Europacup ist die ideale Plattform, um sich für die ganz grossen Rennen zu empfehlen. Ein Blick auf die Liste der Gesamt- und Disziplinensieger zeigt die Richtigkeit. Da wimmelt es bei den Männern und den Frauen nur so von späteren Olympia- und Weltcupgesamtsiegern sowie Weltmeistern. Als Gesamtsieger sind unter anderen Kjetil Jansrud (2005), Marcel Hirscher (2008) und Alexis Pinturault (2011) verewigt. Eine Auswahl ihrer früher zu Gold und Titeln stürmenden Vorgänger: Hermann Maier, Stephan Eberharter, Benjamin Raich, Michael Walchhofer. Bei den Frauen kündigten spätere Grössen wie Fabienne Serrat, Anita Wachter, Alexandra Meissnitzer, Maria Riesch, Elisabeth Görgel, Anna Fenninger und Lara Gut ihr Kommen an.

Doch nicht nur dem weiblichen und männlichen Nachwuchs dienen die Kontinentalcups. Willkommen und wichtig sind sie trotz eher geringer Publizität auch für die Veranstalter selbst. Die Organisationskomitees und ebenso die Freiwilligen erhalten Praxis, können sich laufend verbessern und sich für höhere Aufgaben vorbereiten. Mit Europacuprennen bleiben sie stets auf der Höhe der Zeit.

Dieser Ansicht ist insbesondere der Baumeister der aktuellen Erfolge der Schweizerinnen, Hans Flatscher. Der Frauen-Cheftrainer von Swiss-Ski hält es für die generelle Entwicklung des Speedbereichs als „sehr wünschenswert, ja zwingend, dass die jungen Athletinnen jung in Verbindung gebracht werden mit Weltcupstrecken“. Es müssten nicht unbedingt die Originalpisten befahren werden, meint Flatscher, „verkürzte Strecken oder Abschnitte genügen, um sich optimal an die Weltcupaufgaben zu gewöhnen. Das dient auch der Sicherheit der Athletinnen. Wenn für Nachwuchsfahrerinnen einen Winter lang alles neu ist, so ist das unverhältnismässig schwieriger.“ Hans Flatscher findet es denn auch super, wenn die Schweizer Weltcup-Stationen St. Moritz und Crans-Montana in Zukunft fixer Bestandteil des Europacups sind. Nicht ohne Grund verweist er auf das Beispiel Altenmarkt-Zauchensee: „Den jungen Österreicherinnen sieht man dort sehr gut an, dass sie schon oft gefahren sind.“  Beat Caspar