26
Februar
2012
BLARDONE ZWICKT HIRSCHER 20 PUNKTE AB
Didier Défago fehlen nur 17 Hundertstel zum Podium

Massimiliano Blardone verhinderte in Crans-Montana den neunten Saisonsieg von Marcel Hirscher. Um 0,16 Sekunden liess der Italiener im Riesenslalom den österreichischen Weltcup-Gesamtleader hinter sich. Didier Défago  verpasste das Podium als Fünfter nur knapp.

Beat Feuz wird es gerne gesehen haben. Massimiliano Blardone fing den bei Halbzeit um zwei Hundertstel vor ihm liegenden Marcel Hirscher im zweiten Durchgang noch ab, und fuhr seinen zweiten Saisonsieg nach Alta Badia ein. Bereits den allerersten seiner nunmehr sieben Erfolge hatte Blardone in der Schweiz gefeiert: im Januar 2005 in Adelboden. "Heute habe ich allerdings auch Glück gehabt. Im zweiten Lauf befand ich mich zweimal mit den Schuhen
auf dem Schnee", meinte der Italiener nach seinem Sieg über Hirscher.

Hirscher allerdings trug es mit Fassung. Er war auch mit Rang 2 zufrieden: "Ich habe nicht 20 Punkte verloren, sondern 80 gewonnen. So gesehen war es  für mich ein perfektes Wochenende. Ich bin nicht mit der Handbremse  gefahren, höchstens 1 Prozent. Aber es ist eben nicht einfach, wenn man
nicht ausfallen darf. Hinzu kamen noch die schwierigen Bedingungen. Der weiche Schnee machte die Aufgabe sehr schwer."

Feuz vs. Hirscher: 37:80

Im Duell um die grosse Kristallkugel, das aus Schweizer Sicht zentrales Thema war, wurde Hirscher zum Gewinner des Wochenendes, denn Feuz konnte
im Wallis nicht so auftrumpfen wie erhofft. Mit 52 Punkten Rückstand auf Hirscher war er angereist, doch es gelang ihm nicht, im Gesamt-Weltcup Terrain gutzmachen. Aus den beiden Super-G resultierten addiert nur 37 Zähler, derweil Hirscher am Sonntag 80 Punkte verbuchte. So wuchs die Differenz zum Österreicher um 43 Punkte an. Neu liegt Feuz 95 Punkte hinter Hirscher, und auch noch immer 3 Zähler hinter dem kroatischen Titelverteidiger Ivica Kostelic, der in zwei Wochen, nach den Speedrennen von Kvitfjell, in Kranjska Gora sein Comeback geben will. Ausstehend sind noch neun Prüfungen: Zwei Abfahrten, drei Super-G, zwei Riesenslaloms und zwei Slaloms.

Dass Beat Feuz am Sonntag im Riesenslalom von Crans-Montana ohne Punkte blieb, war auch mit viel Pech verbunden. Ausgerechnet vor dem Start des Emmentalers mit Nummer 31 schoben sich Wolken vor die Sonne und es kam Wind auf. Wieder einmal verfügte die Jury Start-Stopp, "zum achten oder neunten Mal in diesem Winter", wie Feuz hinterher bemerkte. Es scheint schon fast eine neue Regel im Weltcup zu sein: Wenn Feuz im Starthaus steht, wird das Rennen unterbrochen. "Irgendwann beginnt das zu nerven", sagt Feuz. "Man hat einen genauen Zeitplan, auf den man hin arbeitet. Die Konzentration ist dadurch gestört."

Im Rennen selber musste sich Feuz mit dem sehr diffus gewordenen Licht abkämpfen, derweil für die Besten noch Sonne pur geherrscht hatte. Nur noch zwei Athleten mit höheren Nummern als Feuz fuhren schneller als er, aber das war schon einer zuviel. Sieben Hundertstel fehlten dem Berner schliesslich zu Platz 30 und der Qualifikation für den zweiten Lauf.

Défagos zweitbestes Resultat im "Riesen"

Ein ganz starkes Rennen gelang Didier Défago. Vor seinem Heimpublikum verbesserte sich der Walliser gegenüber dem ersten Lauf vom vom 14. auf
den 5. Schlussrang. Nur 17 Hundertstel fehlten ihm zu einem Rang auf dem Podium. Erst ein einziges Mal in seiner langen Karriere war der inzwischen 34-Jährige im Riesenslalomm besser klassiert. Das war vor mehr als fünf Jahren, im Dezember 2007 in Alta Badia, wo er als Dritter aufs Podium gefahren war. Vielleicht darf er die Leistung als gutes Omen nehmen. Im Dezember in Alta Badia hatte er im Riesenslalom den 9. Rang belegt, wenig später überraschte er in Bormio als Abfahrtssieger. "Die Technik stimmt", durfte er zufrieden feststellen. Das ist in der ersten Saison nach seinem Kreuzbandriss nicht selbstverständlich.

Unmittelbar hinter Didier Cuche erreichte Marc Berthod als 16. seine bislang beste Klassierung in dieser Saison. Es waren des Bündners erste Weltcup-Punkte nach sage und schreibe 13 "Nullnummern". Leider nichts Neues gab es bei Daniel Albrecht. Der Bündner, der sich zwischenzeitlich im Europacup
(ebenfalls erfolglos) versucht hatte, blieb auch im siebenten Riesenslalom der Saison ohne Zähler. Im ersten Lauf rutschte Albrecht
noch vor der ersten Zwischenzeit auf dem Innenski aus. Die Rückkehr zurück an die Spitze ist ein langwieriger Kampf.
Werner Eisenring, Sportinformation Zürich
 
 
 
 
 

 

26
Februar
2012
ALPINE WELTCUPRENNEN ALS GROSSE CHANCE FÜR CRANS-MONTANA!

Für die drei in Crans-Montana durchgeführten Herren-Weltcupevents gibt es viele Superlative:

  • Rennen geprägt von Hochspannung und charismatischen Siegern (Didier Cuche SUI, Benjamin Raich AUT und Massimiliano Blardone ITA)
  • ein begeistertes Publikum (Total 49'000! Freitag 12'000, Samstag 23'000, Sonntag 14'000)
  • zwei attraktive, stimmungsvolle Skipartys auf der Eisbahn Ycoor in Montana mit gegen 15'000 Besuchern
  • die SwissAward-Ehrung von Didier Cuche als "Schweizer des Jahres 2011" und die Verabschiedung anlässlich seiner letzten Weltcuprennen in der Schweiz
  • vielseitige Animation und Restauration im Skistadion der "Nationale", Parking Violettes und auf diversen Plätzen sowie Strassen des Hochplateaus
  • zwei faszinierende Flugshows des PC-7 TEAMS der Schweizer Armee

  • die hervorragende TV-Produktion des Westschweizer Fernsehens TSR und
  • das engagierte Organisationskomitee mit rund 600 motivierten Mitarbeitern (inkl. Armee und Zivilschutz).

Der Name Crans-Montana ging in nicht zu bezahlender Werbung in die Welt hinaus. Über 20 TV- und Radiostationen berichteten live von den Rennen, 152 Journalisten und Fotografen verbreiteten positive Schlagzeilen resp. Topfotos. Gegen 350 Medienvertreter (inkl. TV-Techniker) waren vor Ort!

Die Worte von OK-Präsident Marius Robyr an seine Mitarbeiter: Ein herzliches Dankeschön, hohe Anerkennung, Professionalität und Perfektion.

Es gibt für Crans-Montana und den Ski-Weltcup nur ein Fazit:

Der Ort muss sich bei Swiss-Ski sofort um weitere Weltcuprennen bewerben, jedes Jahr für die Nachwuchsförderung Europacuprennen durchführen und bei einer allfälligen Absage eines Weltcuprennens andernorts für dessen Übernahme kandidieren.

Die diesjährigen Weltcuprennen mit ihrer enormen Ausstrahlung und Wertschöpfung zeigen den Behörden und weiteren Instanzen den Weg klar auf.

Hugo Steinegger
Chef Kommunikation/Medien
Alpine Skirennen Crans-Montana

25
Februar
2012
BENJAMIN RAICH - DIE SPAETE PREMIERE IM SUPER-G

Drei Tage vor seinem 34. Geburtstag feierte Benjamin Raich Premiere. Der Pitztaler gewann den zweiten Super-G von Crans-Montana und damit sein erstes Speedrennen überhaupt. Didier Cuche, der Sieger vom Freitag, wurde Dritter.

23'000 Zuschauer sorgten in Crans-Montana für eine grossartige Kulisse. Die meisten waren in Erwartung eines weiteren Sieges von Didier Cuche gekommen. Der Neuenburger fuhr zwar erneut stark, doch nachdoppeln konnte er nicht. Im zweiten Anlauf fehlten ihm 36 Hundertstel auf Raich, und auch der Franzose Adrien Théaux schob sich noch vor ihn. Die Begeisterung der Fans nahm Cuche sogar noch während seiner Fahrt wahr: "Bei der Einfahrt in die Wald-Passage hatte es extrem viele Leute, es war beinahe schwarz."

Sie alle peitschten Cuche nach vorne. Doch es reichte nicht. "Nach der dritten Zwischenzeit kam ich etwas zu spitz, weshalb ich die nächsten drei Tore um ein bis zwei Meter neben die optimale Linie geriet", wusste Cuche, wo er den entscheidenden Fehler begangen hatte. Zufrieden war er trotzdem: "Nach dem Sieg vom Vortag wusste ich, dass ich erneut gewinnen kann. Deshalb war ich am Start noch etwas nervöser als tags zuvor. Aber ein Platz auf dem Podium ist immer gut." Zum siebenten Mal in diesem Winter erlebte er eine Siegerehrung vom Treppchen aus. Und dank ihm klassierte sich im 14. Speedrennen der Saison zum 13. Mal zumindest ein Schweizer in den Top 3. Das brachte Cuche auch in eine gute Ausgangslage, seine Kollektion an Kristall zu vergrössern. Nur noch 7 Punkte liegt er in der Super-G-Wertung hinter dem Norweger Aksel Lund Svindal, der in Crans-Montana zweimal auf Platz 9 fuhr. Ausstehend sind noch drei Super-G.

In den Kampf um den Gesamt-Weltcup wird Cuche kaum mehr eingreifen können. Den dürften Marcel Hirscher und Beat Feuz unter sich ausmachen. Dem Emmentaler gelang gegenüber dem verpatzten Freitag eine Steigerung, indem er sich um zehn Positionen verbesserte. Knapp eine Sekunde Rückstand reichte zu Platz 10. "Der Hang in Crans-Montana wäre eigentlich genial. Nur wünschte ich mir, wir würden hier im Dezember auf einer härteren Piste fahren. Auf diesem weichen Schnee habe ich einfach Mühe. Es ging immerhin etwas besser als am Freitag, als ich immer das Gefühl hatte,dass ich ausfalle, sobald ich angreife", sagte er hinterher. Sein lädiertes Knie hatte er dank entzündungshemmenden Mitteln im Griff.
"Während den Fahrten stört es nicht. Einzig die Vorbereitung ist derzeit etwas eingeschränkt."

Feuz war natürlich auch klar, dass seine Ausbeute in den beiden Super-G von Crans-Montana ungenügend war: "Aber nun folgen ja die Rennen in Kvitfjell in Norwegen. Dort fahren wir zumeist auf aggresivem Kunstschnee, ähnlich wie in Beaver Creek. Das gefällt mir weit besser. Aber dort muss ich ganz extrem Gas geben, um gegen Marcel Hirscher noch etwas ausrichten zu können." Hirscher hatte auf einen Start Im zweiten Super-G verzichtet, nachdem er tags zuvor ohne Punkte geblieben war.

Die Schweiz scheint Raich zu beflügeln

Die grossen Schlagzeilen verbuchte am Samstag dennoch ein Österreicher. Benjamin Raich war es in seinem 374. Weltcuprennen vergönnt, erstmals in einem Super-G zu gewinnen. Das war selbst für ihn, den Gesamt-Weltcup-Gewinner, Doppel-Olympiasieger und zweifachen Weltmeister etwas ganz Aussergewöhnliches. "Unglaublich, gewaltig", nannte er es.

In Crans Montana erreichte Benjamin Raich eines seiner letzten grossen sportlichen Ziele. "Dieser Sieg hat mir gefehlt, jetzt habe ich ihn. Ich habe sehr lange darauf hingearbeitet und viel Geduld aufbringen müssen. Umso grösser ist jetzt die Freude", erklärte Raich, der nach dem Abfahrts-Erfolg von Klaus Kröll in Chamonix für den zweiten ÖSV-Speed-Sieg in dieser Saison sorgte.

Am Freitag hatte er zu Cuche noch geflachst: "Einmal schlage ich dich vielleicht noch." Nur 24 Stunden später setzte er das in die Tat um. Vor allem zeigte er es allen Kritikern, die nicht mehr an ihn geglaubt hatten. Am 11. Dezember 2009, in der Super-Kombination von Val d'Isère, war er zuletzt im Weltcup siegreich gewesen. Und vor allem folgte dann im Februar des letzten Jahres jener verhängnisvolle Zwischenfall an den WM in Garmisch. Im Team-Wettbewerb riss er sich - ohne zu stürzen - das Kreuzband im linken Knie. Der Weg zurück wurde auch für einen wie Ihn schwer.

In Adelboden schaffte er als Zweiter im Riesenslalom erstmals nach seiner Verletzung wieder aufs Podium, in Crans-Montana kehrte er zum Siegen zurück. Auffallend ist, wie erfolgreich Raich in der Schweiz Rennen fährt. 10 seiner nunmehr 36 Weltcupsiege verbuchte er in unserem Land, an vier verschiedenen Orten (in Wengen, Adelboden, Lenzerheide und Crans-Montana). Dank seinem neuesten Triumph ist er zudem wieder der Meister im eigenen Haus. 36:35 steht es neu im Sieg-Vergleich mit seiner Freundin, der Slalom-Dominatorin Marlies Schild.

"Jetzt fehlt nur noch ein Abfahrts-Sieg", sagte Raich mit Blick auf die Zukunft. Denn ans Aufhören denkt er nicht: "Ich bin ja fast vier Jahre jünger als Cuche, da kann ich noch eine Weile fahren."

24
Februar
2012
HEIMSIEG FUER DIDIER CUCHE

Didier Cuche lancierte sein letztes Schweizer Weltcup-Wochenende optimal. In Crans-Montana gewann der Neuenburger den ersten
der beiden Super-G. Es war sein bereits vierter Triumph des Winters.

Dank einem grossartigen Finish machte es Cuche vor 12'000 begeisterten Zuschauern ein weiteres Mal möglich. Gut fünf Zehntel hatte der 37-Jährige nach dem obersten Streckenabschnitt noch hinter dem Kanadier Jan Hudec zurückgelegen, was nur gerade Position 10 entsprach. Aber dann drehte der Routinier auf und rollte das Feld von hinten auf. Im Ziel leuchtete die "1" auf, der 21. Weltcupsieg der Karriere war perfekt. Um 16 Hundertstel liess er den überraschenden Hudec hinter sich.

Rennen in der Schweiz sind keine einfache Aufgabe. "Alle 20 Meter wird man von den Fans angehauen, alle rufen einem zu: du musst gewinnen", meinte Cuche sichtlich erleichtert, "der Druck war gross." Erst zum zweiten Mal in seiner Karriere konnte der Romand vor Schweizer Publikum ein Weltcuprennen gewinnen. Und die Première ist schon eine Weile her, etwas mehr als zehn Jahre. Im Januar 2002 wars, in Adelboden, wo Cuche den Riesenslalom am Chuonisbärgli für sich entschied.

Auf der durch die Sonne aufgeweichten "Piste Nationale" oberhalb von Crans-Montana feierte Cuche seinen ersten Saisonsieg im Super-G, nachdem er in Lake Louise, Kitzbühel und Garmisch in Abfahrten reüssiert hatte. Cuche verhinderte mit seinem Endspurt einen Erfolg von Jan Hudec, der Anfang Februar in der Abfahrt von Chamonix seinen ersten Weltcupsieg eingefahren hatte, und nun in Crans-Montana beinahe im Super-G nachgedoppelt hätte. Hudec gilt als Super-Gleiter, aber er offenbarte im Wallis auch technische Qualitäten. Doch er profitierte natürlich auch von seiner tiefen Startnummer 6, die an diesem Tag mit Sicherheit ein Vorteil war.

Vier Fahrer mit Nummern unter 10 schafften es in die Top 8. Zu ihnen gehörte aber nicht Benjamin Raich, der unmittelbar hinter Cuche ins Rennen gegangen war und als Dritter ein unerwartet starkes Rennen zeigte. 21 Hundertstel nur fehlten dem Pitztaler in seiner ersten Saison nach seinem Kreuzbandriss zum ersten Sieg in einem Speedrennen. "Vielleicht schlage ich dich ja noch", flachste der Tiroler an der Pressekonferenz in Richtung Cuche. Da muss er sich allerdings beeilen. Mitte März ist für den Schweizer Schluss.

Raich stiess um 22 Hundertstel Silvan Zurbriggen vom Podest, doch der Walliser, der mit 7 ebenfalls eine optimale Startnummer getragen hatte, strahlte dennoch. In dieser Saison hatte Zurbriggen bisher eine Enttäuschung an die nächste gereiht, weshalb er meinte: "Das ist einer meiner schönsten 4. Ränge." Im Super-G egalisierte der Walliser seine beste Leistung, die er vor über fünf Jahren in Hinterstoder realisiert hatte. "Dieses Ergebnis kommt für mich fast einem Befreiungsschlag gleich. Es hat sich spät bezahlt gemacht, dass ich und mein Umfeld nie aufgegeben haben."

Beat Feuz mit Knieproblemen

Es gab aber im Schweizer Team auch einige Verlierer, allen voran Beat Feuz. Der Emmentaler wollte zum Angriff auf Weltcup-Gesamtleader Marcel Hirscher ansetzen, doch an diesem Tag ging fast gar nichts. Als 20. holte sich Feuz nur gerade 11 Punkte ab, seinen Rückstand auf den Österreicher verkürzte er damit nur marginal. Noch immer liegt er 41 Zähler zurück. "Lieber hätte ich es gehabt, die Piste wäre härter gewesen. Aber es gibt keine Ausreden: Ich bin zu wenig gut gefahren. Ich konnte das nötige Feingefühl nicht aufbringen, das man auf dieser weichen Unterlage benötigt hätte", machte Feuz in Selbstkritik.

Sorgen bereitet ihm derzeit auch sein linkes Knie. "Am Dienstag beim Parallelrennen in Moskau habe ich mir dort eine starke Prellung zugezogen", bekannte der Emmentaler. Entzündungshemmende Mittel und ein Tape sorgten zwar dafür, dass er sein Rennen ohne Schmerzen durchziehen konnte, doch störend können sich solche Blessuren trotzdem auswirken. Und dass unmittelbar vor seinem Start für mehrere Minuten unterbrochen worden war, passte zum verunglückten Tag. Die Situation im Gesamt-Weltcup habe ihn dagegen nicht belastet: "Ich nehme Rennen für Rennen. Heute hat es nicht geklappt, aber da kann noch viel passieren."

Nur gut, dass mit Marcel Hirscher sein unmittelbarer Gegner im Gesamt-Weltcup nicht auch noch punktete. Der Salzburger, mit der unvorteilhaften Nummer 33 angetreten, kam in seinem ersten Super-G seit Dezember 2009 nur auf den 34. Platz. Den zweiten Super-G am Samstag wird er nicht bestreiten, sondern sich auf den Riesenslalom vom Sonntag konzentrieren: "Es macht wenig Sinn, nochmals Kraft zu opfern."

22
Februar
2012
SKIFEST CRANS-MONTANA: FEUZ FORDERT HIRSCHER - DERNIÈRE FÜR CUCHE

25 Jahre nach den glorreichen Weltmeisterschaften von 1987 steht Crans-Montana wieder im Fokus ganz wichtiger Männer-Rennen: Beat Feuz nimmt auf dem Walliser Hochplateau den Gesamt-Weltcup ins Visier, und Didier Cuche startet zu seinen letzten Weltcuprennen in der Schweiz.

Crans-Montana ist auch heute noch ein Synonym für den ganz grossen Erfolg. Bis heute unvergessen sind jene Tage, in denen die Schweizer Ski-Nationalmannschaft von einem Jubel zum nächsten taumelte. 14 Medaillen, davon acht aus Gold, durften sich 1987 die damaligen Cracks umhängen lassen. Nun gibt die magische "Piste Nationale" ein Comeback: Erstmals seit der Gold-Fahrt von Pirmin Zurbriggen findet auf dem geschichtsträchtigen Gelände wieder ein Weltcup-Super-G statt, dank der in Kitzbühel abgesagten Prüfung kommt es am Freitag und am Samstag gleich zu zwei Rennen in dieser Disziplin. Am Sonntag steht zudem noch der Riesenslalom im Programm.

Die Frauen gastierten zuletzt 2008 und 2010 zu Weltcup-Auftritten in Crans-Montana, und im letzten Jahr war die Station Gastgeber der ganz erfolgreichen Junioren-WM. Der Weltcup der Männer machte hingegen vor 14 Jahren letztmals seine Aufwartung.

Die nächsten beiden Wochen werden vor allem für den Emmentaler Beat Feuz wegweisenden Charakter haben. In den beiden Super-G von Crans-Montana und in den drei Rennen von nächster Woche in Kvitfjell (eine Abfahrt und zwei Super-G) muss Feuz eine Reserve bilden, um sich die Chancen im Kampf um die grosse Kristallkugel zu wahren. Vergangene Woche konnte er in Crans-Montana im Rahmen eines dreitägigen Trainings schon einmal Mass nehmen.

"Die Piste war natürlich noch nicht so hart, wie sie sich bei den Rennen präsentieren wird, aber es war wichtig, die vielen Wellen und Übergänge einmal zu sehen. Diese Erfahrung könnte ein Vorteil sein", glaubt der Emmentaler, der nach dem Parallelrennen von Moskau im Gesamt-Weltcup nur 52 Punkte hinter dem österreichischen Leader Marcel Hirscher und 40 Zähler hinter dem derzeit verletzten Kroaten Ivica Kostelic liegt.

Zu einem besonderen Ereignis werden die Heimrennen in Crans-Montana auch für Didier Cuche. Letztmals können ihn seine Fans in der Schweiz im Weltcup-Einsatz bewundern. "Darauf freue ich mich natürlich", sagt der inzwischen 37-Jährige, "aber ich muss es so angehen wie andere Rennen auch. Wichtig wird sein, konzentriert zu bleiben. Deshalb hoffe ich, dass der Rummel um meine Person nicht allzu gross sein wird."

Am Samstagabend muss sich Cuche aber sicher auf einiges gefasst machen. Unmittelbar nach der um 18.00 Uhr beginnenden Siegerehrung des Super-G und der Startnummern-Auslosung für den Riesenslalom erfolgt auf der Eisbahn Ycoor in Montana die offizielle Preisübergabe für den zum "Schweizer des Jahres 2011" gewählten Neuenburger, der Mitte Januar wegen der Lauberhorn-Rennen nicht an Swiss-Award-Gala hatte teilnehmen können. Es werden über 5'000 Zuschauer im Zentrum von Montana erwartet, denen eine Super-Show geboten wird.

17
Februar
2012
FASZINIERENDES TRAINING DES PC-7 TEAMS

Was für ein schönes Ballett im Himmel über Crans-Montana! Eine faszinierende Show von grosser Präzision. Das PC-7 TEAM der Schweizer Armee hat im Hinblick auf seine Demonstrationen an den Weltcuptagen vom Samstag, 25. und Sonntag, 26. Februar seine Trainings absolviert. Nach dem Super-G vom Freitag, 23. Februar findet ein weiteres Training von 14.45 h bis 15.45 h statt.

PC-7 1
PC-7 2
PC-7 3

PC-7 4

17
Februar
2012
LETZTES TRAINING DER SCHWEIZER IN CRANS-MONTANA

Am Freitagmorgen fand bei schönstem Winterwetter das letzte Training der Schweizer Speedgruppe auf der Piste Nationale statt. Ein gutes Omen für die drei Weltcuprennen in einer Woche?
(Deprez Photos, Crans-Montana)

Didier Cuche
Cuche
Beat Feuz
Feuz
Tobias Grünenfelder
Grünenfelder
Ambrosi Hofmann
Hofmann
17
Februar
2012
OHNE SCHWEIZER ARMEE KEINE WELTCUPRENNEN!

Wie die andern alpinen Ski-Weltcuporte der Schweiz profitiert auch Crans-Montana vom Einsatz der Schweizer Armee. Auf der Piste Nationale leisten rund 170 Angehörige der Geb Inf Kp 7/3 unter Oblt Fabien Produit vielseitige Dienstleistungen. Es darf klar festgehalten werden, dass ohne das Wirken der Armee, des Zivilschutzes und der freiwilligen Helfer keine Weltcuprennen durchgeführt werden könnten. OK-Präsident Marius Robyr verdankt diesen riesigen Einsatz ganz herzlich. 

Militaires 1 Militaires 3
Militaires 4 Militaires 6
Militaires 8 Militaires 7
Militaires 2 Militaires 5
16
Februar
2012
BEAT FEUZ TRAINIERTE ALLEINE

Nachdem es in der Nacht vom 15./16. Februar bis in den Morgen hinein gegen 50 cm Neuschnee auf der Piste Nationale gab, fielen die Trainingsläufe der Schweizer Alpinen aus. Einzig der erst am Mittwoch angereiste Beat Feuz trainierte (Fotos). Am Nachmittag absolvierten die Fahrer ein rund zweistündiges Fitnesstraining.

Feuz6

Feuz1

Feuz4
15
Februar
2012
TRAININGSLAGER SWISS-SKI IN CRANS-MONTANA

Fotos vom Training auf der Piste "Nationale", Mittwoch 15.02.
(Deprez Photos, Crans-Montana)

Didier Cuche
Didier Cuche

Marc Berthod
Marc Berthod


Tobias Grünenfelder

Tobias Grünenfelder

Didier Défago
Didier Défago

Ambrosi Hofmann
Ambrosi Hofmann

Silvan Zurbriggen
Silvan Zurbriggen